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Das Merinoschaf

Im Gertrudenhof Streichelzoo lebt eine muntere Bande bestehend aus den beiden Mischlingen Molly und Tochter Määäähgy sowie dem seit 2010 mitmischenden Paul. Komplett wurde die Herde dann 2013 durch unsere beiden reinrassigen Merino-Mädels Mickey und Minnie.

schafe4.jpgMolly war eins der ersten Tiere in unserem Streichelzoo und kam von einem Schäfer direkt in den Gertrudenhof Streichelzoo, wodurch ihr der Weg zum Metzger erspart blieb. Paul, Mickey und Minnie dagegen wurden mit der Flasche aufgezogen und dadurch besonders zahm und verschmust. Mit Ihnen wurde von Anfang an viel trainiert und heute begleiten sie uns auf vielen Spaziergängen an der Leine und gehen besser "bei Fuß" als so mancher Hund. Für viele Kinder war das schon ein riesiges Highlight ihrer Geburtstagsparty auf unserem Gertrudenhof.

Als Merinoschafe gehören sie zur Rasse der Feinwoll-Schafe, die ursprünglich wohl aus Nordafrika stammt. Im Hochmittelalter gelangten Merinoschafe nach Spanien, wo sie wegen ihrer begehrten Wolle große wirtschaftliche Bedeutung erlangten. Die Ausfuhr der Merinos wurde damals sogar durch das spanische Königshaus bei Todesstrafe untersagt. Dadurch konnte Spanien bis zum 18. Jahrhundert mit der so genannten „spanischen Wolle“ weltweit Handel treiben. Erst im 19. Jahrhundert gab es auch in anderen Ländern große Merinoherden. Heute sind Australien und Neuseeland die Hauptlieferanten für Merinowolle. Die Tiere geben jährlich zwischen 2 kg bis hin zu 10 kg Wolle bei Spitzentieren.

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Zu uns in den Gertrudenhof kommt jedes Frühjahr extra ein Schäfer und befreit unsere Merinos von ihrer dicken Winterwolle, die sie in der kalten Jahreszeit vor den frostigen Temperaturen geschützt hat und sie damit besonders robust und widerstandsfähig macht.

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