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Stiefmütterchen & Hornveilchen - die farbenfrohen Gesichter des Frühlings

DSC_0135.JPGDer Frühling hat viele Gesichter. Dieser Ausspruch gilt besonders für das Stiefmütterchen und ihre kleine „Schwester“ das Hornveilchen. Lassen Sie Ihren Blick über ein Beet mit diesen wunderschönen und farbenfrohen Frühlingsblühern schweifen, dann scheint es, als ob jede ein anderes Gesicht hat.

 

Also, wenn Sie das Gefühl haben, der Winter mag gar nicht vorbei gehen, dann kommen Sie zu uns auf den Gertrudenhof. Unsere Mitarbeiter in der Floristik helfen Ihnen gern dabei, damit auch Sie bald den Frühling zu Hause haben.

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 Schauen wir uns die Gemeinsamkeiten der beiden Pflanzen an:

  • Sie gehören zur Gattung der Veilchen. Dies erkennt man daran, dass sie 5 Kelchblätter, 5 Kronblätter und 5 Staubblätter haben. Außerdem ist der Fruchtknoten unterständig mit 2-5 Fruchtblättern.
  • Die Blütenblätter beider Pflanzen sind essbar und machen jedes Gericht zu einem echten Hingucker. Verwenden Sie die Blüten ganz natürlich auf einem Salat oder kandiert auf Torten.

Aber: Achten sie aber darauf, nur Blüten zu verwenden, die nicht mit Pestiziden behandelt wurden.

Unser Tipp:

  • Kandierte Blüten erhalten Sie, wenn Sie die Blüte mit einem Eiweiß-Wassergemisch bestreichen, sorgfältig und vorsichtig mit Zucker bestreuen und an einem trockenen Ort über Nacht stehen lassen. Alternativ können Sie sie auch bei etwa 50°C für ca. 2 Stunden im Ofen trocknen.

Wo sind die Unterschiede zwischen Stiefmütterchen und Hornveilchen?

  • Sieht man sich beide Pflanzen an, fällt eines sofort ins Auge, denn Stiefmütterchen sind größer als ihre Verwandten.
  • Außerdem haben Stiefmütterchen 4 ihrer Kronblätter nach oben und 1 nach unten gerichtet. Hornveilchen dagegen haben 3 Kronblätter nach oben und 2 nach unten.

 

Nun sehen wir uns doch die einzelnen Frühlingsblüher genauer an:

Das Garten-Stiefmütterchen

Das Stiefmütterchen gibt es in vielen Variationen. Es gibt sie einfarbig und in leuchtenden Farben um größere Flächen oder Rabatten zu bepflanzen. Hierbei hat jeder einen wunderschönen Anblick über ein „Meer“ dieser wunderschönen Pflanzen. Oder sie wählen die mehrfarbigen Blüten. Bei ihnen reicht die Palette von pastelligen bis hin zu kräftigen Farben. Diese sind besonders schön für die Ansicht aus der Nähe.

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Unser Einkauftipp:

  • Beim Kauf von Jungpflanzen sollten Sie darauf achten, dass sie gut eingewurzelt  und gedrungen gewachsen sind. Diese werden schnell zu dichten und farbenprächtigen Kissen wachsen. Pflänzchen, die locker und lang gewachsen sind, werden sich nicht gut entwickeln.  Pflanzen Sie sie nicht tiefer in die Erde als sie im Topf waren.

Anbau:

Es gibt zwei Möglichkeiten, durch die Sie sich im Frühling an Stiefmütterchen erfreuen können.

  • Zum ersten besteht die Möglichkeit im Frühjahr fertige Jungpflanzen zu kaufen und diese dann in Ihr Beet zu pflanzen. Dazu sollte die Erde weitgehend frostfrei sein.
  • Oder Sie wählen die zweite Möglichkeit, indem Sie spätestens im Winter die Saat aussäen. Dann blühen Ihre Stiefmütterchen im Frühling.
  • Mit der Zeit können sie eine Höhe von etwa 30 cm erreichen.
  • Die Pflanzen mögen feuchten, wasserdurchlässigen und nährstoffreichen Boden. Wählen Sie einen Platz im Halbschatten. In direkter Sonne verlieren sie schnell ihre Kraft.
  • Doch nicht nur im eigenen Garten sind die Stiefmütterchen ein echter Blickfang, denn auch in Töpfen oder Balkonkästen gedeihen Sie prächtig und bringen Farbe auf die Terrasse oder den Balkon.

Pflege:

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    Das Stiefmütterchen ist relativ pflegeleicht.
  • Wichtig ist es, den Boden immer leicht feucht zu halten und verwelkte Blüten abzuzupfen. So können immer neue Blüten nachwachsen.
  • Bei richtiger Pflege blühen sie bis in den Sommer hinein.
  • Meist werden die Stiefmütterchen nach der Blüte entsorgt. Dies muss aber nicht passieren, denn die meisten Sorten sind winterhart und mit der richtigen Pflege kommen sie dann im Frühling wieder.

Unsere Pflegetipps:

Düngen:

  • In Bezug auf den Nährstoffbedarf ist das Stiefmütterchen recht genügsam, düngen ist also nicht unbedingt notwendig. Sollten Sie dennoch düngen, bietet es sich an, organischen Dünger zu verwenden.

Winter:

  • Im Winter sollten die Stiefmütterchen auch gegossen werden. Allerdings nur an frostfreien Tagen. Pflanzen, die im Topf oder im Kasten gehalten werden, stellen Sie am besten an die Hauswand und packen das Ganze gut ein. Sie sollten ruhig auch zwischen Boden und Gefäß eine Isolation legen. So ist die Pflanze besser vor Frost geschützt.

Die Sprache der Blumen:

  • Das Stiefmütterchen steht in der Blumensprache für die Erinnerung. Außerdem ist es das Sinnbild für die Kraft der liebevollen Gedanken. Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass man sie viel auf Friedhöfen antrifft. 

 

Das Hornveilchen

Hornveilchen gibt es, wie die Stiefmütterchen, in vielen leuchtenden Farben. Für jeden Geschmack ist sicher etwas dabei. Auch optisch ähneln sich beide Arten, nur dass das Hornveilchen sehr viel kleiner ist als seine große „Schwester“.

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Unsere Einkauftipps:

  • Sollten Sie die Möglichkeit haben, Pflanzen zu bekommen, die stecklingsvermehrt sind, sollten Sie diese bevorzugen. Diese Pflanzen sind nämlich ausdauernder und blühen länger und stärker.
  • Achten Sie beim Einkauf auch darauf, dass Ihre Pflanzen nicht aus dem Gewächshaus kommen, denn dann könnten sie draußen einen Kälteschock erleiden.

Anbau:

  • Die Aussaat der Hornveilchen erfolgt zwischen März und Juni in Saatschalen oder in einem Saatbeet im Freiland. Etwa zwischen Juli und August werden Sie pikiert und danach bis spätestens Oktober können Sie ausgepflanzt werden.
  • Sie können jedoch auch zu fertig gezogenen Jungpflanzen greifen. Dabei gibt es entweder die stecklingsvermehrten (aus einem Absenker gezogen) Hornveilchen oder die Sämlingspflanzen (aus Samen gezogen). Diese werden Sie in den meisten Gärtnereien oder Floristikgeschäften finden, denn sie sind schneller und einfacher gezogen, als die stecklingsvermehrten Pflanzen.
  • Hornveilchen mögen einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Am liebsten im Randbereich eines Beetes oder als Unterpflanzung von Sträuchern. Hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass sie noch genügend Sonne bekommen.
  • Der Boden sollte vorzugweise locker, frisch und durchlässig sein.
  • Sie können bei guten Verhältnissen eine Höhe von 10 cm erreichen.
  • Hornveilchen können sich schnell selbst aussäen und auf einmal an ganz anderen Orten und zwischen Trittplatten wieder auftauchen. Sie werden aber nicht lästig, weil sie leicht zu roden sind. Dies verhindern Sie natürlich, indem Sie die verwelkten Blüten immer abknipsen, so können sich keine Samen bilden.
  • Hornveilchen stammen ursprünglich aus den Pyrenäen und sind daher recht robust, allerdings überstehen die meisten  unseren Winter nicht.

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Unser Anbautipp:

  • Möchten Sie, dass sich Ihre Hornveilchen an einem bestimmten Ort aussäen, legen sie einfach eine Pflanze nach der Blüte an den passenden Platz und bald werden Sie dort auch Sämlinge haben.

Pflege:

  • Die Pflege beschränkt sich darauf, dass Sie den Boden immer leicht feucht halten und die verwelkten Blüten abknipsen müssen.
  • Ist die Zeit gekommen, in der Ihre Hornveilchen an Farbe verlieren, müssen Sie sie nicht direkt verbannen. Schneiden Sie die Stängel gut zurück, dann blühen sie bis in den Herbst hinein.
  • Möchten Sie allerdings, dass sie sich selbst vermehren, sollten Sie auf das zurückschneiden ganz verzichten.


Sehen Sie hier den Center TV Blumentipp: Stiefmütterchen, Hornveilchen und Co: