Merinoschaf „Mickey“ & die beiden Mixe „Molly“ & „Wolly“

Im Gertrudenhof Streichelzoo lebt Merino Schaf Oma Mickey. Mickey kam schon als Lämmchen zu uns und musste mir der Flasche aufgezogen werden, wodurch sie auch besonders zahm und verschmust geworden ist. Sie lässt sich am Streichelzoo liebend gern von den Kindern streicheln und begutachten. Ein paar Minuten genügen dann aber bitte auch, schließlich sind sie sehr mit grasen beschäftigt.

2026 kamen als Abgabetiere die beiden Mischlinge Molly & Wolly in den Gertrudenhof Gnadenhof.  Die private Halterin musste die beiden Schafe leider abgeben, da sie sich nicht mehr richtig um sie kümmern konnte. Die beiden sind noch etwas schüchtern gegenüber direktem Kontakt mit Menschen, lassen sich aber gern schon von unseren Besuchern am Zaun füttern und streicheln.

Das Merinolandschaf ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Rasse. In Bayern sind etwa 70% aller Schafe dieser Rasse angehörig. Sie gehören zur Rasse der Feinwoll-Schafe, wobei zwischen Merinofleischschaf sowie dem Merinolandschaf unterschieden wird. Allgemein typisch für das Merinoschaf ist der lange und keilförmige Kopf, der einen ganz typischen Wollschopf, die sogenannte Schaupe, trägt. Am Kopf befinden sich leicht hängende und breite Ohren, mit deinen sie einfach putzig aussehen.

Die meisten Merinoschafe sind hell, so wie unsere Mickey, daher ist es gut möglich, dass Molly und Wolly Mixe sind, mit anderen dunklen Schafsrassen, wie z. B. dem Zwartbless oder einem Bergschaf – leider ist das aber nicht genau bekannt. In Deutschland wurden Merinoschafe oft mit einheimischen Rassen gekreuzt. Auf diese Weise entstand das Merinolandschaf und 1860 auch das Merinofleischschaf.

Zurückzuführen sind die Merinoschafe auf die nordafrikanischen Berber, die Merinowolle verkauften, was 1307 erstmals in einem Kaufvertrag niedergeschrieben wurde. Im Westen Marokkos kommen heute noch dem Merino ähnliche Rassen vor. Im Hochmittelalter gelangten Merinoschafe nach Spanien, wo sie wegen ihrer begehrten Wolle große wirtschaftliche Bedeutung erlangten. Die Ausfuhr der Merinos wurde damals sogar durch das spanische Königshaus bei Todesstrafe untersagt. Dadurch konnte Spanien bis zum 18. Jahrhundert mit der so genannten „spanischen Wolle“ weltweit Handel treiben. Erst im 19. Jahrhundert gab es auch in anderen Ländern große Merinoherden. Heute sind Australien und Neuseeland die Hauptlieferanten für Merinowolle. Die Tiere geben jährlich zwischen 2-10kg Wolle, aus denen sich allerlei warme Kleidung machen lässt.

/* Always have wp_footer() just before the closing * tag of your theme, or you will break many plugins, which * generally use this hook to reference JavaScript files. */