Das Hängebauchschwein

Im Gertrudenhof Streichelzoo lebt das Gnadenbrot Hängebauchschweinchen Rocky.
Er kam zusammen mit seinem Bruder Ricky vor vielen Jahren zu uns in den Gertrudenhof , da ihre privaten Halter die zwei Schweinchen abgeben mussten.
Der kleine Ricky lebt leider nicht mehr und auch Rocky hat mit seinem hohen Alter durchaus etwas zu kämpfen. Im Sommer freut er sich aber immer, wenn die Sonne heraus kommt und er auf seiner Wiese in der Sonne liegen oder in der Erde herumwühlen kann.

Vor einigen Jahren verbreitete sich hierzulande nehmend der Trend, die kleinen und niedlich aussehenden Schweine als Heimtiere zu halten, was durchaus auch kritisch betrachtet werden sollte. Problematisch ist dabei nämlich, dass diese Tiere trotz ihrer geringen Größe und die gleichen Bedürfnisse haben wie ein normales, großes Schwein. Deshalb benötigen sie wie Rocky einen großen Auslauf, eine Weide bzw. einen Garten und ganz besonders die Nähe zu Artgenossen. Von reiner Wohnungshaltung ist daher unbedingt abzusehen und die Anschaffung der Tiere sollte wohlüberlegt sein.

Namensgebend für die Rasse der Hängebauchschweine ist die Tatsache, dass der Bauch der Tiere als Auswirkung ihrer geringen Größe nahezu auf dem Boden schleift.

Die Abstammung des heutigen Hängebauchschweins führt auf die eurasischen Wildschweine zurück. Gezüchtet wurden Sie erstmals in Südostasien, bevor sie durch Importe auch nach Europa gelangten. Es handelt sich um meist grauschwarze oder grauschwarz gescheckte Tiere mit dicker und faltiger Haut. Der Kopf ist kurz, eingedellt und trägt kleine Stehohren. Im Vergleich zur Körperhöhe sind die Schweine recht lang.

 

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