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Spargel - immer ein Genuss!!

DSC_0394.JPG ”Königliches Gemüse”, “Frühlingsluft in Stangen”, “essbares Elfenbein” – so vielfältig die Vergleiche, so groß ist auch die Faszination, die Spargel immer wieder und durch die Jahrhunderte auf viele Feinschmecker aus allen Erdteilen ausübt.

Auch auf dem Gertrudenhof dreht sich von April bis Ende Juni alles rund um das köstliche Saisongemüse.
Beste Qualität zum günstigen Tagespreis ist unserer Devise - und als besonderen Service schälen wir den Spargel auf Wunsch auch kostenlos an unserer Spargelschälmaschine!

Aber was ist eigentlich Spargel genau?

Spargel ist eine mehrjährige Staude, bei der nur der etwa 35 cm tief unter der Erdoberfläche liegende Wurzelstock (Rhizom) überwintert. Jährlich im Frühjahr treibt Spargel daher mehrere Sprosse, die als Spargel geerntet werden. Biologisch gesehen ist Spargel also ein Stengelspross der Spargelpflanze. Nach der Ernte bilden die verbliebenen Sprosse das Spargelgrün oder Spargelkraut.

Ist Spargel eine Pflanze, die man Jahr für Jahr setzt, oder drücke ich einen Samen in die Erde?

Spargel wird nicht jedes Jahr neu gepflanzt, sondern ist eine mehrjährige Staude. Spargelpflanzen können im Erwerbsanbau - je nach Boden und Sorte - etwa 10 Jahre beerntet werden. Die Spargelstangen sind eigentlich die Sprosse der Pflanze. Im Laufe der Jahre werden die Stangen dünner, bis sich die Ernte nicht mehr lohnt. Die Spargelpflanzen kann man aus den Samen der weiblichen Spargelpflanzen ziehen. Spargelanbauer kaufen aber nahezu immer fertig vorgezogene Wurzelstöche in größerer Stückzahl, die bei der Anlage eines neuen Spargelfeldes im Frühjahr gepflanzt werden.

Wie lange dauert die Spargelsaison?
Die Spargelernte beginnt - je nach Witterung - etwa Ende April und dauert traditionell bis zum 24. Juni (Johanni). Die Ernte wird beendet, damit die Pflanzen eine ausreichende Regenerationszeit haben, um im folgenden Jahr genügend neue Sprosse bilden zu können.

Warum ist guter Spargel eigentlich so teuer?
Spargel war schon in der Antike etwas Besonderes. Der hohe Preis der feinen Stangen erhitzte seit jeher die Gemüter und veranlasste den römischen Kaiser Diokletian im Jahre 304, per Erlass den Spargelpreis zu regeln. Der Hauptgrund für den auch heute noch relativ hohen Preis, liegt allerdings im aufwendigen, pflege- und arbeitsintensiven und daher relativ teuren Anbau begründet. Spargel wird auch heute noch überwiegend von Hand geerntet. Viel Geduld ist zudem nötig, bis der Spargel im dritten Jahr nach der Pflanzung die erste volle Ernte liefert. Wer also frischen heimischen Spargel essen möchte, muss sich diesen Genuss aus gutem Grund etwas wert sein lassen. Allerdings schwankt der Spargelpreis von Jahr zu Jahr und innerhalb jeder Saison nicht unerheblich.

spargel_und__erdbeeren__im__hofladen.jpgWelcher Spargel kostet mehr - weißer oder grüner?
Weisser Bleichspargel ist in Deutschland - im Unterschied zu vielen anderen Ländern - bisher marktbeherrschend, während Grünspargel häufig nur auf kleineren Teilflächen angebaut wird. Insgesamt sind Anbau und Ernte von Grünspargel etwas weniger aufwendig. Daher kann grüner Spargel meist geringfügig günstiger angeboten werden. Andererseits ist eben relativ wenig grüner Spargel im Anbau, so dass bei Überangebot an weißem Spargel, oft der grüne Spargel dann doch eher der etwas teurere ist, aber eben nur, weil der weiße Spargel eigentlich unter Preis angeboten wird.

Woran erkenne ich wirklich frischen, erstklassigen Spargel?
Lange Transportwege, Unterbrechungen bei der Kühlung und zu hohe Kühltemperaturen tun der Qualität des Spargels gar nicht gut. Schon nach wenigen Tagen im Supermarkt - Ausnahmen sind möglich - verwandelt sich der einst vielleicht schmackhafte und optisch beste Spargel in eine eher mäßige, holzige Qualität. Importware aus südlichen Ländern wird daher nie so frisch sein können wie heimische Wahre. Frische ist das wichtigste Kriterium: Beim Spargelkauf sollte der Frische die höchste Aufmerksamkeit zuteil werden. Immerhin besteht frisch gestochener Spargel zu etwa 95 Prozent aus Wasser! Die Spargelenden sollten nicht hohl, bräunlich verfärbt oder ausgetrocknet sein. Daher sollte der Spargel nach der Ernte so schnell wie möglich zum Konsumenten kommen. Schauen Sie sich die hoffentlich saftigen, nicht ausgetrockneten Schnittenden genauer an. Zur Probe drücken Sie das Schnittende zusammen. Lässt der Spargel Saft, so ist der Spargel wahrscheinlich frisch. Der Saft sollte zudem angenehm duften und nicht säuerlich schmecken. Frischer Spargel lässt sich gut mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht nach. Die Stangen sollten fest sein und dürfen sich nicht biegen lassen. Manche Menschen schlagen zwei Stangen Spargel gegeneinander - wenn ein heller Ton erklingt, ist der Spargel frisch. Spargelrost hingegen ist nicht so schlimm: Dieser leichte, natürliche Pilzbefall zeigt nur, dass der Spargel nicht unerlaubt gewässert wurde, denn dadurch würde der Rost weitgehend verschwinden. Leider gingen gleichzeitig wichtige Vitamine verloren. Auch Spargel mit aufgeblühten Köpfen oder weniger gerade Stangen sind übrigens nicht im Geschmack beeinträchtigt. Für ein exzellentes Spargelessen spielen diese Kriterien - von der Optik einmal abgesehen - keine Rolle.

Hier ein paar köstliche Rezepte vom Hof:

Was habe ich falsch gemacht, wenn der Spargel bitter schmeckt?
Als Spargelkunde haben Sie wahrscheinlich nicht viel falsch gemacht! Ordentlich angebauter Spargel sollte nämlich nicht bitter schmecken. Durch Zugabe einer kleinen Menge Zucker ins Kochwasser, werden dem Spargel (angeblich) Bitterstoffe entzogen. Wirklich bitter schmeckender Spargel wird so jedoch kaum "neutralisiert" werden können. Spargel schmeckt bitter, wenn er zu dicht am Wurzelstock gestochen wird. Da der Wurzelstock mit jedem Erntejahr einige Zentimeter in Richtung Erdoberfläche wächst, müssen die Spargeldämme jedes Jahr ein wenig höher angelegt werden. Wählt der Spargelanbauer einen zu geringen Reihenabstand, so dass keine höheren Dämme möglich sind, wird der Spargel einer älteren Spargelpflanzung leicht zu dicht am Wurzelstock gestochen. In diesem Fall müssen die Spargelenden leider großzügig abgeschnitten werden.

Kann Spargel auch roh gegessen werden?
Obwohl die meisten Menschen gekochten Spargel bevorzugen, ist es natürlich auch möglich, rohen Spargel zu essen. Allerdings muss bei ungekochtem Spargel auf das zumeist gewünschte Spargelaroma verzichtet werden. Die im Spargel enthaltene Asparaginsäure entfaltet nämlich erst durch das Kochen ihren typischen Geschmack.

Muss Spargel geschält werden?
Bleichspargel sollte geschält werden! Benutzen Sie einen Kartoffel-, Gemüse- oder am besten einen speziellen Spargelschäler. Schälen Sie vom “Kopf” in Richtung Schnittende. Grünspargel hingegen wird nicht unbedingt, und wenn nur zum Schnittende hin, sparsam geschält. Stehend oder liegend

über die Zubereitung von Spargel
Spargel kann in einem größeren Topf liegend oder in einem speziellen Spargeltopf aufrecht stehend gekocht werden. Der Topf sollte in beiden Fällen nicht aus Aluminium gefertigt sein, da einige Inhaltsstoffe des Spargels mit Aluminiumoxid reagieren und sich die Stangen unschön gräulich verfärben können. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, Spargel solle in reichlich Wasser gekocht werden, empfehlen wir, nur soviel Wasser zu nehmen, dass die Stangen gerade bedeckt sind. Wenn der Spargel aufrecht stehend im Spargeltopf gekocht wird, kann sogar noch etwas weniger Wasser in den Topf gefüllt werden. Hier garen die Köpfe bei geschlossenem Deckel im Dampf, da sie eine kürzere Kochzeit benötigen. Das Wasser umspült hier nur die unteren Stangenteile. In das heiße Kochwasser gehört zumindest etwas Salz. Die Empfehlungen schwanken zwischen sehr wenig und einem gehäuften Teelöffel Salz pro Liter Kochwasser. Unsere Empfehlung: 1/2 Teelöffel pro Liter Kochwasser genügt. Der feine Buttergeschmack passt sehr gut zum Spargel. Etwa ein Teelöffel Butter kann zum Wasser gegeben werden. Zucker kann eventuell vorhandene Bitterstoffe mindern. Besonders beim Grünspargel, der mehr Bitterstoffe enthält, empfiehlt sich die Beigabe einer Prise Zucker. Ein Spritzer Zitronensaft im Kochsud kann beim weißen oder violetten Bleichspargel Verfärbungen etwas mindern, die durch Chlorophyll (Blattgrün) verursacht sind. Allerdings verdirbt eine zu große Menge Zitronensaft das feine Spargelaroma. Beim Grünspargel sollten Sie ganz auf Zitronensaft verzichten, da sich die Stangen sonst gräulich verfärben könnten.

Wie lange koche ich Spargel?
Kochen Sie frischen weißen oder violetten Spargel - je nach Dicke - 15 bis 20 Minuten in kochendem Wasser (mit etwas Salz, Zucker und Butter). Starke Gewürze und viel Zitronensaft im Sud verderben das feine Spargelaroma. Wer den Spargel schneeweiß geniessen will, kann allerdings etwas Zitronensaft beigeben. Garprobe: mit einem Küchenmesser oder einer Gabel in ein Spargelende einstechen - es sollte weich sein, aber noch etwas Widerstand bieten. Grünspargel braucht nur etwa 10-15 Minuten gekocht werden.

Darf ich gekochten Spargel wieder aufwärmen?
Da Spargel zu den nitratarmen Gemüsesorten gehört, kann Spargel nach dem Kochen problemlos wieder aufgewärmt werden.

Wie kann Spargel aufbewahrt werden?
Lagern Sie frischen Spargel sauber, kalt und zugedeckt. Gekühlt und in ein feuchtes Tuch gewickelt kann frischer Spargel relativ gut für 2 bis 3 Tage aufbewahrt werden. Grünspargel lagern Sie am besten aufrecht, in Wasser stehend.

Wie sollte Spargel eingefroren werden?
Spargel waschen und schälen. Holzige Enden abschneiden. Bleichspargel nicht kochen oder blanchieren. Vor dem Einfrieren erhitzter Spargel schmeckt nämlich anschließend weniger aromatisch und bißfest. Zudem gehen beim Blanchieren wichtige Vitamine verloren. Sparen Sie sich getrost die Zeit für diesen umständlichen Arbeitsgang: Einfach nach dem Schälen einfrieren! Eingefroren kann Spargel etwa 6-8 Monate aufbewahrt werden. Anschließend sollte der Spargel aber nicht aufgetaut werden - einfach gefroren ins kochende Wasser geben. So bleibt der Spargel vitaminreich, bißfest und aromatisch!

peter.jpgWieviel Kalorien hat Spargel?
Spargel besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur ca. 20 Kalorien (85 Joule) pro 100 g. Zudem ist Spargel ausgesprochen gesund: neben der entschlackenden Asparaginsäure enthält Spargel Kalium, Phosphor, Kalzium und die Vitamine A, B1, B2, C, E und Fohlsäure (wichtig für die Blutbildung).

Gibt es eigentlich Spargelsaft?
Spargelsaft gibt es in vielen Reformhäusern fertig zu kaufen. Der Saft kann aber auch selbst gepresst werden. Manche Menschen trinken auch den Spargelsud.

Enthält Spargel eigentlich Zucker?
Weißer Spargel enthält insgesamt etwa 2 g Kohlenhydrate pro 100 g. Darin ist auch der Zuckeranteil enthalten. Spargel ist also vergleichsweise zuckerarm. Bemerkenswert ist, dass in den Spargelspitzen, die für das Längenwachtum verantwortlich sind, deutlich weniger Zucker vorhanden ist, als im unteren Stangenteil.

Spargel soll auch den Körper entwässern. Stimmt das?
Spargel ist entwässernd, harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Daher sollten Menschen, die unter Wassersucht und Übergewicht leiden, Spargel essen. Er hilft (angeblich) auch Herzkranken, die oft einen gestörten Flüssigkeitshaushalt infolge mangelnder Pumpleistung des Herzens haben und dadurch Wasser im Gewebe einlagern, dieses vermehrt auszuscheiden. Durch die Entwässerung kommt es also zu einer Entlastung von Herz und Kreislauf. Durch die gesteigerte Harnausscheidung werden vermehrt Gift- und Schlackenstoffe als Stoffwechselendprodukte aus dem Körper ausgeschwemmt, das Blut gereinigt und die Funktion von Leber, Nieren und Lunge unterstützt.

Spargel hat aber auch negative Seiten:
Wer zu Nierensteinen neigt, sollte auf den Verzehr von Spargel verzichten. Auch bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut, sollte auf Spargel verzichtet werden, da sonst eventuell sehr schmerzhafte Gichtanfälle ausgelöst werden könnten. Fragen Sie in solchen Fällen Ihren Arzt, wie häufig Sie Spargel essen dürfen.

Woher kommt nach dem Spargelessen der ungewohnte Geruch des Urins?
Die Wissenschaft hat noch keine klärende Antwort auf diese Frage gefunden. Immerhin scheint man zu wissen, dass es mehrere schwefelhaltige Substanzen sind, die für den gewöhnungsbedürftigen Geruch des Urins verantwortlich sind. Welche Inhaltsstoffe im Spargel aber zu diesen Substanzen abgebaut werden, ist noch nicht geklärt. Vermutlich sind Abbauprodukte der im Spargel enthaltenen Asparaginsäuren an der Geruchsbildung beteiligt. Übrigens sollen nur ca. 50% der Spargelkonsumenten von den merkwürdigen Gerüchen betroffen sein. Die andere Hälfte kann Spargel ohne spätere Geruchsbeeinträchtigung essen, wobei wiederum unbekannt ist, ob dafür der Geruchssinn oder eine andere Art der Verdauung verantwortlich ist.

Was ist der Unterschied zwischen weißem Spargel und Grünspargel?
Im Gegensatz zum weißen oder violetten “Bleichspargel” wächst Grünspargel über der Erde, ist also bei der Ernte nicht mit Boden bedeckt. Daher genießt er das Sonnenlicht und wird schließlich grün (Chlorophyll). Von den Inhaltsstoffen her übertrifft er den weißen Spargel. Durch das Chlorophyll enthält er nämlich mehr Vitamin C und Karotin. Grünspargel hat einen etwas anderen Geschmack (etwas herzhafter) und muss fast nicht geschält werden (nur ganz unten). Zudem ist die Kochzeit beim grünen Spargel deutlich kürzer. Grünspargel eignet sich für fast alle Gerichte, die für weißen Spargel gelten.

Wann wurde Spargel kultiviert?
Schon die Griechen haben vor etwa 2500 Jahren Spargel gekannt. Der griechische Name “asparagos” bedeutet “Stiel” oder ”junger Trieb”. Die Griechen schätzten Spargel aber hauptsächlich als Arzneimittel. So sollte Spargel unter anderem Zahnschmerzen kurieren und Bienenstiche lindern können. Erstmals als Gemüse angebaut wurde Spargel wahrscheinlich von den landwirtschaftlich recht interessierten Römern. Von den Römern sind ausführliche Kulturanleitungen zum Spargelanbau überliefert.

Zu welcher Jahreszeit wird Spargel gepflanzt?
In den meisten Jahren wird Spargel von Mitte März bis Mitte April gepflanzt. Bei einer späteren Pflanzung kann der Ausfall durch Nichtanwachsen größer sein. Hier könnte eine Beregnung erforderlich werden. Bei früher Pflanzung müssen eventuell autretende Nachtfröste berücksichtigt werden. Wo wächst Spargel? Bleichspargel (weißer Spargel) wächst gut in leichtem, sandigem, wasserdurchlässigem und humosem Boden. Für den Spargelanbau geeigneter Boden sollte sich im Frühjahr schnell erwärmen. Grünspargel stellt etwa die gleichen Ansprüche an Boden und Klima wie Bleichspargel.

Wie groß ist die Anbaufläche in Deutschland?
In Deutschland wird auf rund 16.700 Hektar (2004 - Quelle: BMVEL) Ertragsfläche Spargel angebaut. Die größten Anbaugebiete sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Bayern und Hessen und Baden Württemberg. Die gesamte Erntemenge beträgt jährlich etwa 55.000 Tonnen mit einem Gesamtwert von mehr als 175 Millionen Euro. Damit hat sich Spargel zum wichtigsten Gemüse im deutschen Anbau entwickelt.

Ist grüner Spargel “geschossener” weißer Spargel?
Der wesentliche Unterschied ist tatsächlich die Anbaumethode. Ohne die angehäufelten Dämme könnte weisser Spargel auch als Grünspargel geerntet werden. Allerdings sind die Stangen dann vor dem Kochen teilweise violett gefärbt. Um diese natürliche Verfärbung zu vermeiden, werden für Grünspargel zunehmend andere Züchtungen, Sorten ohne Anthocyan angebaut. Kann ich nach Spargel wieder Spargel anpflanzen? Spargel kann bisher leider nicht auf Flächen angebaut werden, auf denen zuvor schon Spargel angebaut war. Selbst nach 10-15 Jahren kommt es noch zu stärkeren Ertragseinbußen. Ursache für das Wiederanbauproblem sind wahrscheinlich bestimmte Sporen im Boden.