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Zucchini, Rondini und Co

IMG_3969.JPGDie heutigen Zucchinisorten sind durch Züchtung aus einer Unterart des Gartenkürbis entstanden. Daher auch der Name: Zucchini ist italienisch und heißt so viel wie „kleine Kürbisse“ (der Kürbis heißt im Italienischen „zucco“). „Zucchini“ ist übrigens der Plural. Eine Zucchinifrucht müsste daher streng genommen „Zucchino“ heißen.

Auch die Zucchino kam wie so viele andere Gemüse und Früchte durch spanische Eroberer aus Westindien und Mexiko im 16. Jahrhundert nach Europa. Allerdings brauchte sie noch rund 400 Jahre, bis sie hier auch angebaut wurde. Zu Unrecht, denn Zucchini gedeihen in dem gemäßigten, nasskalten Klima selbst dann noch gut, wenn Kürbisse und Gurken aufgeben. Zucchini wachsen als Rankengewächs und tragen von Juni bis Oktober Früchte.
In dieser Zeit sind sie frisch geerntet von den Feldern der Region
im Bauernmarkt des Gertrudenhofes erhältlich.

Zucchini in der Küche

Zucchini haben einen nussigen, milden Geschmack und sind ein ausgesprochen vielseitiges Gemüse.
Anfang der 80er Jahre noch galten sie als exotische Speise, doch mittlerweile gewinnen Zucchini stark an Beliebtheit und sind mittlerweile ganzjährig erhältlich - zu fast immer gleichen Preisen. Am besten schmecken sie natürlich aber im Sommer, wenn sie frisch vom Acker um die Ecke oder sogar direkt aus dem heimischen Hausgarten kommen.

Sie schmecken wunderbar frisch, lassen sich gut verarbeiten und passen zu vielen Gerichten. Hierzulande am weitesten verbreitet sind grüne Zucchini, es gibt jedoch auch gelbschalige Varianten.
Besonders beliebt sind Zucchini in allen mediterranen Zubereitungen - sie schmecken nach Sommer, Sonne und Urlaub. Schnell, einfach und auch bei Kindern ein Hit ist zum Beispiel als Auflauf, gefüllt mit Fleisch als auch vegetarisch.

Zur Zubereitung werden Zucchini nicht geschält, deshalb fällt auch kaum Abfall bei der Zubereitung an. Entfernen Sie aber den Stiel sowie etwaige braune Flecken. Zucchini können auch roh verzehrt werden, z.B. als Zugabe zum Salat.
Sie lassen sich praktisch so verarbeiten wie Gurken.

Zucchini lassen sich übrigens auch prima einfrieren:
die ungekochten Früchte in kleine Würfel schneiden, damit sie schneller frosten und dann in einen gut verschlossenen Gefrierbeutel geben, damit das Gemüse keinen Tiefkühlgeschmack annimmt.
Zum Kochen dann später das gefrorene Gemüse direkt ins kochende Wasser geben und kurz bissfest garen.

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Zucchini sind gesund!

Zucchini sind nicht nur lecker sondern auch gesund: 
Sie haben pro 100 g nur 18 kcal und sind deswegen sehr kalorienarm. Daneben enthalten sie viele Vitamine wie Vitamin C, das unser Immunsystem vor Krankheiten schützt, Vitamin K, das für unsere Muskeln und Knochen gut ist und Betacarotin, das ebenfalls unser Immunsystem stärkt. Auch an Mineralstoffen haben Zucchini einiges zu bieten: Kalium ist für verschiedene Stoffwechselprozesse von Bedeutung, Magnesium stärkt unsere Muskeln und Eisen ist wichtig für unser Blut.

Zucchini selbst anbauen:

Zucchini wachsen am besten, wie die meisten Gartenpflanzen, auf einem lockeren und humusreichen Boden. Die Zugabe von Kompost empfiehlt sich also. Sie sind Wärme liebende Pflanzen und bevorzugen daher einen sonnigen Platz im Garten.
Bei der Platzwahl, sollte beachtet werden, dass Zucchinipflanzen einiges an Platz benötigen: Die Blätter der Zucchini werden sehr groß und lassen die Pflanze schnell große Ausmaße erreichen. Pro Zucchinipflanze sollten Sie also mindestens 80 cm Abstand einplanen.

Zucchini können ab Mitte April auf der Fensterbank, vorgezogen werden. Bei der Anzucht auf der Fensterbank ist zu beachten, dass sie nicht zu früh erfolgen sollte, da die Pflanzen sonst frühzeitig zu groß werden. Wer nicht gerade einen großen Wintergarten oder ein Gewächshaus sein eigen nennt, stößt dabei schnell auf Platzprobleme. Die angezogenen Zucchinipflanzen werden dann nach den Eisheiligen, Mitte Mai an ihren Bestimmungsort gepflanzt. Ebenfalls im Mai, erfolgt die alternative Direktsaat ins Freiland.

Wie alle Kürbisgewächse tragen auch Zucchini männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze. Die weiblichen Blüten tragen kürzere Stiele und zeigen unterhalb der Blütenblätter eine kurze Verdickung, den sogenannten Fruchtknoten. Daraus entstehen nach der Befruchtung die Zuchini. Die langstieligen männlichen Blüten bilden sich im Regelfall vor den weiblichen.

Die ersten Zucchini können sie, je nach Sorte, bereits nach 6-8 Wochen ernten. Erntereif sind die Früchte bei eine Länge von 15-20 Zentimeter. Größer sollten Sie die Zucchini nicht wachsen lassen, da darunter der Geschmack leidet. Zu groß wachsende Zucchini schmecken nicht mehr so frisch und zart, sondern eher holzig und fad. Aber nicht nur der Geschmack wird durch eine zu späte Ernte beeinträchtigt, auch die Ertragskraft der ganzen Pflanze leidet darunter. Ernten Sie nämlich die Früchte regelmäßig, bilden sich immer neue Blüten, die sich schnell zu Früchten ausbilden. Zucchini tragen normalerweise so viele Früchte, dass eine vierköpfige Familie bereits mit ein bis zwei Pflanzen gut versorgt ist.

Sortenvariationen:

Neben den allgemein bekannten grünen Zucchini, gibt es auch noch einige andere Varianten und Verwandte:

IMG_3961.JPGGelbe Zucchini:
sind etwas zarter und milder, aber auch aufgrund der etwas dünneren Schale empfindlicher als die grünen Zucchini; daher sollten gelbe Zucchini immer unmittelbar aufgebraucht werden, während sie die grünen auch ein paar Tage im Kühlschrank lagern können.

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Rondini
:
gehören ebenfalls zu der Familie der Kürbisgewächse.
Sie ähneln optisch den Zucchini, sind aber von der Form her rund
und sind im Prinzip unreif geerntete Kürbisse,
die sich genauso verarbeiten und füllen lassen wie Zucchini.