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Eisbegonien

Ab Mai erfreuen uns die unermüdlichen Eisbegonien, die aus der Pflanzenfamilie der Schiefblattgewächse stammen. Eisbegonien punkten mit ihrem geringen Pflegebedürfnis, einer guten Schnittverträglichkeit und einer bemerkenswerten Standort-Toleranz. Darüber hinaus ist die Sortenvielfalt von Eisbegonien beeindruckend und lässt jeden Hobbygärtnern jede Menge Spielraum, um kreative Gestaltungsideen im Garten, auf dem Balkon und auf der Terrasse zu verwirklichen. Durch viele Züchtungen gelang es, die Eisbegonien nicht nur einfach, sondern auch gefüllt zu kultivieren.

Gerne berät Sie unser Floristik-Team auch telefonisch unter 02233 72816!

Bei uns auf dem Gertrudenhof im Innenhof finden Sie die richtiggehende Sorglos-Blume, die uns sowohl als Zimmerpflanze, als auch auf dem Balkon, der Terrasse und auf Gräbern das ganze Jahr hindurch mit ihren zahlreichen Blüten erfreut. Einzig über die Winterhärte, die der Name suggeriert, verfügt die Eisbegonie, auch Gottesaugen genannt, nicht. Bewundernswert sind jedoch die Blüten, die in den Farben weiß, rot oder rosa erhältlich sind. Dazu können die Blüten der Eisbegonien gegessen werden. Sie passen hervorragend in einen Salat. Aber auch zu dekorativen Zwecken, wie zum Beispiel auf einem schönen, angerichteten Teller, sind sie bestens geeignet.

Der Verzehr von Eisbegonien-Blüten:

  • In den Blüten der Eisbegonien ist das Carotinoiden und Oxalsäure enthalten. Diese sorgen für den zitrusartigen Geschmack.

Ihre Heimat und Bedeutung:

  • Eisbegonien, die aus der Gattung der Begonia stammen, kommen Ursprünglich aus Brasilien. Somit ist die Eisbegonie eine tropische Pflanze.
  • Der botanische Name „semperflorens“ bedeutet so viel wie dauer- oder immer- blühende Pflanze.

Ihr Aussehen:

  • Ab dem ersten Frühjahr bis zum ersten Frost erscheinen massig kleine Blüten.
  • Die Blätter sind je nach Sorte dickfleischig grün oder rötlich.
  • Sowohl gefüllte als auch einfache Eisbegonien wachsen buschig, aufrecht und erreichen meist eine Höhe von ca. 25 cm.

Das richtige Plätzchen:

  • Die immergrünen Eisbegonien eignen sich für Blumenbeete, Balkonkästen, Kübel, Ampeln, Pflanzschalen, Töpfe auf Terrasse und Balkon, zur Grabbepflanzung und auch für den Wintergarten.
  • Der Boden sollte humos, durchlässig und frisch sein.
  • Ob an einem sonnigen oder schattigen Standort, solange die Eisbegonien nicht austrocknen und sich keine Staunässe bilden kann, tolerieren sie jedes Örtchen.

Pflege-Tipps:

  • Eisbegonien sind selbstreinigende Pflanzen.
  • Gelb verwelkte Blätter sollten entfernt werden.
  • In einem hellen und kühlen Raum können Eisbegonien auch überwintern.
  • Im Frühjahr schneidet man sie lediglich zurück.
  • In der Regel reicht es, Eisbegonien wöchentlich zu Gießen. An sonnigen Tagen kann es auch etwas häufiger sein.
  • Eine Düngerzugabe kann im Sommer alle 4 Wochen erfolgen.

Wussten Sie: Die fleischigen Blätter der Eisbegonien sind in der Lage, einen Wasservorrat zu speichern. Dadurch ist es ihnen möglich, auch nach langen Trockentagen zu überleben.

Die Überwinterung:

  • Eisbegonien, die den Sommer über im Beet verbracht hatten, sollten, sobald sich der erste Frost meldet, ausgegraben und entfernt werden.
  • Eisbegonien, die in Pflanzgefäßen gehalten werden, können an einem hellen Platz überwintern.
  • In der Zeit der Überwinterung sollte die Pflanze ins Haus gestellt werden.
  • Auf Dünger kann während dieser Zeit ganz verzichtet werden.
  • Die Erde sollte nicht austrocknen, aber auch nicht extrem feucht sein.
  • In turnusmäßigen Abständen kann die Eisbegonie besprüht werden.
  • Sobald sich der Frühling wieder ankündigt, kann die Eisbegonie wieder ins Freie gestellt und langsam an den Sommer gewöhnt werden.

Die Aussaat:

  • Eine Aussaat ist meist durch die eigene Pflanzung nicht möglich. Es empfiehlt sich daher die Samen in einem Fachhandel zu erwerben.
  • Die Aussaat sollte in der Zeit von Januar bis März erfolgen.
  • Hierfür benötigt man eine Saatschale, in der man nährstoffarmes Substrat und Anzuchterde hinein füllt.
  • Die einzelnen Samen verteilt man darin vorsichtig und gleichmäßig und drückt sie leicht an. Jedoch nicht mit Erde bedecken.
  • Mit einem Wasserzerstäuber leicht anfeuchten und dabei Staunässe vermeiden.
  • Das Anzuchtgefäß mit einer Folie bedecken.
  • An einem hellen Platz bei ca. 20° Celsius entwickeln sich innerhalb von 20 Tagen die Sämlinge. In dieser Zeit sollte man die Erde feucht halten.
  • Sobald sich die ersten Blättchen zeigen, kann die Folie ganz entfernt werden.
  • 7 Wochen nach der Aussaat sollten die Sämlinge kräftig genug sein um sie dann pikieren und in einem eigenen Töpfchen weiter kultivieren zu können.
  • Direkte Mittagssonne vermeiden.
  • Ab Mai können die jungen Eisbegonien ins Freie gestellt werden.

Die Vermehrung:

  • Eisbegonien können mithilfe von Blattstecklingen im Verlauf des Wachstums jederzeit vermehrt werden.
  • Von der Mutterpflanze wird ein gesundes Blatt mit einem möglichst langen Stiel abgeschnitten.
  • Die „Schnittwunde“ bei der Mutterpflanze wird mit Holzkohlasche behandelt.
  • Den Blattsteckling steckt man für 3 Tage in ein Glas, welches mit zimmerwarmem Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser befüllt ist.
  • Anschließend steckt man den Blattsteckling in einen Topf, der mit einem Torf-Sand-Gemisch gefüllt ist.
  • Der Blattsteckling sollte darin 3 cm tief hinein gesteckt werden.
  • Durch eine übergestülpte Plastiktüte, wird die Bewurzelung unterstützt.
  • Das Substrat sollte immer feucht gehalten werden.
  • Die Folie ab und zu zum Lüften abnehmen.
  • In der Regel vergehen 6 Wochen bis die Plastiktüte ganz entfernt werden kann.
  • Die Möglichkeit entsteht, je nach Wurzelumfang der Wurzelbildung, den Blattsteckling auch zu teilen und ihn in mehreren Töpfen weiter zu  kultivieren.

Tipp: Die Bewurzelung kann mit Weidewasser forciert werden. Hierbei handelt sich um einen natürlichen Wachstumsregulator, der sich auf die verschiedensten Vorgänge in dem Prozess förderlich auswirken kann.  

Ungebetene Gäste:

  • Die Eisbegonien sind gegen Schädlinge äußerst resistent.
  • Nacktschnecken machen einen riesen Bogen um die Pflanze.
  • Ebenso halten sich Thripsen, Blattläuse und weiße Fliegen von der Eisbegonie fern.
  • Bei der Anzucht können Vermehrungspilze bei zu feuchter Erde auftreten. Bei so einem Befall sind die Keimlinge nicht mehr zu retten.
  • Sobald das Laub glasig erscheint und sich bräunlich-gelb färbt, ist der Befall von Blattälchen zu erkennen.
  • In einem frühen Stadium ist es hilfreich, die infizierten Pflanzenteile der Eisbegonie abzuschneiden.
  • Bei einem größeren Befall, ist alle Hilfe schon zu spät. Es ist ratsam, die Eisbegonie bei einem Befall ganz zu entfernen und somit weitere Schäden zu vermeiden.