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Oleander – Die immergrüne Schönheit

Oleander_3.JPGDer Oleander gehört wohl zu den eindrucksvollsten Pflanzen des Mittelmeerraumes und nicht nur dort fühlt er sich wohl, er ist außerdem bestens geeignet, um sich das mediterrane Feeling auch in den eigenen Garten zu holen.

Ob als Hecke, Busch oder Bäumchen – die Mittelmeerschönheit verströmt mit ihren opulenten Blüten in Hell- und Dunkelrosa, Lachs, Hellgelb, Weiß und Rot wunderbare Urlaubsstimmung. Manche der von Juni bis September erscheinenden Blüten duften sogar zart. Einige Pflegehinweise sollten Sie aber beachten, damit der sonnenverliebte Oleander sich auch in unseren Gefilden so richtig wohl fühlt.

Das Perfekte Plätzchen:

Der Oleander ist auf Grund seiner Herkunft hervorragend an trockene Lebensräume angepasst. Er bevorzugt aber dennoch Standorte, an denen etwas mehr Wasser vorkommt. Damit der Oleander sich in seiner vollen Pracht präsentiert und möglichst viele Blüten ausbildet, braucht er einen warmen, sonnigen, wind- und regengeschützten Platz.

Ideal wäre hier beispielsweise die Süd- oder Südwestwand eines Hauses. Sie gibt sogar noch abends und nachts die gespeicherte Sonnenwärme weiter ab, wovon die davor stehenden Pflanzen profitieren können.

Sonnenscheindauer und Wärme sind also die wichtigsten Bedingungen für eine reiche Blüte. In kühlen und regenreichen Sommern blüht Oleander deshalb etwas weniger. Generell eignet er sich für Balkon, Terrasse und Wintergarten und kommt bei uns als Gartenstrauch und Kübelpflanze vor.

Die richtige Pflege:

Der Oleander mag vor allem Bedingungen, die denen seiner natürlichen Herkunft nahe kommen. Bei Standort und Gießgewohnheiten sollten Sie daher einiges beachten. Und durch rechtzeitiges Düngen und Schneiden haben Sie lange Freude an den ansehnlichen Kübelpflanzen.

  • Der Wasserbedarf ist wie bei den meisten Pflanzen, abhängig von Wärme und Sonneneinstrahlung, dementsprechend ist er im Winter, wenn der Oleander kühl steht, relativ gering. Es riecht aus einmal die Woche nach dem Oleander zu sehen, und nur dann zu gießen, wenn der Wurzelballen trocken ist.
  • Später stellt man die Kübel am besten in Untersetzter. So können durch die Wurzeln auch aus dem durchgesickerten Gießwasser noch Nährstoffe gezogen werden und nichts geht verloren. Im Sommer sollten Sie die Kübelpflanzen reichlich gießen. Bis zu drei Mal täglich heißt es nun zur Gießkanne zu greifen, denn der Oleander hat jetzt einen sehr hohen Wasserbedarf und es darf gerne Wasser im Untersetzer stehen bleiben, damit er ausreichend versorgt wird.

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  • Unser Tipp: Zum Gießen des Oleanders sollten Sie kein Regenwasser verwenden! Was praktisch und umweltfreundlich klingt, schadet dem Gewächs leider nur, denn mit der Zeit wird die Erde im Kübel sauer.  Dann können die im Boden enthaltenen Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden und es kommt zu Mangelerscheinungen. Damit der Oleander im Frühjahr schneller blüht, kann man lauwarmes Gießwasser verwenden.
  • Der jährliche Formschnitt sollte bevorzugt im Frühjahr nach dem Ausräumen bis zum Sommerhöhepunkt durchgeführt werden. Schneiden Sie etwa ein Drittel der Triebe bodennah ab. Die neuen Blüten erscheinen an den im vorigen Jahr gebildeten Zweigen. Die Blütenknospen entwickeln sich schon im Herbst.
  • Ein Rückschnitt vor dem Einräumen im Herbst mag aus Platzgründen oft nützlich erscheinen, ist aber nicht empfehlenswert. Da die Wurzeln der Oleanderpflanzen ganzjährig aktiv sind, würden sie mit Austrieb reagieren und das sollte zum Wohl der Pflanze im Winterquartier möglichst vermieden werden.
  • Um üppig zu blühen, brauchen Oleander einen hochwertigen Dünger, da die Pflanze einen besonders hohen Nährstoffbedarf hat. Gönnen Sie den Gewächsen von März bis spätestens Anfang September ein- bis zweimal pro Woche hochwertigen flüssigen Kübelpflanzendünger, damit sie sich gut entwickeln können. Sie sollten damit direkt nach der Ausräumung im Frühjahr beginnen, damit die Pflanzen einen guten Start in die Saison haben.
  • Auf eine spätere Düngung im Herbst sollten Sie besser verzichten, denn die Pflanze braucht ausreichend Zeit, um das Wachstum einzustellen und gut ausgereifte und verholzte Triebe für die Frosthärte ausbilden zu können. Im kalten Winterquartier wird nicht gedüngt, da die Pflanzen nicht aktiv sind und somit keine Nährstoffe verbrauchen.

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Vorsicht: Oleander ist giftig!

Der Oleander ist eine wunderschöne Kübelpflanze, trotzdem sollte man sich auch der Gefahren im Umgang mit dem Gewächs bewusst sein. Sie sollten unbedingt bei allen Schnittmaßnahmen Schutzhandschuhe tragen, denn der austretende Pflanzensaft kann Hautreizungen verursachen. Denken Sie auch daran, Hände und Arbeitswerkzeug besonders gründlich zu reinigen.

Gerade Familien mit Kindern sollten es vermeiden, den Oleander als Zierstrauch im Garten zu halten. Aber auch bei Tierhaltern ist Vorsicht geboten, denn Oleander ist auch für Hunde und Katzen, für Nager und für Vögel tödlich giftig.

Überwintern

Oleander ist bis zu -5 °C frosttolerant, daher sollte die Pflanze so spät wie möglich in ihr Winterquartier gebracht werden. Vorher kann man das Gewächs gut an geschützten Standorten nahe der Hauswand und in Vlies gehüllt vor allzu kalten Temperaturen schützen, denn oft folgen auch im Spätherbst noch einmal wärmere Tage.

Anschließend ist ein heller Raum mit Temperaturen von 0 - 10 °C das perfekte Winterquatier!