Das Walliser Schwarznasenschaf

Wenn man vor lauter Wolle kein Schafsgesicht mehr findet, hat man vermutlich ein Schwarznasenschaf vor sich.
Shaun und Shauna aus unserem Streichelzoo sehen aber auch einfach zu süß aus mit ihren wilden Löckchen.

Charakteristisch sind die schwarzen Partien an Nase, Augen, Ohren, Vorderknien, Sprunggelenkknöcheln und Füßen im ansonsten weißen Fell. Auen - die weibliche Schafe, haben zusätzlich schwarze Schwanzflecken. Beide Geschlechter bilden gedrehte Hörner aus.
Auffällig ist, dasnn die Körper der Walliser Schwarznasen vollständig bewollt sind, also auch an den Beinen und im Gesicht. Damit unsere Schafis was sehen können, schneiden wir ihnen daher regelmäßig die Äuglein frei. Ihre krause Wolle ist rau, langfaserig und erreicht Längen von weit mehr als 10 Zentimetern.

Als Shaun und Shauna im Sommer 2019 bei uns einzogen, waren sie bereits sehr zutraulich. Gleich am zweiten Tag lagen sie dicht an den Zaun gedrängt, um sich von all den begeisterten Kindern kräftig durchkraulen zu lassen. Shaun lernte sehr schnell auch an der Leine zu gehen und macht nun regelmäßig Spaziergänge anlässlich Kindergeburstage unserer kleinen Besucher.
Shauna hält eher nicht so viel von Spaziergängen. Sie mag lieben im heimischen Stall bleiben und freut sich auf ein Leckerli, wenn Shaun vom Spaziergang zurück gebracht wird.

Mit unverwechselbarem Charme bieten die Abkömmlinge einer 500 Jahre alten Rasse nicht nur einen schönen Anblick, die Walliser Schwarznasen Schafe sind zudem eine sehr ruhige und genügsame Schafrasse. Außerdem können sie ziemlich gut klettern.Sie beweiden selbst steile, steinige Hänge und sind hervorragend an die Lebensbedingungen im kargen Hochgebirge angepasst. Aufgrund seines Körperbaues, der Langgliedrigkeit, der Behörnung sowie seiner robusten Natur und der rauen Wolle gilt es als primitive Schafsrasse, die eng mit der Wildform der Urschafe verwandt ist. Es stammt ebenso, wie die Walliser Schwarzhalsziege aus dem Oberwallis und ist die einzige gehörnte Schafrasse in der Schweiz. Es geht im Wesentlichen auf das schwarznasige Vispertalerschaf zurück.