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Bauernsträuße – Eine wunderbar duftende Aufmerksamkeit

Bauernstrue_8.JPGEin schön gebundener Strauß transportiert Gefühle und Gedanken auch ohne viele Worte. Es gibt kaum einen Anlass, der mit Blumen nicht zu einer Besonderheit wird!
Ob zum Einstand, zum Jubiläum, zur Hochzeit, zur bestandenen Prüfung, zur Beförderung, als Dankeschön, zum Trost, aus Liebe oder Freundschaft, für die gelungene Rede, zur Verabschiedung oder auch einfach mal so, Blumensträuße sind immer eine nette Aufmerksamkeit.

Was bietet sich nun mehr an als frische Blumen aus unserem Bauerngarten? Im Monat August zeigt sich der Bauerngarten in seiner schönsten Blütenpracht:

Leuchtende Gladiolen, Dahlien in vielen Farben und Sorten, zarte Cosmea, die bäuerlichen Löwenmäulchen und standhafte Sonnenblumen sind nur einige der Blumen, aus dem Bauerngarten, die man zu Sträußen verarbeiten kann. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Zu diesen herrlich natürlichen Sträußen kann man jede Blume aus dem Bauerngarten verwenden. Besonders eignen sich die im Juni/Juli gepflanzten Stauden.

Als besonderes i-Tüpfelchen eignet sich als passendes Beiwerk, geschnittener Lavendel, getrocknete Ähren von Hafer, Roggen oder Weizen, sowie alle heimischen Gräserarten aus dem Garten.

Gräser und Ähren verleihen dem Bauernstrauß seine Natürlichkeit. Ob Ton in Ton oder bunt gemischt, der Bauernstrauß ist im Sommer immer ein Hingucker.

Bei uns auf dem Gertrudenhof verarbeiten die Hoffloristinnen alle Stauden zu wunderschönen Bauernsträußen, z.B. Gelbe Disteln, Schafsgarbe, Kamille und Alchemilla um nur einige Stauden zu nennen. Nicht zu vergessen wunderschöne frische Freilandrosen, diese machen jeden Blumenstrauß zu einem Hingucker.

Das kleine 1x1 der richtigen Pflege:

Sobald die Blume von der Pflanze abgeschnitten wird, beginnt auch schon der Verfallsprozess. Die Lebensdauer variiert je nach Art und Sorte zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen.

Doch für alle gilt: Mit der richtigen Pflege halten sich Blumen viel, viel länger.

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Richtiges Werkzeug

Verwenden Sie nur scharfe Messer – eine einfache Schere würde die winzigen Röhrchen (Kapillare), die das Wasser in den Pflanzen transportieren, zerquetschen! Ausnahme sind Blütenzweige, die Sie am besten mit einer Gehölzschere anschneiden.

z.B. Sonnenblumen. Hier den Stiel einfach leicht schräg anschneiden. Achten Sie darauf, dass der Schnitt nicht zu lang ist, um die Blumen vor Attacken durch Bakterien zu schützen.

Und so schneiden Sie holzige Stiele

Dazu gehören z.B. Rosen und Chrysanthemen. Hier sollte der Anschnitt sehr schräg und etwa 5 bis 8 cm lang sein. Sie können diese Stiele auch zusätzlich an den unteren 5 Zentimetern entrinden oder von unten nach oben etwas spalten.

Bauernstrue_24.JPGAb in die Vase!

Stellen Sie die Blumen sofort ins Wasser, nachdem Sie sie angeschnitten haben.

Auch die Wahl der Vase ist wichtig!

Rückstände, die sich (un)sichtbar am Vasenrand abgelagert haben, beeinträchtigen die Wasserqualität. Reinigen Sie deshalb das Gefäß vorher sehr gründlich. Entfernen Sie unbedingt die Blätter von den Stielen, die sonst mit dem Wasser in Kontakt wären. So verhindern Sie, dass sich Fäulnisbakterien ausbreiten. Wechseln Sie am besten alle 2 Tage das Wasser in der Vase – dann fühlt Sich Ihr Strauß direkt um einiges wohler.

Gerade Bauernsträuße – oder Feld-Wald-Wiesen-Sträuße – fühlen sich besonders wohl in Tongefäßen.

Wassertemperatur

Optimal sind etwa 40° Celcius. Die Blumen nehmen warmes Wasser besser auf als kaltes. Ein Kälteschock bewirkt sogar, dass Blumen schneller welken. (Eine Ausnahme sind Tulpen – Zwiebelpflanzen sollten nie in warmem Wasser „baden“.)

Nährstofflösung

Schnittblumen sind nicht mehr in der Lage, sich mittels Photosynthese selbst zu versorgen oder ihre Energieträger, die Kohlenhydrate (Zucker), zu speichern. Deshalb empfehlen sich Tütchen mit der Nährstofflösung, die Sie bei uns erhalten. Das kleine Wunderelixier hemmt die Bildung von Bakterien und Pilzen. Außerdem liefert es den Blumen die notwendige Energie. Mit der Nährlösung bleiben Blumen deutlich länger frisch – im Winter mitunter sogar doppelt so lange.

Sonne, Licht und Luft

Tagsüber sollten Schnittblumen nicht direkt in der Sonne stehen oder Zugluft ausgesetzt sein. Wenn Sie es besonders gut machen wollen, stellen Sie die Vase über Nacht in einen nicht beheizten Raum oder an einen windgeschützten Platz auf den Balkon.

Sommerblumen

wie Sonnenblumen oder Hortensien sollten Sie direkt nach dem Anschneiden für etwa 30 Sekunden in kochendem Wasser abbrühen. Das Gewebe ist nun nicht mehr in der Lage, sich wie bei einem Wundverschluss neu zu bilden, und der Blumenstiel kann das Wasser wie ein Schwamm aufnehmen – wer schön sein will, muss leiden !

Mohn sollte, bevor er in die Vase kommt, am unteren Ende mit einem Feuerzeug angebrannt werden. Dann hat man sehr viel Freude damit und er lässt nicht den Kopf hängen.

Gräser, Kamille, die wilde Möhre oder Dill, sowie der beliebte Frauenmantel müssen nicht unbedingt in warmes Wasser, es schadet aber auch nicht.

Bauernstrue_34.JPGBauernstrue_39.JPGBauernstrue_27.JPGSOS BEHANDLUNG FÜR SCHLAFFE STRÄUSSE

So retten Sie Schnittblumen (vor allem Rosen und Sonnenblumen), die die Köpfe hängen lassen:

Schneiden Sie die Stiele zuerst frisch an, um die Blumen anschließend fest in Papier (z.B. Zeitungspapier) einzurollen. Dann für zwei bis vier Stunden in ungefähr 40 Grad Celcius warmes Wasser stellen. Die ideale Raumtemperatur für diese Methode beträgt zwischen fünf und Zwölf Grad. Meist haben sich danach die Kapillaren soweit wieder erholt, dass auch die Blume wieder „den Kopf hebt“.

LANGLEBIGE IRRTÜMER..... und was wirklich (nicht) stimmt….

 „Zucker ins Blumenwasser gegeben ersetzt die Nähstofflösung“

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Tatsächlich tut Zucker Blumen gut – aber nur in der richtigen Dosierung! Zu viel davon bildet ein ideales Milieu für Fäulnisbakterien. Deshalb lieber keinen Zucker verwenden als ihn falsch zu dosieren. Greifen Sie stattdessen besser auf Nährstofflösungen mit einer ausgewogenen Mischung zurück.

„Aspirin im Blumenwasser erhöht den Säuregehalt und macht die Stiele standfester“

! Großer Humbug! Das Gegenteil stimmt! Schon nach wenigen Tagen lassen die Blumen die Köpfe hängen. Und ganz ehrlich...auch Viagra hilft nicht!!!

 „Das Plätten der Stiele mit dem Hammer verbessert die Wasseraufnahme“

Was früher häufig empfohlen wurde, ist heute wiederlegt. Die Methode verhindert die Wasseraufnahme und beschleunigt so den Fäulnisprozess.

Sehen Sie hier unseren Center TV-Blumentipp zum Thema Bauernsträuße vom 01.08.2013