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Scheinbeeren

DSC_0041.JPGDie Scheinbeere zählt zu den immergrünen Sträuchern und ist aus der Gattung der Erika- oder Heidekrautgewächse. Der Name Scheinbeere leitet sich aus den Früchten ab, die wie Beeren aussehen aber eigentlich Kapseln sind.

Sie begleiten uns fast durch das ganze Jahr, da sie winterhart sind. Es beginnt mit weißen oder hellrosa Blüten im Juli oder August. Danach bilden sich die schönen roten, bei einigen Sorten auch weiße, Früchte die Sie bis ins Frühjahr hinein bewundern können. Zum Herbst hin färbt sich dann das Laub bronzefarben.

Tipps für Ihren Garten

Dadurch, dass sie nicht sehr hoch wird aber dafür breit, wird sie gern als Bodendecker im Beet eingesetzt. Dies ist wohl auch der Grund, weshalb man sie auch als „rote Teppichbeere“ kennt.

Der richtige Platz:

  • Wie alle Erika- oder Heidekrautgewächse steht auch die Scheinbeere nicht gern allein. Dies hat den Vorteil, dass zusammenhängende Bestände wachsen, durch die auch kein Unkraut mehr Platz hat.
  • Wählen Sie einen Ort mit saurem, feuchtem und humusreichem Boden.
  • Scheinbeeren benötigen einen hellen Platz. Aber nicht in der direkten Sonne, sondern eher im Halbschatten. Stehen die Pflanzen zu dunkel, lässt die Blüte nach und es werden dadurch auch weniger Früchte gebildet.

Die Pflege:

  • DSC_0059.JPGScheinbeeren sind nicht sehr anspruchsvoll. Wichtig ist nur, dass sie niemals austrocknen sollten.
  • Schneiden Sie zwischen März und April die Pflanze zurück. So werden das Wachstum und die Bildung der Knospen angeregt.

Unser Pflegetipp:

Düngen Sie von Frühling bis August etwa 1x im Monat mit kalkfreiem Rhododendrondünger.

Wichtig ist, nicht länger zu düngen, denn sonst wächst die Pflanze weiter und kann nicht verholzen. Die Folge ist, dass die Pflanze von unten her im Winter erfriert.

Tipps für Ihren Balkon

Dadurch, dass die Pflanzen nur ca. 10-15 cm hoch werden, sind sie perfekt für den Balkon geeignet.

Der richtige Standort:

  • Auch hier gilt es, wie im Garten, einen halbschattigen Platz zu finden. Stehen die Pflanzen in der vollen Sonne, verdunstet das Wasser bei Frost und kann vom gefrorenen Boden nicht neu aufgenommen werden. Die Folge ist, dass Ihre Scheinbeere vertrocknet.
  • Wählen Sie für den Topf saure Erde. Diese sollte außerdem humos und gut durchlässig sein.
  • Auch der richtige Topf oder Kasten ist wichtig. Da die Pflanzen immer gegossen werden müssen, kann ein ungeeignetes Gefäße durch Frost schnell Risse bekommen.

Die richtige Pflege:

  • Wie alle Heidekrautgewächse, sollte auch die Scheinbeere regelmäßig gegossen werden, denn sie mag keine längere Trockenheit. Sollte sie dennoch völlig ausgetrocknet sein, tauchen Sie sie unter Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  • Aber achten Sie auch darauf, dass die Pflanze niemals im Wasser steht. Gießen Sie daher erst, wenn die obere Erde trocken ist. Wasser, das in den Topf läuft, schütten Sie bitte weg, denn sonst entsteht schnell Wurzelfäule.

Unser besonderer Dekotipp:

DSC_0049.JPGKombinieren Sie Ihre Scheinbeere doch mit weißen Christrosen und Veilchen. So haben Sie eine wunderschöne Winterkombination, bei der Sie die Blüten bis in den April genießen können.

Einen tollen Effekt erreichen Sie auch durch Dekorationen, die in den Topf gesteckt werden können. Verwenden Sie zum Beispiel Tannenzweige oder -zapfen. Auch Äste von Misteln wirken sehr schön, wenn sie jetzt noch eine Lichterkette einarbeiten, haben Sie im Handumdrehen eine Weihnachtdekoration, um die Sie jeder beneidet.

Was Sie noch wissen sollten:

  • Die Früchte der Scheinbeere gelten als leicht giftig. Sollte jemand sie verzehren, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.
  • Allerdings ist das Öl, das aus den Blättern gewonnen wird, sehr aromatisch. Es findet unter anderem Anwendung in Kaugummis und in Zahncreme.