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Rosenkohl

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Von September bis März ist Rosenkohlzeit auf dem Gertrudenhof! Täglich frisch geerntet von den eigenen Feldern gibt es dann das köstliche Saisongemüse im Bauernmarkt des Gertrudenhofes.

Rosenkohl (latein. Brassica oleracea ), im Rheinland auch Sprühtchen, Spruute, Popeköchekäppesje, Poppeschaffüke und Poppestuweschaffuh genannt, ist ein Gemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse. An einem hochwüchsigen Stängel von 50 bis 70 cm Länge bilden sich in spiralförmig aufsteigender, meist dichter Anordnung Blattröschen die zumindest im oberen Bereich in den Blattachseln stehen, Ihnen verdankt der Rosenkohl seinen Namen.

In den Handel kommen unter der Bezeichnung Rosenkohl eben diese Röschen in loser, abgeschnittener Form. Sie haben eine grüne bis hellgrüne, manchmal fast weiße, schöne Färbung und einen Durchmesser von 10 mm bis ca. 50 mm. Im Gertrudenhof Bauernmarkt gibt es aber auch des öfteren den Rosenkohl noch direkt an der Sprossachse als ganzes.

Der Rosenkohl ist wie alle Kohlarten ein sehr guter Wintervitaminlieferant. Er enthält viele Mineral- und Ballaststoffe. An Vitaminen vor allem Vitamin A, C und B2. Außerdem ist er kalorienarm und enthält pro 100g nur 36 kcal /151 kJ.

Rosenkohl kann sowohl als herzhafter Salat, wie auch verbreitet als Gemüsebeilage zu vielen Fleisch, Fisch und Geflügelgerichten gereicht werden. Er ist bei Kindern sehr beliebt, vor allem wenn er mit einer Mehlschwitze zubereitet wird. Dies dämpft den Kohlgeschmack deutlich ab.

Hier ein paar köstliche Rosenkohl Gerichte:
* Rosenkohl-Suppe
* Rosenkohl Quiche
* Rosenkohl Auflauf mit Hähnchenbrust und Basmati Reis

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In Deutschland verbreitete er sich als Brüsseler Sprossen oder Brüsseler Kohl. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann der Rosenkohl seinen Siegeszug als Wintergemüse durch ganz Europa und erfreute sich seitdem sogar in den Vereinigten Staaten von Amerika großer Beliebtheit. Heute wird Rosenkohl vor allem in den Benelux Ländern, Frankreich und Großbritannien angebaut. In Deutschland werden gerade 15% der gesamten Produktion in Europa erzeugt. Dies reicht nicht aus um den Eigenbedarf zu sichern und es wird aus den Niederlanden hinzuimportiert.

Der früheste  Anbau von  Rosenkohl wird erstmals auf das Jahr 1587 in Belgien datiert. Vieleicht einigen aus dem Comic Asterix bei den Belgiern bekannt. Hier wundert sich Obelix über den kleinen ungewöhnlichen Kohl. Eine Anspielung  auf den Urvater des heutigen Rosenkohl, den  Choux de Bruxelles . Im Comic wird auch der Name "Botanix" erwähnt. Dieser soll ein Hinweis auf den Gemüseanbau in Flandern im 15./16 sein. Flandern war in dieser Zeit berühmt für den Anbau von Gemüse und die Kreativität in der Züchtung neuer Arten.

Rosenkohl ist eigentlich eine  zweijährige Pflanze. Es ist aber selten zu sehen was geschieht, wenn die Röschen nicht abgeerntet werden. Dann nämlich treiben sie nach ihrer Überwinterung im Frühjahr zu Sprossen aus, die im Sommer schöne kräftig gelbe Blüten tragen.

Rosenkohl bevorzugt einen sehr nährstoffreichen und sandigen, gerne lehmigen Boden mit guter Sonneneinstrahlung. Da er zu den starkzehrenden Pflanzen gehört, sollte er in Wechselwirtschaft angebaut werden. Er ist ein guter Nachbar im Beet für Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Spinat und Salat sowie für Rote Rüben. Mit anderen Kreuzblütlern (der Name rührt von der Kreuzform der Blüte her), wie z.B. Weißkohl, Rotkohl, Chinakohl, Weiße Rübe und Brokkoli verträgt er sich jedoch nicht. 

IMG_5650.JPGIm Anbau ist Rosenkohl eine recht pflegeintensive Kultur, die je nach Sorte von April bis Mai direkt ins Saatbeet im Freiland oder ins Frühbeet dünn verteilt ausgesät wird. Der Pflanzzeitpunkt ist entscheidend für die spätere Qualität der Röschen. Von Mitte Mai bis Ende Juni wird dann verpflanzt. Pflanzt man zu früh, bilden sich keine festen Blattröschen aus, bei zu spätem Einsetzen bleiben die Röschen meist zu klein. Die Abstände zwischen den Setzlingen sollte ausreichend gewählt sein ( gut 60 × 40cm  und 70 × 60cm).

Die Jungpflanzen müssen tief eingesetzt und sehr gut angegossen werden. Häufiges jäten und hacken fördert die Wurzelbildung und somit die Standfestigkeit der Pflanze. Im Herbst während der Bildung der Blattröschen benötigen die Pflanzen besonders viel Wasser. Mitte September, nach Ausbildung der ersten Röschen wird dann die Triebspitze gekappt. Dadurch sollen die Röschen gleichmäßiger und stärker ausfallen. Wichtig ist: Faulende Knospen und gelbe Blätter bitte regelmäßig entfernen, die grünen Blätter jedoch belässt man am Strunk, denn sie schützen die empfindlichen kleinen Röschen vor Frost.

Pflanz Tipp: Von Mitte bis Ende Mai die Sorten Wilhelmsburger und Hossa ausbringen, ab Mitte Juni dann die späten Sorten wie z.B. Harald und Igor. Stets tief einsetzen und gut wässern!

Gar Tipp: Am besten dünsten oder kurz garen und nicht zerkochen um möglichst viele Inhaltsstoffe zu erhalten

Erlebnis-Tipp: Entdecken Sie mit Ihren Kindern doch einmal die Rosenkohlfelder des Hofes bei einem Kindergeburtstag oder einer Hofführung für die Schulklasse oder die Kindergartengruppe Ihres Kindes. Mehr Infos dazu auf unserer Infoseite Schulbauernhof oder unter 02233 72816.

Sehen Sie hier auch den Gertrudenhof Gemüsetipp des Monats zum Thema Rosenkohl: