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Alles rund um eine Kräuterspirale

Wie schon ein altes Sprichwort besagt: „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen.“ Jeder weiß, Kräuter sind echte „Multitalente“. Durch ihr Aroma verfeinern sie jedes Essen. Sie versorgen uns mit Vitaminen und Mineralstoffen und wirken daher positiv auf unsere Gesundheit. Aber es gilt, desto frischer die Kräuter verarbeitet werden, desto stärker ist ihre Wirkung. Und am frischesten sind sie aus dem eigenen Garten. Um den unterschiedlichen Standortansprüchen der Pflanzen gerecht zu werden, bietet es sich an, eine Kräuterspirale im Garten anzulegen. So bieten Sie vielen Pflanzen aus ganz unterschiedlichen Klimazonen nebeneinander Platz.

Sie haben Fragen zu Ihrer Kräuterspirale oder welche Kräuter Sie pflanzen sollen. In der Floristik, auf dem Innenhof des Gertrudenhofes, stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gern mit Rat und Tat zur Seite.

Zonen der Kräuterspirale

Zone 1: Wasserzone

  • Der Miniteich liegt am Fuß der Spirale, sollte ca. 35-40 cm tief sein und sich gut in die Umgebung einfügen.
  • An seinem Rand wachsen z.B. Brunnenkresse und Wasserminze.
  • Gut wäre es, das Wachstum dieser Kräuter im Zaum zu halten. Dazu eignen sich am besten Tontöpfe, die in die Erde eingelassen werden.

Zone 2: Feuchtzone

  • Die Feuchtzone liegt neben der Wasserzone.
  • Hier sollte der Boden humusreich und durchlässig sein.
  • Am besten gedeihen hier heimische Kräuter wie Petersilie, Kerbel und Sauerampfer.

Zone 3: Normale Zone

  • Der Boden in dieser Zone sollte humos sein und im Halbschatten liegen.
  • Sie sollten den Boden mit Komposterde anreichern.
  • Hier wachsen beispielsweise Zitronenmelisse und Schnittlauch.

Zone 4 : Mediterrane Zone

  • Die Mediterrane Zone bildet die Spitze der Spirale. 
  • Hier ist es wichtig für eine gute Drainage zu sorgen, damit das Wasser schnell nach unten abfließen kann.
  • Dafür eignet sich Sand oder Bauschutt. Auch Kies kann als Füllmaterial verwendet werden.
  • Da Mittelmeerkräuter wie z.B. Oregano, Rosmarin, Estragon oder Salbei kalkhaltigen Boden mögen, sollten Sie Kalk zur Erde hinzufügen.

In nur 7 Schritten zur eigenen Kräuterspirale

Schritt 1: Die richtige Platzwahl

  • Als erstes suchen Sie einen vollsonnigen Ort.
  • Je nach Größe Ihres Gartens benötigen Sie etwa 3m² - 6m² Platz. Von der Grundfläche Ihrer Spirale hängt dann auch die Höhe ab. Es gilt, desto größer die Fläche, desto höher wird die Spirale.

Schritt 2: Materialen beschaffen

  • Kies oder Schotter für die Drainage
  • Bauschutt zum Befüllen der mediterranen Zone
  • Steine für die Trockenmauer
  • Einen Mörtelkübel für den Miniteich, der bis 10 cm unter den Rand mit Kieselsteinen aufgefüllt  wird.

Schritt 3: Der erste Stein wird gelegt.

  • Basteln Sie sich einen Zirkel aus zwei Pflöcken und einer Schnur.
  • Skizzieren Sie den äußeren Rand der Spirale mit dem Zirkel.
  • Jetzt markieren Sie in der Mitte die Mediterrane Zone mit einem kleinen Kreis.
  • Am südlichen Ende ist der Platz für Ihren Miniteich. Zum Kennzeichnen des Umrisses drehen Sie den Mörteleimer um und zeichnen Sie den Umriss in die Erde.
  • Mit Hilfe der vorgezeichneten Kreise können Sie jetzt die erste Reihe Steine legen. Verbinden Sie hierbei den großen Kreis mit dem Kreis für die mediterrane Zone, so dass eine Spirale entsteht.
  • Zwischen den gelegten Steinen wird nun der Boden ca. 15-20cm tief ausgehoben und mit dem Material für die Drainage auffüllen.

Schritt 4: Die Mauer wird gesetzt

  • Nun wird die Mauer auf die erste Reihe Steine aufgebaut.
  • Hier müssen Sie die Steine treppenartig nach oben ziehen, so dass die Mauer an der mediterrane Zone am Höchsten und am Miniteich am niedrigsten ist.
  • Legen Sie die Steine versetzt übereinander, so haben diese mehr Halt.
  • In die Mitte der Spirale wird Bauschutt als Drainage gefüllt.

Schritt 5: Der richtige Boden

  • Auf den Bauschutt in der mediterranen Zone wird Sand gefüllt.
  • Nun befüllen Sie Ihre Spirale mit Erde.
  • Beginnen Sie in der Mitte und arbeiten Sie sich nach außen vor.
  • Die mediterrane Zone benötigt nährstoffreichen Boden.
  • Am besten nehmen Sie Kompost und mischen Erde und Sand unter.
  • Je dichter Sie an die Wasserzone kommen, desto höher sollte der Anteil an Erde und Kompost sein.
  • Ganz zum Ende sollten sie reine Gartenerde nehmen.

Schritt 6: Der Miniteich

  • Nun wird der Miniteich angelegt.
  • Er sieht nicht nur toll aus, sondern hat auch starken Einfluss auf die klimatischen Bedingungen.
  • Er wirkt in kalten Nächten und bei starker Sonne temperaturmildernd.
  • Außerdem reflektiert und speichert er Wärme.
  • Nun warten Sie ein paar Regengüsse ab. Dadurch sackt der Boden und die Kräuterspirale wird stabiler.

Schritt 7: Bepflanzen der Spirale

  • Nun kann bepflanzt werden.
  • Setzen Sie Kräuter, die Sie gern mögen.
  • In der mediterranen Zone fangen Sie z.B. mit Salbei, Rosmarin usw. an. Danach Oregano, Bohnenkraut, Petersilie, Sauerampfer und in der Wasserzone eignet sich am besten Brunnenkresse.
  • Damit ihre Kräuterspirale schön blüht säen Sie Ringelblumen oder Kapuzinerkresse.

Unser Pflanztipp:

  • Ab Mitte März können Sie Ihre Kräuter in einem kleinen Zimmergewächshaus säen und im Mai nach draußen pflanzen. Gekaufte Pflanzen können ständig in die Spirale gepflanzt werden, wenn der Boden frostfrei ist.
  • Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis der Kräuter untereinander. Sonst könnte es passieren, dass einige Kräuter die anderen verdrängen.
  • Bauen Sie die Spirale in der Nähe ihres Hauses. So erreichen Sie sie schnell, um sich die frischen Kräuter in die Küche zu holen. Egal wie das Wetter gerade ist.

Unser Wintertipp:

  • Im Winter sollten Sie die mehrjährigen Kräuter, die nicht winterhart sind, ins Haus holen und in Töpfen überwintern.
  • Die Pflanzen aus der Wasserzone, die in Kübeln sind, können leicht an einen geschützten Ort gestellt werden. Ist dieser draußen, stellen Sie die Kübel auf Styropor oder ähnliches um die Wurzeln vor Kälte zu schützen und packen Sie die Sträucher ebenfalls in Gartenvlies ein.
  • Die winterharten Kräuter sollten Sie mit einem Gartenvlies verpacken oder mit Reisig vor der Kälte schützen.
  • Im Winter vertrocknen Pflanzen häufiger als das sie erfrieren, deshalb ist es wichtig, sie an frostfreien Tagen zu gießen.
  • Schütteln Sie den Schnee von den Zweigen, damit die Pflanzen unter der Last nicht zusammenbrechen.