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Alpaka

Im Gertrudenhof Streichelzoo leben derzeit zwei Alpakas. Coreno in ganz Weiß und Siri ist weiß mit einem braunen Fleck auf der linken Seite und dunklen Ohren.

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Die oft mit Lamas verwechselten oder wegen des so gefürchteten Spuckens gemiedenen Tiere sind in Wahrheit sehr freundliche, ruhige und unkomplizierte Zeitgenossen, die wie die Lamas zu den Kameliden gehören. Coreno und Siri sind sehr neugierige und verspielte Alpakas. Auch für unsere Streichelzoobesucher ist es immer wieder ein großer Spaß sie beim Toben und Tollen auf der Streichelzoo Weide zu beobachten.

Alpka-Dusche.jpg Besonders für Wasser kann man die drei an warmen Sommertagen begeistern. Da wird sich wild im Wasserstrahl gewälzt, sodass die anderen Tiere nur Staunen. Unsere Alpakas sind außerdem alle halfterführig, so dass man mit ihnen kleine Treckingwanderungen starten kann. Diese bieten wir in Kombination mit einer kleinen Einführung in die Welt der Kameliden bei unserem "Alpaka-Erlebnis-Geburtstag" an.

Alpakas und Lamas sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Daher sind sie sehr empfindlich was die Ernährung angeht und wie "Diabetiker" zu behandeln. So ist es besonders wichtig, dass diese nur mit unserem Streichelzoofutter (Heu-Stroh-Cobs) gefüttert werden. Von uns erhalten sie dann noch Spezialfutter und werden mit Spurenelementen versorgt.

Während das Lama den südamerikanischen Zivilisationen vor allem als Lasttier diente, wurde das Alpaka wegen seiner Wolle gezüchtet. Bei den Inka galt ein Alpakamantel als Zeichen des Wohlstands, weshalb es viele große Alpakaherden gab. Dies änderte sich mit der Eroberung Perus durch die Spanier, die Schafe mitbrachten und kein Interesse daran zeigten, die einheimischen Nutztiere zu erforschen. So wurde das Alpaka zum Nutztier der armen, indianischen Bevölkerung und war zwischenzeitlich fast ausgestorben.

Erst mit der Unabhängigkeit der Staaten Südamerikas erkannte man erneut den Wert des Alpakas. Die Zucht wurde wiederaufgenommen und die Wolle in alle Welt exportiert. Heute gibt es über drei Millionen Alapas, vorwiegend im südlichen Peru.

In Europa wird Alpakawolle bisher eher wenig genutzt. Dennoch erfährt es immer größerer Beliebtheit als Haus- und Begleittier.

 

Spucken: Wenn Lamas oder Alpakas sich belästigt fühlen, spucken sie den Störer an. Dabei beweisen sie eine erstaunliche Treffsicherheit. Normalerweise werden jedoch nicht Menschen Opfer solcher Attacken. Vor allem untereinander bespucken sie sich, um die Rangordnung zu verdeutlichen oder aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten, so zum Beispiel beim Füttern im "Kampf" um die Leckereien. Speichel wird nur zur Vorwarnung gespuckt. Meistens wird halb verdauter Mageninhalt gespien, dies allerdings nur in kleinen Mengen. Die halbflüssige, grünliche Masse ist übelriechend, ansonsten aber harmlos und abwaschbar.

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