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Ein Frühling ohne Tulpen – undenkbar!

Ob in Töpfen, als Stars in der Vase oder in Gruppen im Beet: Tulpen machen stets eine gute Figur!
Das ist wohl auch der Grund, warum sie zu den beliebtesten Frühlingsblühern zählen. 

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Dieses Liliengewächs ist mit Abstand das variantenreichste unter den Frühlingsblühern.
Ihre ursprüngliche Wildform trug duftende, gelbe Blüten. Heute reicht die Farbpalette von strahlendem Weiß und hellen Pastelltönen über leuchtende Rot- und Gelb-Nuancen bis hin zu fast schwarzen Tönen. Häufig sind ihre Blüten sogar zweifarbig.
Aber nicht nur Ihre Farben-, sondern auch ihre Formenvielfalt begeistert uns jedes Jahr aufs Neue. Hier haben sich die Züchter so richtig ausgetobt und es sind ihnen echte Meisterwerk gelungen: mal schmal und lang, mal rundlich, tailliert oder gefranst.

Turban oder Tulpe?

Ihr Name stammt von dem persischen Wort „Dulbend“ ab, was übersetzt „Turban“ heißt. Und wirklich erinnert die Form an die spitze, turbanähnliche Kopfbedeckung, welche die Menschen in Asien früher trugen. Denn der Ursprung der Tulpe liegt in Zentralasien, wo auch heute noch die meisten Wildtulpen zu finden sind. Bereits in den Erzählungen von Tausendundeine Nacht kommen Tulpen vor. Im Mittelalter waren sie in der Türkei äußerst beliebt. Bis heute gilt sie dort als Nationalblume. Im 16. Jahrhundert gelangten die ersten Zwiebeln dann nach Mitteleuropa. Besonders die Holländer waren es, die das Gewächs für sich entdeckten. Im 17. Jahrhundert setzte dort eine regelrechte „Tulpomanie“ ein. Für seltene Exemplare bezahlten wohlhabende Liebhaber schwindelerregende Summen und die Tulpe wurde zu einem gigantischen Spekulationsobjekt. Ihre Zwiebeln wurden zur damaligen Zeit mit dem Vielfachen ihres Gewichtes in Gold aufgewogen. Dieser Tulpenwahn endete schließlich mit einem gewaltigen Börsencrash, der manch Spekulanten um Hab und Gut brachte.

Weltweit werden heutzutage um die 3500 Sorten angebaut.  

Ein Blütenreigen, welcher sich über vielen Wochen hinweg zieht

Das Tulpenjahr beginnt im März, wenn die ersten Wildarten ihre Blüten öffnen. Wenige Wochen später folgen die frühen Gartensorten. Der Höhepunkt ist Ende April, Anfang Mai erreicht. Mitte Mai folgen die späten Sorten, die ihre Blüten teils bis in den Juni hinein zur Schau stellen.

Auf dem Gertrudenhof treiben wir´s bunt

IMG_3304.JPGFür größere Töpfe und Kübel eignen sich vor allem niedrigere Sorten mit festen Stielen. Sie lassen sich hervorragend mit anderen Frühlingsblühern kombinieren. Auf dem Gertrudenhof bekommen sie bereits jetzt ausgetriebene Pflanzen. Besonders frisch wirkt die Kombination aus weißen Tulpen und Perlhyazinthen. Diese sind selbstverständlich auch bei uns erhältlich.

Das neue Zuhause

Am besten gedeihen die Zwiebelpflanzen an sonnigen Standorten mit nährstoffreichem und lockerem Boden, wo sie mit etwas Pflege mehrere Jahre bleiben können.

Achten Sie beim Kauf von ausgetriebenen Pflanzen darauf, dass die Tulpen noch nicht voll aufgeblüht sind. Unser Tipp: Pflanzen aus warmen Gewächshäusern sollten in frostigen Nächten ins Haus geholt werden.

Und sollte Ihnen die Blumenerde einmal ausgegangen sein, kommen Sie einfach zum Getrudenhof. In unserem Blumenparadies haben wir selbstverständlich auch die passende Erde für Sie da.

Je größer, je schöner

Um einen kräftigen Blütenflor zu erhalten, sollten die Zwiebeln einen Umfang von 11 bis 12 cm haben. Hier lautet die Devise: je größer die Zwiebel, desto schöner die spätere Blüte.

Unser Tipp: Wählen Sie Sorten aus verschiedenen Gruppen und mit unterschiedlichen Höhen aus, dadurch verdecken die später und höher blühenden Tulpen die verwelkenden Blätter der zeitigeren Sorten.

Pflege

Es ist ratsam gleich nach der Blüte die welken Blütenstände abzubrechen. Auf diese Weise verhindern Sie die Samenbildung und die ganze Kraft kann in den Aufbau der neuen Tochterzwiebeln fürs Folgejahr gesteckt werden. Die alte Zwiebel stirbt nach der Blüte ab.

Die Blätter entfernen Sie hingegen bitte erst, wenn diese gelb und vertrocknet sind. Die Pflanze benötigt das Laub noch, um genügend Nährstoffe für das kommende Jahr einzulagern.

Tulpen legen im Sommer eine Ruhephase ein, in der sie möglichst trocken stehen möchten.

Bei feuchten Böden kann man weniger robuste Zwiebeln nach dem Zurückschneiden aus der Erde nehmen, reinigen und bis zum Herbst kühl und trocken lagern.

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Ab ins Beet

Pflanzzeit für neue Tulpen ist zwischen September und Anfang November. Locker ins Beet eingestreut genügen 10 bis 15 Zwiebeln pro Quadratmeter, bei reinen Tulpenflächen rechnet man 40 bis 50 Stück. Die Zwiebeln werden zwei- bis dreimal so tief gesetzt, wie sie hoch sind. Schwere Lehm- und Tonböden zuerst lockern und Sand oder Kies auf den Grund des Pflanzenlochs geben.

Schon bei der Pflanzung, spätestens beim Austrieb der Blätter im Frühjahr gibt man einen organisch-mineralischen Dünger dazu oder verwenden Sie direkt unsere Blumenerde mit viel Depotdünger von Stender.

Bilden sich in den Folgejahren nur noch Blätter, aber kaum mehr Blüten, kann Nährstoffmangel der Grund sein oder das Laub wurde im Vorjahr zu früh entfernt. Leider lassen aber auch viele Zuchtsorten bereits meist ab dem dritten Jahr deutlich nach und müssen ersetzt werden.

Tulpenliebhaber

Da Tulpen mit zu den Lieblingsspeisen von Wühlmäusen zählen, sollten Sie die Zwiebeln am besten in einem Drahtkorb in die Erde einsetzen. Bei sehr hartnäckigen Nagern können Sie auf unserem Hof auch auf wühlmausresistente Blumenzwiebeln wie Narzissen oder Perlhyazinthen zurückgreifen.

Vasenspektakel

Auf dem Gertrudenhof  legen wir großen Wert auf qualitativ hochwertige Schnittblumen und absolute Frische. Aus diesem Grund erhalten Sie bei uns stets geschlossene Schnitttulpen!

Denn schon nach einer Nacht bei Zimmertemperatur entfalten die Tulpen ihre volle Pracht. Jetzt können Sie buchstäblich dabei zusehen, wie die Blüten sich allmählich öffnen, die Blumen ihre steife Haltung verlieren und die Stängel immer länger werden.

Um Tulpen in der Vase länger frisch zu halten, sollten Sie das Wasser häufiger wechseln, damit sich die schädlichen Mikroorganismen gar nicht erst vermehren können.    

Als bunter Frühlingsgruß kann ein Tulpenstrauß dazu beitragen, den grauen Winter zu vertreiben. Gerne zaubern Ihnen unsere Hoffloristinnen wunderschöne Sträuße – ob mit oder ohne Tulpen – ganz nach  Ihren persönlichen Wünschen. Kommen Sie einfach vorbei, lassen sich inspirieren oder auch gerne beraten.

Lesen Sie hier Weiteres zu den Frühlingsboten:

Sehen Sie hier den Center TV Blumentipp: "Tulpen-Special - Tipps rund um die Tulpe"