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Lavendel – Holen Sie dich den Duft der Provence in den eigenen Garten

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Violette Blüten, silbernes Laub und sein aromatischer, ganz typischer Duft wecken Erinnerungen an den letzten Urlaub in Südfrankreich.

Doch Lavendel sieht nicht nur schön aus und riecht gut, er dient außerdem schon seit Jahrhunderten als Heil-, Duft- und Gewürzpflanze. Schon die Römer benutzten Lavendel, um daraus duftende Bade-Essenzen zu gewinnen. Auch nach dem Wandel vieler Nutz- zu reinen Ziergärten hat Lavendel seinen festen Platz im Garten.

Bei uns im Pflanzenparadies auf dem Gertrudenhof gibt es nicht nur den herkömmlichen Lavendel ,sondern auch Schopflavendel.

Lavendel ist sehr Pflegeleicht, er muss nur selten gegossen werden und ist außerdem frostsicher und braucht zum Überwintern nicht ins Haus geholt werden

Das perfekte Plätzchen:

Lavendel mag es wie in der Provence sehr warm und sonnig. Er sollte außerdem nur ab und zu gegossen werden und eher trocken als zu nass stehen.

Besonderer Tipp:

Lavendel verholzt oftmals und treibt aus den verholzten trieben keine neuen Blüten mehr. Um dem Verholzen entgegengewirkt sollte, der Lavendel direkt nach der Blütezeit bis zur Hälfte zurückgeschnitten werden.

Wenn Sie den Lavendelduft aber nicht nur im Garten, sondern im ganzen Haus verspüren möchten, machen Sie es doch wie die alten Römern, denn aus Lavendel lassen sich zahlreiche sehr wertvolle Produkte und Anwendungen für zu Hause gewinnen. Die Palette reicht vom Duftsäckchen, über  Lavendel-Tee bis hin zum Lavendelöl.

Hier ein paar Tipps und Tricks, was bei der Herstellung dieser duftenden Produkte zu beachten ist:

Am Anfang jeden Dufts steht das trocknen der Lavendelblüten, man kann Lavendel auf zwei Arten ganz einfach trocknen.

  • Wer genügend Platz für die Trocknung besitzt, sollte zu folgender Variante greifen: Nach dem Ernten werden die einzelnen Stängel mit Gummibändern zu Bündeln gebunden und Kopf über aufgehängt. Die Gummibänder sorgen für genügend Halt, weil der Lavendel beim Trocknen zu schrumpfen beginnt. Sie verhindern also ein Herunterfallen. Beim Aufhängen ist auf genügend Abstand zwischen den Bündeln zu achten, damit die Luft sehr gut zirkulieren kann. Während des Trocknens dürfen Blüten nicht berührt werden, da sich so ein Teil ihres Duftes verflüchtigt. Durch ein Ausbreiten von Papier können herunterfallende Blüten sehr leicht aufgefangen werden. Am besten befindet sich der Lavendel an einem trockenen und gut belüfteten, dunklen sowie warmen Ort.
  • Wer keine Scheune oder einen ähnlich geeigneten Ort zum Trocknen hat, kann die Blütenstängel auch einfach lose auf einem Tablett oder einer anderen ähnlichen Unterlage verteilen.

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Unser Tipp:

Wichtig ist, dass die Blüten nicht in der Sonne trocknen, weil sonst so ein erheblicher Teil der wertvollen ätherischen Öle und anderer Wirkstoffe verloren gehen (Temperatur und Strahlung). Ähnliches gilt für das Trocknen im Backofen. Ab etwa 40 Grad Celsius nehmen die Öle zunehmend Schaden.   

Ob die Trocknung abgeschlossen ist, kann man daran feststellen, dass sich die Blüten einfach und behutsam von den Stängeln lösen lassen. Bei sehr guten Bedingungen dauert der Prozess nur etwa eine Woche. Falls die Trocknung länger in Anspruch nimmt, kann man davon ausgehen, etwas nicht optimal gemacht zu haben.

Duftsäckchen und Tee

Duftsäckchen eigenen sich hervorragend für Wäscheschränke und halten ihren Duft über Monate hinweg. Sie geben der Wäsche einen frischen und gewaschenen Geruch und halten Motten und Insekten fern. Wenn sie gelegentlich durchgeknetet und mit Lavendelöl beträufelt werden, bleibt ihr Duft länger erhalten

Lavendeltee lässt sich aus getrockneten Blüten ganz leicht selber machen. Verwendet werden entweder zwei TL frische oder ein TL getrocknete Lavendelblüten. Diese werden am besten mit 80 Grad Celsius Wasser übergossen und müssen für 3,5 Minuten ziehen. So kann der Tee seine ganze Wirkung entfalten und für Ruhe und Entspannung sorgen. Wir empfehlen nur Tee aus dem Echten Lavendel, möglichst wildwachsend, oder in Bio-Qualität.

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Lavendelöl

Um Lavendelöl herzustellen, sind getrocknete Lavendelblüten notwendig.

In ein weites Gefäß mit Schraubverschluss gibt man einen Esslöffel der getrockneten Lavendelblüten und fügt 200 ml Öl hinzu. Beim Öl empfiehlt sich Mandel-, Distel- oder Sonnenblumenöl.Von Olivenöl als Basis ist abzuraten, weil es den zarten Lavendelduft zerstören würde.

Das mit den trockenen Blüten und dem Öl gefüllte Gefäß wird nun gut zugeschraubt an einen warmen sonnigen Ort platziert. Dort sollte die Mischung alle zwei Tage vorsichtig geschüttelt werden. Nach 6 bis 8 Wochen ist das Lavendelöl fertig. Abschließend wird die Lavendel-Öl-Mischung durch ein Leinentuch filtriert und kann in ein geeignetes Gefäß umgefüllt werden.

Mit dem Lavendelöl kann man jederzeit sein Lavendelsäckchen wieder zu neuem Duft verhelfen. Es eignet sich aber auch als Badezusatz für ein Bad zu Entspannung.