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Weihnachtssterne vom Gertrudenhof -

das Blüten-Highlight der Adventszeit

IMG_6591.JPGNicht nur das dekorative Erscheinungsbild, auch die Tatsache, dass der Weihnachtsstern pflegeleicht ist, machen ihn zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen. Der Weihnachtsstern blüht ab der Vorweihnachtszeit mit kleinen, unscheinbaren, gelben Blüten und ist von Anfang November bis Weihnachten erhältlich auf dem Erlebnisbauernhof Gertrudenhof. Die auffälligen Blätter sind Hochblätter (Brakteen), die sich um die eigentlichen Blüten bilden.
Es gibt Weihnachtssterne mit leuchtend roten, rosa, cremeweißen - einfarbigen oder zweifarbigen Hochblättern.

In seiner Heimat Mittelamerika wird der Weihnachtsstern bis zu 3 Meter hoch, ältere Weihnachtssterne blühen mit vielen Verzweigungen mehr oder minder das ganze Jahr über. Bei uns erreicht er nur etwa 80 cm; sie werden so gezüchtet, daß sie um die Weihnachtszeit zur Blüte kommen.
Weihnachtssterne sind sogenannte Kurztagspflanzen, die nur dann blühen, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Licht abbekommen. Das ist an den Heimatstandorten, nicht sehr weit vom Äquator entfernt, ganzjährig der Fall. In Mitteleuropa wird in spezialisierten Zuchtbetrieben ab ungefähr Oktober die Nachtruhe künstlich mit schwarzen Folien auf mindestens 12 Stunden verlängert, so daß pünktlich zum Advent die Pflanzen farbige Brakteen ansetzen. Durch Anwendung dieser Technik kann man Weihnachtssterne aber auch zu jeder beliebigen anderen Jahreszeit zur Blüte bringen.
Oft werden die Weihnachtssterne nach Weihnachten achtlos in den Mülleimer geworfen, obwohl es sich nicht um einjährige Pflanzen handelt. Mehrjährige Kultur ist sehr einfach möglich, wenn man sie im Frühjahr (März bis April) zurückschneidet und in frisches Substrat umtopft. Im Sommer stellt man sie dann vorzugsweise ins Freie. Die Blüteninduktion kann man bei kleineren Pflanzen im Herbst dann sehr leicht durch tägliches Abdecken mit einem lichtdichten Eimer o.ä. erzwingen. Oft genug fangen die Pflanzen aber auch ohne künstliche Maßnahmen von selbst an zu blühen, meistens dann aber nicht pünktlich zum 1. Advent.

Da Euphorbia pulcherrima zu den Wolfsmilchgewächsen gehört, ist die Pflanze insgesamt leicht giftig. Jedoch ist, sofern der Nachwuchs wirklich mal in die Pflanze beißt, nicht gleich mit dem Schlimmsten zu rechnen. Zu viel mehr als Übelkeit oder einer Magenverstimmung ist der Weihnachtsstern wohl kaum in der Lage.

IMG_6589.JPGUnsere Pflege-Tipps:

* Der Weihnachtsstern braucht einen hellen Standort. Auch Halbschatten wird toleriert, sofern die Temperatur nicht zu hoch ist.

* Ist das Zimmer zu gut geheizt, halten die Hochblätter nur einige Wochen, bei Temperaturen um 20 Grad bleiben sie monatelang.

* Euphorbia pulcherrima benötigt nur wenig Wasser. Das Substrat sollte wirklich nur leicht feucht sein. Wenn man den Finger in das Substrat bohrt und dabei schon Nässe spürt, ist es deutlich zu nass. Häufigster Pflegefehler ist daher zu häufiges und zu reichliches Gießen.

* Insbesondere vertragen Weihnachtssterne keine Staunässe. Gelbwerden der Blätter und schlimmstenfalls Absterben der Pflanze wäre die Folge.

* Sehr gut funktioniert die Tauchmethode, bei der der Wurzelballen solange in Wasser getaucht wird, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach läßt man das überschüssige Wasser mehrere Minuten lang ablaufen und stellt dann die Pflanze erst wieder in den Übertopf. Das nächste Mal getaucht wird erst, wenn das Substrat ziemlich trocken geworden ist, je nach Umgebungsbedingungen mitunter nach mehr als einer Woche.

* Solange das fast immer verwendete Torfkultursubstrat an der Oberfläche dunkel ist, ist es mit Sicherheit noch feucht genug.

* Während der Blütezeit und immer dann, wenn die Pflanze wächst, ein- bis zweimal pro Woche mit einem beliebigen Volldünger, der nach Herstellervorschrift angesetzt wird, düngen.
* Unbedingt vermeiden: Zugluft- bzw. Durchzug sowie Temperaturen unter 12°C.

Weihnachtssterne in der Blumenvase
Es kann schon mal passieren, dass man aus Versehen einen Zweig von einem Weihnachtsstern abbricht. Diesen muss man nicht direkt auf den Kompost bringen, sondern kann sich daran noch einige Tage in der Blumenvase erfreuen. Wichtig ist nur, dass der Stiel richtig vorbereitet und nicht einfach nur ins Wasser gestellt wird, da dieser sonst nicht lange halten würde: Schneiden Sie den Stiel an und stoppen dann den Saftstrom, indem Sie die Schnittstelle kurz über eine Kerzenflamme halten

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