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Ein kalorienarmer, gesunder Genuss:

Köstliche Zwetschgen vom Gertrudenhof

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Auf dem Hürther Gertrudenhof gibt es eine große Obstwiese mit über 40 Zwetschgenbäumen, die jedes Jahr voller köstlicher Früchte hängen.

Viele Infos rund um die Zwetschgen erfahren Sie auch im Gertrudenhof-Obsttipp: Zwetschgen, Pflaumen und Co bei Center TV.

Ein paar tolle Rezepte aus den Kochbüchern des Gertrudenhofes:

„Die kleine Sortenkunde“: Pflaumen und Zwetschgen und Co!

  • Die Pflaume selbst wird auch Rund- oder Eierpflaume genannt. Pflaumen erkennt man an der rundlichen Fruchtform und der ausgeprägten Bauchnaht. Die Steinlöslichkeit ist meist nicht so gut wie bei Zwetschen. Die Pflaume gibt es hauptsächlich in der typisch blau-violetten Färbung, aber auch rote und gelbe Pflaumen sind erhältlich.
  • Die Zwetsche (oder auch süddeutsch: Zwetschge oder Zwetschke) ist länglich-oval, hat spitzere Enden ohne Fruchtnaht und lässt sich gut vom Kern lösen. Ihre tief dunkelblaue Haut ist meist mit einem weißlichen Reif überzogen, der vor dem Austrocknen schützt. Ihr Fruchtfleisch ist grünlich-gelb und im Vergleich zu Pflaumen von fester Konsistenz. Einer der bekanntesten Sorten ist die Bühler Frühzwetsche mit geringem Zuckergehalt aber mit frischer Säure, die sich aber bald nach der Ernte abbaut. Die Bühler ist widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge, benötigt einen warmen Standort und ausreichend Feuchtigkeit.
  • Die Reineclaude hat die Form einer Kugel, eine grünlich-gelbe Haut, die leicht rötlich schimmert. Das Fruchtfleisch ist grünlich, sehr aromatisch und süß.
  • Die Mirabelle ist klein, gelb und kugelig. Ihr festes Fruchtfleisch ist zum Kochen sehr gut geeignet.

Zwetschgen – ein Genuss ohne Reue! Kalorienarm, gesund und einfach lecker:

Zwetschgen und Pflaumen sind sehr nährstoffreich und enthalten viele B-Vitamine und auch Kalium. Somit sind sie sehr gut für das Nervenkostüm, machen widerstandsfähiger gegen Stress und wirken darüber hinaus Verstimmungen entgegen. Auch Spurenelemente, die für unser Immunsystem sehr wichtig sind, wie z.B. Zink, sind in den Früchten enthalten. Außerdem wirken sie entwässernd und bei reichlichem Verzehr haben sie aufgrund des hohen Gehalts an Sorbit (Zuckeralkohol, Zuckeraustauschstoff) eine abführende Wirkung.

Tipps zur Lagerung der Zwetschgen:
Es gilt: Frische, reife Früchte schmecken am besten: Die Lagerdauer ist sortenabhängig. Frühe Sorten halten sich bei 0 Grad ca. 2 Wochen, späte Sorten bis zu 6 Wochen. Im Kühlschrank bleiben sie maximal eine Woche frisch. Pflaumen lassen sich aber nur länger lagern, wenn das Fruchtfleisch druckfest ist. Meistens sind sie dann aber noch nicht ganz reif und dem Obst fehlt das Aroma. Wenn noch ein paar unreife Früchte dabei sind, sollten sie bei Zimmertemperatur liegen bleiben. Sie reifen dann noch nach, aber viel süßer werden sie in der Regel leider nicht mehr. Deshalb am besten reife Früchte einkaufen! Pflaumen und Zwetschgen eignen sich sehr gut zum Einfrieren: Dafür sollten feste Früchte am besten entsteint werden. Eingefroren halten sie sich bis zu 12 Monate! Von allen Pflaumenarten eignen sich die späten Zwetschgen am besten zum Einfrieren. Diese sind süß, aber nicht mehr so saftig. Deshalb behalten sie beim Auftauen die Form und geben beim Backen auch nicht so viel Saft ab.

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Tipps zum Einfrieren:
Wenn gefrorene Zwetschgen später als Kuchenbelag verwendet werden sollen, sollten sie beim Tiefgefrieren nicht zu stark aneinander hängen. Daher entsteinte Zwetschgen ausgebreitet nebeneinander in einen Beutel legen, dann können die Zwetschgen gefroren auf den Kuchen gelegt und dann gebacken werden. Will man die Früchte später für Mus, Marmelade oder Kompott verwenden, sollte man sie bereits vor dem Einfrieren mit Zucker bestreuen. Gewaschene und gut abgetropfte Zwetschgen entsteinen. Am besten geht das mit einem Zwetschgenentsteiner, der die Früchte überkreuz einschneidet. Man kann die Zwetschgen ganz lassen oder halbieren. Früchte nebeneinander auf einem Tablett ausbreiten und 3-4 Stunden vorfrieren. Vorgefrorene Zwetschgen in Gefrierbeutel füllen und einfrieren. Lagerzeit: 10-12 Monate

Ursprünglich stammt dieses Steinobst vermutlich aus Vorderasien: Wilde Zwetschgen wuchsen dort schon vor über 2000 Jahren. Die Kreuzritter brachten die Früchte dann nach Europa, wo sie in den folgenden Jahren intensiv kultiviert wurden. Auch bei uns wurden Zwetschgen schon lange gegessen. Allerdings waren es noch nicht diese süßen und saftigen Früchte von heute, sondern wie Funde bei Pfahlbauten belegen, eingebürgerte oder heimische Wildformen wie Zibarten und Kriechenpflaumen. Unsere heutigen leckeren Zwetschgen werden inzwischen in fast allen Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut. Deutschland ist inzwischen der größte Zwetschgenproduzent innerhalb Europas: In Deutschland werden jährlich zwischen 80.000 bis 100.000 Tonnen Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden verbraucht, womit jeder Bundesbürger im Schnitt etwa ein Kilogramm des Steinobstes pro Jahr konsumiert. Inländische Zwetschgen sind hauptsächlich von August bis September im Angebot, außerdem erreichen uns jedes Jahr zwischen 40.000 und 60.000 Tonnen Pflaumen aus dem Ausland, vor allem aus Italien, Spanien und Südafrika.

Sehen Sie hier auch das Video: "Zwetschen, Pflaumen und Co"