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Lama

Im Gertrudenhof Streichelzoo lebt die grazile Lama-Dame "Cindarella".

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Sie wurde 2002 geboren und stammt aus einem privaten Streichelzoo in Rheinland-Pfalz. Da dieser leider Pleite ging zog sie zusammen mit ein paar anderen Tieren zu uns auf den Gertrudenhof. Sie hat sich toll eingelebt und bildet nun mit unseren Alpakas eine kleine Herde. Wir sind sehr glücklich, dass von Ihrer anfänglichen extremen Angst Menschen gegenüber kaum noch etwas zu sehen ist. Wenn Cinderella nicht gerade am aun steht um sich füttern und streicheln zu lassen, sieht man sie übrigens auch oft mit Wildschwein "Lola" zusammen, die sich gerne ganz eng an sie kuschelt um von dem dicken Fell gewärmt zu werden.

Cinderella ist etwas scheu und schüchtern, lässt sich aber von unseren Besuchern gegen eine kleine Futterspende durchaus gerne streicheln.

Lamas gehören zu der Art der Kameliden und können eine Schulterhöhe von 110 bis 140 cm erreichen. Mit einem Gewicht von ca. 120 bis 150 kg sind sie außerdem nicht nur größer, sondern auch deutlich schwerer als die vergleichsweise zierlichen Alpakas. Die Färbung der Tiere kann sehr unterschiedlich ausfallen, von einfarbig weiß, braun oder schwarz bis hin zu gefleckt, gepunktet oder anderweitig gemustert.

Seinen Ursprung hat das Lama in den südamerikanischen Anden, welches dort wahrscheinlich schon seit dem dritten Jahrtausend vor Christus existiert und dort früher vor allem als Lasttier diente.

Für die Zivilisation der Inka war das Lama damals von überragender Bedeutung. Über zehn Millionen Lamas wurden zur Zeit der spanischen Eroberung Südamerikas von den Inka und ihren Vasallenvölkern gehalten, bis sie allmählich an Bedeutung verloren, zugunsten von Pferden.

Die Inkas verwendeten nicht nur die Wolle der Lamas, sondern aßen außerdem ihr Fleisch, fertigten Leder aus seiner Haut, machten Kerzen aus seinem Fett und nutzten die Exkremente als Brennstoff. In unzugägnlichen Regionen der Anden werden Lamas sogar immer noch als Lasttiere verwendet.

Spuken: Genau wie die Alpakas spuckt ein Lama im Regelfall auf seine Artgenossen und nicht auf den Menschen. Dies tun sie um ihre Dominanz in der Herde zu zeigen, das Rangverhältnis untereinander zu klären oder aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten.

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