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Steckrübe

Das Allround-Talent Steckrübe, auch als Arme-Leute-Kost bekannt.

IMG_4738.JPG„Ist der Winter kalt und hart, steht die Steckrübe mit dem Vitamin C parat!“

Gesundheit:
Die Steckrüben sind kalorienarm und reich an Wasser, darüber hinaus enthalten sie reichlich Vitamin C, sowie einige Vitamine aus dem B-Komplex. Die enthalten Vitamine sind gerade in den Wintermonaten wichtig für das Immunsystem und sorgen für einen guten Schutz vor Erkältungen. Neben den Vitaminen enthalten die Steckrüben Kalzium und Kalium, zudem Carotinoide, die eine krebsvorbeugende Wirkung haben. Der große Anteil an Ballaststoffen sorgt für eine gute Verdauung.

Verarbeitung:
Die jüngeren Exemplare lassen sich ganz einfach mit dem Sparschäler schälen, bei den älteren Steckrüben nimmt man ein scharfes Messer. Die überständigen Steckrüben sind nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet, da sie holzig werden.

Steckrüben haben einen süßlich und zugleich herben, leicht bitteren Geschmack. Sie ist eine Kreuzung aus Kohlrabi und Herbstrübe, doch vom Geschmack her erinnert sie doch etwas an Möhren.  Aus ihnen kann man eine ganze Reihe deftiger Gerichte zubereiten. In der Regel werden die Rüben gekocht, zu Püree verarbeitet oder als Gemüsebeilage in Eintöpfen verwendet. Zu empfehlen ist die Steckrübe mit Honig karamellisiert, als außergewöhnliche Beilage zu Fleisch und Fisch.
Da die Steckrübe in Kriegszeiten als Notration diente, gibt es unzählige Rezepte von einfachen Pürees, über Marmelade, bis hin zum gerösteten Zustand als Kaffee Ersatz.
Steckrüben sind ein Wintergemüse und kommen ab Oktober aus regionaler Ernte in den Handel. Sie besitzen gute Lagerfähigkeiten, dazu entfernen Sie alle Blätter und legen sie dann in einen dunklen, trocken und kühlen Keller.

Geschichte:
Die Geschichte der Steckrübe lässt sich nicht eindeutig nachvollziehen, da es schon im Mittelalter zu viele Arten an Rüben gab, so dass die Darstellungen aus der Zeit keine eindeutigen Schlüsse zulassen. Bekannt ist die Steckrübe auf jeden Fall als „Arme-Leute-Kost“, da sie nur eine kurze Kulturzeit benötigt und vor allem in Notzeiten als Sattmacher diente. Berüchtigt war sie gerade im „Steckrübenwinter“ 1916/1917, da damals die Versorgung der Bevölkerung kriegsbedingt zusammen gebrochen war. Steckrüben waren damals das einzige, was im Übermaß vorhanden war und somit das Hauptnahrungsmittel. Die Erfahrung nutzte man auch Ende des Zweiten Weltkrieges, indem man Steckrüben im großen Stil zur Volksernährung anbaute. Deshalb hat die Steckrübe immer noch den Beigeschmack , eine minderwertige Notnahrung zu sein. Im großen Stil wird sie nur noch in Norddeutschland angebaut.