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Tulpenparadies Gertrudenhof

Pünktlich zum Frühlingsanfang verwandelt sich der Gertrudenhof wieder in ein wahres Meer aus Hunderttausenden von Blüten! Auf über 25.000m² wachsen nun wieder über 70 Sorten Freilandtulpen. Die farbenfrohen Frühlingsboten werden täglich frisch gepflückt und sind dann bis Anfang Mai in einer großen Auswahl im Hofladen des Erlebnisbauernhofes erhältlich! Lassen Sie sich bezaubern von der Magie der Tulpen und entdecken Sie das Tulpenparadies Gertrudenhof!

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Praktische Tipps rund um die Tulpe:

  • Frisch anschneiden: Stiele mit einem scharfen Messer schräg anschneiden, damit die Tulpen in der Vase besser Wasser aufnehmen können!
  • Tulpen haben großen Durst: Deshalb Wasserstand täglich prüfen!
  • Frisches Wasser verlängert die Haltbarkeit: Am besten das Tulpenwasser nur bis zu einem Drittel füllen und jeden Tag frisches Wasser dazugeben!
  • Einritzen unter der Blüte: Wenn Sie möchten, dass auch Tulpen mit sehr großen, schweren Köpfen nicht hängen, sondern gerade in der Vase stehen, ritzen Sie unter der Blüte den Stiel ein wenig ein. Die Tulpe saugt dann mehr Wasser und bleibt gerader stehen.
  • Niedrige Vasen bieten „Spielraum“: Wer die Veränderung, der in der Vase noch weiter wachsenden Tulpen jedoch ganz bewusst genießen möchte, wählt am besten eine möglichst niedrige Vase, denn dann haben die Tulpen viel Raum nach allen Seiten!
  • Den richtigen Standort wählen: Die Tulpenvase möglichst nicht ins direkte, pralle Sonnenlicht oder unmittelbar vor Wärmequellen platzieren!

Tulpen im eigenen Garten

Sie möchten nicht nur in der Vase sondern auch in Ihrem eigenen Garten den Zauber der Tulpen genießen? Will man lange Freude an gepflanzten Tulpen haben, so ist einiges zu beachten: Wir haben hier einige Tipp´s für Sie!

  • Tulpen bevorzugen sonnige Standorte, vertragen aber auch Halbschatten. Die frühen Sorten und Wildtulpen brauchen am meisten Sonne.
  • Bevorzugte Böden sind sandige Lehmböden, Tulpen gedeihen aber in der Regel auf jedem gesunden Gartenboden.
  • Saurer Boden oder Staunässe sind zu vermeiden.
  • Zwischen September und November pflanzt man die Tulpenzwiebeln etwa 8 cm tief ein. Tulpenzwiebeln sollten immer in Gruppen eingepflanzt werden, denn ein Hort, der wie ein richtiger Blumenstrauß aussieht, ist immer am wirkungsvollsten.
  • Nach dem Pflanzen ist eine Abdeckung mit Düngetorf angebracht.
  • Kurz vor dem Verwelken und Herunterfallen der Blütenblätter sollten die Tulpen unterhalb der Blüte abgeknipst werden.
  • Will man die Zwiebel aus der Erde nehmen, muss das nach dem Verwelken des Laubes im Juni bis Juli erfolgen.
  • Bis zum Herbst die Tulpenzwiebeln im Keller trocken und luftig lagern.

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Kulturgeschichte der Tulpe:

1100

Tulpen als Initialen in einer italienischen Bibel.

1520 – 66

 

In der Türkei findet unter Suleiman dem Prächtigen eine Tulpen-Ära statt.

1554

Ein Gesandter des Habsburger Reiches, Ogier Ghislain de Busbecq, bringt einige Tulpenzwiebeln aus der Türkei dem Botaniker Carolus Clusius nach Wien.

1593

Carolus Clusius wird Direktor des Botanischen Gartens in Leiden (Holland) und pflanzt dort die ersten Tulpenzwiebeln.

1600 - 50

Die Tulpe wird zu einer exklusiven Gartenpflanze.

Sie wird an gut sichtbaren Stellen im Garten gepflanzt.

1600

Die ersten Züchter etablieren sich im Süden von Haarlem.

1610 - 37

Die Entwicklung im lebhaften Tulpenzwiebelhandel führt zu wilden Spekulationsgeschäften und zur „Tulpomanie“. Die Preise für Tulpenzwiebeln steigen ins Unermessliche:

Für einige Sorten werden Summen in der Höhe des Wertes eines Hauses an den Grachten bezahlt.

1637

Der Tulpenwahn findet ein jähes Ende, als der Markt für Tulpen über Nacht zusammenbricht.

Viele Menschen stehen vor dem finanziellen Ruin.

18. Jh.

Tulpen verlieren an Bedeutung zugunsten von Hyazinthen.

19. Jh.

Die Blumenzwiebelzucht breitet sich in den Niederlanden aus, vor allem in der Region um Lisse.

2015

Züchterischer Fleiß hat zur beeindruckenden Sortenvielfalt geführt. Inzwischen sind mehr als 5.000 verschiedene Tulpennamen registriert. Die 70 schönsten Sorten gibt’s hier beim Gertrudenhof !


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Botanischer Hintergrund:

  • Der Name Tulpe ist der persischen Bezeichnung „toliban“ nachgebildet, die ihrerseits auf das Wort „dolbend“ = Turban zurückgeht. Denn die Blüten sind tatsächlich das, was für die Perser der Turban ist: das oberste, meistens prunkvolle, ins Auge fallende Merkmal einer Persönlichkeit!
  • Beheimatet sind die Wild-Tulpen in den weiten steppen Turkestans, aber auch in Transkaukasien, den südlichen Regionen des Kaukasus, in Afghanistan und in Persien.
  • Die erste Beschreibung einer in Deutschland blühenden Tulpe verfasste   der Schweizer Professor Conrad Gesner (1515-1665), der Exemplare im Garten des Kaufmanns Herwarth in Augsburg sah.
  • Der lateinische botanische Begriff lautet „Tulipa“. Botanisch gehört die Tulpe zur Gattung der Liliengewächse (Liliaceae).
  • Die Tulpe ist ein Spitzkeimer: Der junge Sproß hat eine sehr harte Spitze. Diese wird durch das äußere Blatt gebildet, das die anderen Blätter umhüllt. Mit ihr kann der Sproß sogar eine feste Erdschicht durchstoßen.

Nach der Ernte:

  • Die abgeblühte Tulpenzwiebel zerfällt nach der Blüte, hinterlässt aber eine blühfähige Tochter-, oder Ersatzzwiebel und mehrere kleine Brutzwiebeln, die aber bis zur Blühfähigkeit noch 1-2 Jahre weiterkultiviert werden müssen.
  • Die Tulpenzwiebeln werden deshalb nach der Blühte und dem Einziehen des Laubes aus dem Boden geholt und dann geputzt, sortiert, getrocknet und unter kontrollierten Bedingungen eingelagert.
  • Im Herbst werden die Zwiebeln dann auf einer neuen Fläche wieder eingepflanzt.