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Christrosen-die Schneekönigin unter den Gartenpflanzen

DSC_0032.JPGDie Farbe Weiß steht für Unschuld und kaum eine andere Blume erstrahlt in so einem blendenden Weiß wie die der Heiligen Familie gewidmete Christrose. Man kennt sie auch unter dem Namen: Winter- oder Schneerose. Ihre ungewöhnlichen Blüten trotzen den frostigen Zeiten, deshalb sieht man sie als Sinnbild für Hoffnung und Stärke an. Verwandt sind sie mit den Anemonen, Küchenschellen, Sumpfdotterblumen und den Winterlingen. Sie gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die Eleganz verdanken die Winterblüher wohl ihrer Schlichtheit. Nicht nur die außergewöhnliche Blütezeit macht die Christrose zu einem besonderen Gewächs sondern auch ihr Wachstum, kann sich den äußeren Bedinungen und extremen Schwankungen anpassen. Die milden Tage nutzen sie im Winter zum Wachsen.

Die Blütezeit:

Die Blütezeit hängt in freier Natur von der Witterung ab. Wenn sie mit dem Blühen beginnen, hält die Blütezeit viele Wochen an. Nach frühem Wintereinbruch und anschließend anhaltend milden Phasen blüht sie schon um die Jahreswende. Ansonsten könnte es bis Februar dauern. Aber wie sie dann blüht! Die Variationsbreite ihrer Farben lässt bei Christrosen kaum Wünsche offen.

Der richtige Standort im Garten:

  • DSC_0004.JPGAm Wohlsten fühlen sich die Christrosen an einem geschützten Ort in humoser Erde oder unter einem Gehölz, das sie im Sommer ausreichend mit Schatten verwöhnt und im Herbst das Laub abwirft.
  • Gerade während der kalten Jahreszeit benötigen die Christrosen Licht.
  • In Wintermonaten haben sie es gerne hell, möchten aber auch in dieser Zeit auf die volle Sonne verzichten.
  • Man sollte von Anfang an darauf achten, ihnen einen gut bemessenen Standort zur Verfügung zu stellen.
  • Ihr hübsches, wintergrünes und fingerförmig gelapptes Laub bedeckt mit den Jahren größere Flächen.
  • Sind die Christrosen erst einmal gepflanzt, lässt man sie ungestört wachsen.
  • Sie brauchen lange um sich einzugewöhnen. Dafür aber, bleiben sie dann auch Jahrzehnte treu und werden von Jahr zu Jahr treuer.

Christrosen im Topf:

  • Auch im Winter muss man nicht auf die Schönheit im Wohnzimmer verzichten müssen.
  • Christrosen mögen es kühl, deswegen sollte man sie aber auch nicht allzu lange im Haus stehen haben.
  • Die Pflanzen bilden sehr tiefe Wurzeln aus, sodass man unbedingt einen entsprechend hohen und großen Topf oder winterfesten Kübel mit Abzugsloch benötigt.
  • Den Kübel füllt man mit etwas Kieselsteinen, so verhindert man, dass die Pflanze beim Gießen ersäuft.
  • Mischen Sie unter die Blumenerde noch etwas lehmige Gartenerde dazu.
  • In kalten oder ungeheizten Räumen können die Christrosen bis in den Frühling hinein als Topfpflanze kultiviert werden.
  • Sobald der Boden offen und die Witterung milder ist, kann man sie auch in den Garten pflanzen.
  • Man sollte darauf achten, dass man sie nicht mit dem Topf lange ins Freie stellt.

Christrosen in der Vase:

  • Die Blüten lassen sich in der Vase bis zu 7 Tagen halten.
  • Sie sollten möglichst an einem kühlen Ort stehen und jeden Tag frisches Wasser bekommen.
  • Damit sie viel Wasser aufnehmen können, schneidet man den Stängel unten mit einem dünnen, sehr scharfen Messer etwa einen halben Zentimeter kreuzweise ein.
  • Tragen Sie hierbei Handschuhe, da der austretende Pflanzensaft bereits unangenehme Hautreizungen verursachen kann, die sich unter Anderem zu Entzündungen ausweiten könnten.

Die richtige Pflege:

  • DSC_0006.JPGBefallene Blätter von Schwarzflecken, sollten schnell entfernt werden oder gleich einmal jährlich sämtliche Blätter abschneiden.
  • In der Regel erreichen sie ein hohes Alter, wenn sie an Ort und Stelle bleiben und nicht alle Jahre den Standort wechseln.
  • Zur richtigen Pflege, gehört auch das richtige Gießen dazu. Achten Sie bitte darauf, nicht zu reichhaltig zu gießen, da Christrosen sehr empfindlich gegenüber Nässe sind.
  • Mit Dünger sollte man ebenfalls recht sparsam umgehen.
  • Organische Dünger, wie beispielsweise Kompost, können Sie mit Beginn der Blüte dazu geben und ein weiteres Mal im August.

Die Vermehrung:

Für die Vermehrung sorgen die Samen im Beet von selbst. Es ist nicht zwingend nachzuhelfen. Groß gewachsene Christrosen kann man durch eine Teilung vermehren. Der beste Zeitpunkt dafür, ist nach der Blüte. Dies hat den Vorteil, dass sortenechte Nachkommen gezogen werden können. Es könnte jedoch eine lange Prozedur sein, bis sich die Stauden an ihren neuen Standort gewöhnt haben.

Das Besondere der Blüten:

DSC_0001.JPGUm die wenigen Hummeln und Bienen anzulocken, bieten die Blüten der Christrosen, überreichend Nektar in tütenförmigen Nektarblättern, die Trinkhörner der alten Germanen ähneln an.
Dieser ist gut versteckt. Unter einem dichten Kranz, goldgelber Staubgefäß.
Die weißen Blütensterne bleiben lange erhalten, die Narbe empfangsbereit.
Frostschutzmittel im Pflanzensaft, schützt sie vor dem Erfrieren.
An sonnig-warmen Tagen, verhindert die dicke Wachsschicht auf den Blättern, dass das Wasser verloren geht.
Die Wurzeln können jedoch kein Wasser aus dem gefrorenen Boden nachsaugen.

Für Christrosenfans:

Eignet sich „HGC Jakob“- sie blüht schon im November. Die immer grüne Christrose wird ca. 30cm hoch und eignet sich auch sehr gut zur Bepflanzung von Töpfen oder Blumenampeln. Für Liebhaber besonders romantischer Blüten gibt es zudem gefüllte Christrosen, eine davon ist die ganz neue Sorte „Schneeball“. Die kompakt wachsenden Pflanzen sind allerdings bisher nur selten zu bekommen.