Weiße Deutsche Edelziege „Marshmallow“

Unser süßer Marshmallow zog im Januar 2026 im Gnadenhof Streichelzoo ein. Es ist en Abgabetier, denn seine nette Halterin konnte sich nicht mehr weiter um ihn kümmern. Er war die letzte noch verbleibende Ziegen auf den bereits gekündigten Pachtflächen und suchte deshalb recht dringend ein neues Zuhause. Der verschmuste Marshmallow hat sich sofort gut in unsere bunte Gruppe integriert und wurde mit seiner liebenswerten und kuscheligen Art sofort ins von uns ins Herz geschlossen.  Auch unsere kleinen und großen Besucher sind ganz begeistern von Marshmallow, denn man sieht ihm an, wie toll er die viele Aufmerksamkeit, die Leckereien und Schmuseeinheiten im Streichelzoo genießt.

Mit seiner Größe und den imposanten Hörnern ist er schon eine Erscheinung, unser Marshmallow. Von allen Schafen und Ziegen im Gertrudenhof Streichelzoo ist Marshmallow mit Abstand der Größte. Wenn er sich dann noch ganz lang streckt, um auf der Weide an ein paar Blätter der Bäume zu gelangen, die er dann genüsslich nascht, schauen die anderen Schafe und Ziegen, die schlicht zu klein sind für diese Nascherei, meist sehr neidisch drein.

Die Weiße Deutsche Edelziege (WDE) ist zusammen mit der Bunten Deutschen Edelziege (BDE) die mit Abstand am häufigsten gehaltenen Milchziegenrassen in Deutschland. Die beiden Ziegenrassen unterscheiden sich in der weißen bzw. braunen Farbe. Böcke können bis zu 1m groß werden und 70-100kg wiegen. Es kommen sowohl behornte als auch hornlose Tiere vor.

Offiziell gibt es es die Rasse seit 1928. Damals wurden in Deutschland unter dem Namen „Weiße Deutsche Edelziege“ alle weißen Ziegenschläge, die es immer schon gab, zu einer Rasse zusammengefasst. Durch die Einkreuzung von leistungsstarken Schweizer Saanenziegen und Appenzeller Ziegen wurde die Milchleistung daraufhin durch gezielte Zucht gesteigert, wodurch sie zu einer hochproduktiven Milchziegenrasse geworden ist. Die Tagesleistung liegt bei guter Haltung oft zwischen 3 und 5 Litern.  

Mittlerweile wird die Rasse in vielen Ländern der Welt für leistungssteigernde Kreuzungszuchten oder auch in Reinzucht gehalten.

Dennoch gilt die Rasse in Deutschland als gefährdete Nutztierrasse und wird in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) als Beobachtungspopulation geführt, da ihre Bestände trotz hoher Milchleistung zurückgegangen sind.

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