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Das Ouessant-Schaf

Im Gertrudenhof Streichelzoo lebt das Pärchen "Rambo" und "Fee" mit Nachwuchs "Prinzessin Lillyfee".

ouessant_schaf2.jpgDas Ouessant-Schaf, auch Bretonisches Zwergschaf (internationale Bezeichnung Ushant), ist die kleinste Schafrasse Europas. Es stammt ursprünglich von der Ile d`Ouessant einer 15,6 km² großen, baumlosen, französichen Atlantikinsel. Über die Entstehung der Rasse gibt es keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen, sondern lediglich Vermutungen. Die Insellage und die karge Vegetation können zur Verzwergung dieser Schafrasse beigetragen haben, jedoch hatte vermutlich auch die Nutzung und die damit verbundene Zuchtwahl durch den Menschen einen bedeutenden Einfluss: Die Schafe wurden auf der Insel von März bis Ende September angepflockt, den Rest des Jahres konnten sich die Tiere frei auf den Weiden bewegen. Eventuell wurden kräftige Bocklämmer nicht mit den Schafen „befreit“, sondern geschlachtet, die kleinen und schwachen Bocklämmer ließ man, in der Hoffnung sie später schlachtreif einzufangen, mit frei. Zwischen 1930 und 1940 verschwand das Ouessant-Schaf völlig von der Insel und wäre im Verlauf des letzten Jahrhunderts fast völlig ausgestorben. Ursache für den Rückgang war die Einkreuzung größerer Schafrassen. Privaten Züchtern in der Bretagne und der G.E.M.O. (Groupement des Eleveurs de Moutons d'Ouessant) ist der Erhalt der Rasse zu verdanken.

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Die ausgewachsenen Böcke erreichen ein Gewicht von 15–20 kg und eine Schulterhöhe von 45–49 cm, weibliche Schafe etwa 12–15 kg und eine Schulterhöhe von 42–46 cm. Mehrheitlich (> 70 %) sind die Ouessant-Schafe schwarz, es gibt aber auch weiße, braune und graue (Schimmel) Tiere. Die Böcke haben große, spiralförmig gewundene Hörner. Die Muttertiere sind meist hornlos und bringen gewöhnlich nur ein Lamm jährlich zur Welt. Beide Geschlechter können das ganze Jahr zusammen gehalten werden, da die Schafe eine recht strenge Brunftzeit haben. Das Ouessant- Schaf hat keine wirtschaftliche Bedeutung.

 

 

 „Rambo und Fee“ kamen von privaten Züchtern aus Holland in den Gertrudenhof Streichelzoo. Zu „Rocky“ kann man nur sagen: klein aber oho! Er kommt sich nämlich auch schon einmal ganz groß vor und boxt mit seinen Hörnern sogar den großen Hochlandrindern in den Allerwertesten, die dann völlig irritiert über den kleinen Rebell sind. Zu Menschen und Kindern ist er aber stets lieb, manchmal etwas distanziert, aber wenn´s ums Füttern geht immer ganz vorne mit dabei! Dagegen ist seine „Fee“ eine ganz ruhige, liebe und unauffällige Streichelzoobewohnerin. 2009 schenkten uns die beiden ein Lämmchen: „Prinzessin Lillifee“ ist ein echtes Abbild ihrer Mutter und lebt seitdem ebenfalls im Gertrudenhof Streichelzoo!