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Amaryllis, die subtropische Zwiebelblume

Zur Weihnachtszeit kommt man an den beeindruckenden Blumen mit ihrer anhaltenden Blüte als Topfpflanze, sowie als Schnittblume kaum vorbei. Es ist erstaunlich, was aus so einer dicken Zwiebel entstehen kann. Ein fantastischer Blütentrichter, den man kaum mit zwei Händen umspannen kann und dann gleich eine Vielzahl davon. Mit großen Blütenstielen, eindrucksvollen Blüten in den verschiedenen Farbvarianten und Mustern, schmückt sie jeden Raum zur Weihnachtszeit.

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Die subtropische Zwiebelblume, zählt wie Tulpen und Hyazinthen zu den Rittersternen. Sie unterscheidet sich durch ihren Lebenszyklus von dem, der klassischen Zimmerpflanze. Sie passt sich an den Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit in ihrer Heimat an. Seit beinahe 200 Jahren ist sie in Europa sehr beliebt. Nach der Blühphase im Winter, folgt im Frühling und Sommer die Wachstumsphase. Ab dem Spätsommer beginnt dann die Ruhepause, die bis Anfang Dezember dauert. Damit die schöne Amaryllis auch als Zimmerpflanze blühen kann, benötigt sie eine entsprechende Pflege.

Gerne berät Sie unser Floristik-Team auch telefonisch unter 02233 72813!

Die Blütezeit:

  • Im Dezember und Januar schöpft die Amaryllis aus einer dicken Knolle Kraft für das Blühspektakel.

Pflegetipps rund ums Jahr

Dezember/Januar:

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  • Die Amaryllis sollte regelmäßig über den Untersetzer gegossen werden, sodass die Zwiebel trocken bleibt.
  • An hellen, nicht zu sonnigen Plätzen halten es die Blüten am längsten aus.
  • Gerne bei einer Zimmertemperatur von 18-20 °C.
  • Staunässe bekommt der Pflanze nicht sehr gut, da sie anfängt zu faulen.

Im Februar:

  • Den Stiel und die verwelkten Blüten abschneiden.
  • Der Rest kann so bleiben.

März/April:

  • Ab da beginnt die Wachstumsphase.
  • Die Pflanze kann regelmäßig gegossen werden.
  • Sie sollte möglichst an einem warmen Platz stehen, damit sich die Blätter gut entwickeln können.

Mai bis Juni:

  • Die Pflanze kann zu der Zeit an einem halbschattigen Platz ins Freie gestellt werden.
  • Zudem kann man alle ein bis zwei Wochen etwas Flüssigdünner ins Gießwasser geben.
  • Eine gute Versorgung mit Wasser, Tageslicht und Nährstoffen sind jetzt wichtig, da in der Zwiebel bereits die neuen Blüten angelegt werden.

August:

  • Das Gießen stellt man ein.
  • Das Laub lässt man welken, damit die Pflanze in die Ruhepause übergehen kann.

September/Oktober:

  • Die eingetrockneten Blätter schneidet man ab und lässt die Zwiebel am besten in trockener Erde bei 15 °C ruhen.
  • Ein gut geeigneter Platz hierfür wäre der Keller.

November:

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  • Nun kann man die Zwiebel in frische Blumenerde pflanzen.
  • Lassen Sie die Zwiebel etwa zur Hälfte aus der Erde herausschauen. 

TIPP:

Sollte die Pflanze Brutzwiebeln gebildet haben, so können Sie diese jetzt abnehmen und zur Vermehrung separat einpflanzen. Die jungen Zwiebeln brauchen ein paar Jahre, bis sie groß genug sind, um eigene Blütenstiele bilden zu können.

Dezember:

  • Die Erde anfeuchten und die Pflanze ins helle, warme Zimmer stellen.
  • Sobald der Blütenstiel über zehn Zentimeter lang ist, kann man einmal pro Woche, mäßig  gießen.

Unser Tipp:

Den Topf alle paar Tage auf der Fensterbank drehen, damit der Blütenstiel sich nicht zu stark zum Licht neigt.

Selbst Pflanzen:

  • Die optimale Pflanzzeit liegt zwischen Dezember und Februar.
  • Setzen Sie die Amaryllis-Zwiebel in ein stabilen, standfesten Ton- oder Plastiktopf, sodass die Erde sie bis zur Hälfte bedeckt.
  • Direkt nach dem Pflanzen, sollte man kräftig gießen.
  • Erst wenn die Blütenknospen zu sehen sind, kann man die Pflanze erneut gießen. 
  • Erhöhen Sie die Wassergabe in dem Maße, wie der Verbrauch der Pflanze mit jeder Knospe und jedem Blatt steigt.
  • Nach fünf bis acht Wochen nach der Pflanzung, können Sie mit der ersten Blüte rechnen.
  • Die Pflanze benötigt einen hellen Platz. Geeignet hierzu ist die Fensterbank.

Düngen:

  • Solange die Pflanze blüht, benötig sie keinen Dünger.
  • Am Besten düngt man erst, wenn man sie neu anzieht.
  • Dafür gibt es spezielle Blumenzwiebeldünger, die man beim Einpflanzen mit in die Erde mischen kann.

Unser Deko-Tipp:

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  • Die Amaryllis sind ideale Vasenblumen.
  • In Kombination mit Gerbera, Rosen und Ranunkeln schmücken Amaryllis jeden Raum.
  • Anders als bei Schnittblumen üblich, schneidet man den Stiel von der Amaryllis stets gerade an.
  • Ein Aufspleißen verhindert man, indem das untere Schaftende mit Tesafilm oder einem breiten Gummiband umwickelt wird. Das macht den Stiel wesentlich standfester.

Wussten Sie schon:

1821 benannte ein Botaniker die Südamerikanerinnen um in Ritterstern. Er fühlte sich wohl durch die riesigen, im Pulk erscheinenden Knospen an den Morgenstern eines Ritters erinnert. Die Züchtung begann im 18 Jahrhundert. In der heutigen Zeit kennt man hundert verschiedene Sorten in allen nur erdenklichen Farben und Farbkombinationen. In Mode sind außergewöhnliche Farbtöne, wie knalliges Orange, oder tiefes Rotviolett, ebenso gemusterte Blüten und solche mit gerüschtem Rand.

Der Zyklus von der Amaryllis-Pflanze:

Aus Steppengebieten in Südamerika stammt die Ursprungsart der Amaryllis. Von den Anden Perus über Mexiko bis nach Südbrasilien. Dort herrscht eine ausgeprägte Trockenperiode. Daraus ergibt sich der Wachstumsrhythmus. Im Winter ist Blütezeit und im Frühling/ Sommer die Wachstumszeit. Im Herbst folgt die Ruhepause.