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Pastinaken

IMG_4751.JPGEin fast vergessenes Grundnahrungsmittel feiert ein kleines Comeback.
Bis ins 18. Jahrhundert hinein zählten die gut verträglichen Pastinaken zum Grundnahrungsmittel in Deutschland, bis sie von den Kartoffeln verdrängt wurden.

Gesund:
Pastinaken sind nicht nur lecker, sondern auch ausgesprochen gesund. Sie sind reich an Folsäuren, Kalium, Magnesium und Zink . Darüber hinaus enthalten sie große Mengen an Ballaststoffen, weswegen sie lange satt machen.
Vitamine sind in mittleren Mengen enthalten, bis auf das Provitamin A, dieses ist in höherer Dosis enthalten.  Der Wasseranteil in Pastinaken ist geringer als in vielen anderen Gemüsearten, dafür ist der Zuckeranteil recht hoch, was den süßlichen Geschmack erklärt. Für Diabetiker sind Pastinaken wegen des enthaltenen Inulin sehr verträglich. Aber nicht nur für Diabetiker ist das Inulin gut. Inulinhaltige Speisen haben positive Auswirkungen auf die Darmflora, da das Inulin von für die Darmflora relevanten Bakterien verarbeitet wird. Dadurch, dass Pastinaken gut zu verdauen sind, eignen sich gegarte Pastinaken hervorragend als Babynahrung.
Pastinaken gelten in der Volksmedizin als potenzfördernd und appetitanregend.

Empfindliche Personen sollten bei der Berührung der Blätter in Kombination mit Sonneneinstrahlung vorsichtig sein. Da es zu einer phototoxischen Reaktion (Ausschläge, die Verbrennungen ähneln) kommen kann.

Vom Einkauf, über die Lagerung, bis hin zur Verarbeitung:
Pastinaken sind ein typisches Herbst/Winter Gemüse, das ab September bis zum ersten Frost geerntet wird. Die Wurzeln sind recht unempfindlich, sie lassen sich sehr gut einlagern ohne an Qualität zu verlieren.
In der Verarbeitung und Zubereitung sind die Pastinaken eine Kombination aus Karotten und Kartoffeln.  Man schält sie und entfernt alle harten Stellen. Man kann sie roh essen, garen und zu Püree oder Suppen verarbeiten.
Zum Beispiel kochen Sie die gleiche Menge Kartoffeln und Pastinaken, geben nach Belieben etwas Sahne hinzu, pürieren alles und schmecken es mit frischen Kräutern ab. Schon haben Sie eine wohltuende Cremesuppe, die Ihrem Körper und Geist die nötige Wärme für die  kalten Wintertage gibt.
Was Sie nicht versäumen sollten, einmal frittierte Pastinaken zu kosten, sie schmecken vorzüglich. Oder Sie schneiden die Pastinaken in Scheiben und braten sie in Pflanzenöl an. Pastinaken haben einen ausgeprägten süßlichen Eigengeschmack, da sie nicht so knackig sind eignen sie sich etwas weniger als Rohkost. Kleinere Exemplare sind, wie bei anderen Gemüsen auch, zarter.

Probieren Sie doch einmal unsere leckeren und beliebten Gertrudenhof-Rezepte aus.

 

Pastinakensuppe_8.JPG

Geschichte:
Die Herkunft der Pastinaken lässt sich nicht eindeutig bestimmen, da sie auf bildlichen Darstellungen den Karotten sehr ähnelt und somit leicht verwechselt werden. Es wird vermutet, dass sie als Wildpflanze bereits in der Jungsteinzeit verzehrt und evtl. sogar angebaut wurde. Aus der Römerzeit gibt es einige Überlieferungen, die auf den Anbau in Deutschland hinweisen können. Eindeutige Nachweise gibt es aber erst aus dem Spätmittelalter in Frankreich und seit dem 16. Jahrhundert auch für den deutschen Raum. In den nachfolgenden Jahrhunderten galt die Pastinake wegen ihres hohen Zucker- und Stärkegehalt als wichtiges Grundnahrungsmittel. Bis sie im 18. Jahrhundert von der ertragreichen und unkomplizierten Kartoffel abgelöst wurde. Die Pastinake ist dann in Vergessenheit geraten, bis sie in den 90er Jahren in dem ökologischen Landbau ein kleines Comeback feierte. Bis heute gehört sie nicht zum Standardrepertoire der Supermärkte, ausschließlich auf Wochenmärkten, in Naturkostläden und natürlich dem Gertrudenhof Bauernmarkt ist sie zu finden.