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Der weiße Rettich

Die Gemüsepflanze ist ein Kreuzblütler und stammt aus der Kohlfamilie. Sie gilt als Ur-Bayrisch. Doch zuhause ist sie woanders, nämlich im alten Ägypten, wo sich die Fronarbeiter schon beim Bau der Cheopspyramide, vor Jahrtausenden mit einem Biss in den Rettich zu stärken wussten. Der Rettich zeichnet sich durch seine kugel- oder spindelförmige Wurzel aus, die eine weiße bis schwarze Schale besitzt. Es gibt runde und weiße Rettiche, oder auch den länglichen und weißen oder braunen Rettich. Durch den Gehalt an ätherischen Senfölen entsteht der würzig-brennende und scharfe Geschmack. Oft verwendet man ihn als Brotbeilage oder auch in Scheiben, geraspelt, oder gerieben, roh in Salaten. Rettich schmeckt knapp gedünstet hervorragend als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Kartoffelgerichten.

Saison:

  • Je nach Sorte ist die Erntezeit für Rettich unterschiedlich.
  • Von Mai bis Juli sind rosafarbene und weiße zarte Mairettiche zu haben.
  • Ab Juli bis September folgen weiße Sommer- und Herbstrettiche.
  • In der übrigen Jahreszeit bekommt man weiße und schwarze Rettiche.

Der richtige Einkauf:

  • Sie erkennen einen guten und frischen Rettich an seinem geraden Wuchs.
  • Er sollte eine glatte und unbeschädigte Schale besitzen.
  • Das Fleisch sollte im Inneren fest sein und die Blätter sollten weder gelb noch welk sein.

Die richtige Zubereitung:

  • Den Rettich waschen, trocken tupfen, mit einem Sparschäler von der Schale befreien und in dünne Scheiben oder  Stifte schneiden.
  • 3-4 Minuten in leichtem Salzwasser mit etwas Butter garen.
  • Geputzt und geschält, fein geraspelt und unter Quark gerührt schmeckt er auch hervorragend.
  • Für einen Salat lässt sich dünn geschnittener Rettich mit einer Essig-Öl-Marinade zubereiten.
  • Da der Rettich sehr kalorienarm ist, lässt er sich gut andünsten oder kochen und ist daher auch noch gut geeignet für Suppen.

Unser Tipp:

  • Um die Schärfe von Rettich etwas zu mildern, bestreut man ihn mit einer großen Menge Salz. 5 Minuten einziehen lassen und anschließend mit Küchenpapier gründlich abtupfen und weiter verarbeiten.
  • Das Salz entzieht dem Rettich nicht nur die Flüssigkeit, sondern auch die Senföle, die für das Brennen im Hals sorgen. Gleichzeitig sorgt das Einsalzen dafür, dass der Rettich weicher und bekömmlicher wird.

Die richtige Lagerung:

  • Im Gemüsefach hält sich der Rettich problemlos bis zu 10 Tage.
  • Wichtig ist es hier, ihn vorher von Laub zu entfernen.

Unser Tipp:

  • Wickeln sie den Rettich in ein feuchtes Tuch. So bleibt er länger frisch und knackig.

Wussten Sie:

Der Rettich-Saft gilt als bewährtes Volksmittel gegen Gallen- und Leberbeschwerden sowie gegen Husten. Doch nicht nur als Nahrungsmittel wird er verwendet. Der Rettich wird vor allem in asiatischen Ländern gern und oft auf dem Tisch kunstvoll zu Recht geschnitten und dekorativ platziert.   

Heilende Wirkung:

Der Rettich verdankt seine Schärfe drei reichlich enthaltenen Senfölen, die nachweislich eine heilsame Wirkung auf Leber, Galle und Verdauung haben. Schon vor Jahrhunderten galt der Rettich als wirksam bei Gicht, Rheuma und sogar Husten und Heiserkeit. Zu beachten ist ebenso sein erfreulich niedriger Fett- und Kaloriengehalt.