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Rote / gelbe Bete

IMG_4787.JPGDie Rote Bete, in Österreich, Bayern und Südbaden auch „Rahner“ genannt, gehört zu der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Der Name der Roten Bete, der sich korrekterweise mit einem „e“ schreibt, hat nichts mit dem Beet zu tun, auf dem die Pflanzen wachsen. Der botanische Name lautet Beta vulgaris. Und von diesem Begriff „Beta“ stammt auch der Name „Bete“. Rote Bete sind sehr eng verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe, Mangold und Spinat.

Den Ursprung hat die Rote Bete vermutlich im Mittelmeerraum und Nordafrika. Sie kam mit den Römern nach Mitteleuropa. Im Mittelalter findet man die ersten Aufzeichnungen über „Beta“, wobei hier Mangold oder Rote Beete gemeint sein kann. Die gleichmäßig rote Farbe ist auf die Veredelung im 19. Und 20. Jahrhundert zurück zu führen.

Auf einer Fläche von 125 ha wurden im vergangenen Jahr Rote Bete im Rheinland angebaut. Der überwiegende Teil dieser Fläche ist für die Verarbeitung bestimmt. Entweder werden die Rüben eingelegt oder aber als fertig gekochte und vakuumierte Rüben verkauft. Viel schmackhafter und gesünder ist natürlich allerdings die frische Verwendung!

Verwendung und Inhaltsstoffe
Die auffällig rote Farbe ist auf die hohe Konzentration des Glykosids Betanin zurück zu führen. Betanin wurde in der Vergangenheit, bis heute als Naturfarbstoff verwendet. In der Lebensmittelindustrie ist er unter der Bezeichnung E 162 bekannt. Allerdings ist dieser Farbstoff nicht sehr hitzebeständig. Zudem ist für die Färbung noch das Anthocyan verantwortlich (E163), das neusten Studien zur Folge „Verkalkung“ in den Blutgefäßen vorbeugen soll.

In der Roten Bete findet man einen hohen Anteil an Folsäure, Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Jod, Eisen und Natrium. Auch Vitamin C, Vitamine aus der B- Gruppe und dem Provitamin A sind in ausgewogener Menge enthalten. Auch die Blätter der Roten Bete sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Zudem ist im Saft der Rübe ein hoher Nitratgehalt, welcher sich leistungssteigernd auswirkt.
Menschen die zur Nierensteinbildung neigen, sollten Rote Bete mit Vorsicht genießen, da der große Anteil an Oxalsäuren die Bildung von Steinen fördert. Diese Oxalsäure behindert zudem die Aufnahme von Eisen.

In der Volksmedizin wird milchsauer vergorener Rote-Bete-Saft als mehrwöchige Kur bei Appetitmangel, Infektneigung und Blutarmut angewendet.

Zubereitung
In der Zubereitung gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten. Weit verbreitet ist es, die Rote Bete eingekocht als Salat anzurichten. Zudem ist sie ein wichtiger Bestandteil des Labskaus. In Osteuropa ist Borschtsch sehr beliebt, eine Suppe, bei der Rote Bete ein Hauptbestandteil ist. Die Rübe ist ein schmackhafter Bestandteil für Suppen und Eintöpfe und bringt ein interessantes Farbspiel mit ein.
Die jungen Blätter der Rote Bete findet man in der gehobenen Küche oft im Salat.

Man sollte aber unbedingt drauf achten, Gerichte mit Roter Bete nicht lange warm zu halten, da sich gerade bei mittleren Temperaturen aus dem Nitrat das zellschädigende Nitrit bilden kann. Am besten ist es das Gericht sofort zu verspeisen, oder das Gericht im Wasserbad schnell runter kühlen und später wieder aufwärmen. Das kann übrigens auch bei zu warmer Lagerung geschehen, daher immer schön kühl lagern.