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Quitte, die Vitaminbombe

quitten.jpgQuitten sehen nicht nur aus wie eine Mischung aus Apfel und Birne, sie gehören auch zur selben Familie. Sie zählen zu den Rosengewächsen und stammen ursprünglich aus Nordasien, dem Mittelmeerraum und Asien.

Die im Frühjahr weiß bis hellrosa blühenden Bäume tragen im Spätsommer viele hellgelbe Früchte, die noch bis in den späten November hinein gepflückt werden können. Daher zählen Quitten zu den spätesten Obstsorten des Jahres. Etwa Ende September startet die Hauptsaison für Quitten.

Man unterscheidet die etwas rundlichere, aromatische Apfelquitte und die länglichere Birnenquitte. Aus denen man schon vor langer Zeit Konfitüre, Gelees, Kompott oder Gesundheitsdrinks herstellte. Quitten sind nicht nur reich an Ballaststoffen, Kalium, Folsäure, Eisen sowie Vitamin C und Vitamin A, sondern schon seit der Antike nutzt man ihre heilende Wirkung bei Fieber, Husten, Magen- und Darmproblemen.

Sie lassen sich hervorragend zu allerlei herbstlichen Gerichten verarbeiten. Die Quitte hat einen fruchtig-herben Eigengeschmack, daher ist sie ebenfalls ein guter Begleiter zu Wildgerichten. Gebacken kommen die Früchte in Desserts und Kuchen oder auch als süße Beilage zu herzhaften Gerichten zum Einsatz. Doch nicht nur in Gerichten eignet sich die Frucht, sie erfüllt auch jeden Raum mit ihrem intensiven Duft.

Wussten Sie:

Das Wort Marmelade stammt ursprünglich vom portugiesischen Wort „Marmelada“, was übersetz Quittenmarmelade heißt, denn „Marmelo“, heißt Quitte.

Der richtige Einkauf:

  • Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Quitten gelb sind und aromatisch duften.
  • Sie sollten einen möglichst schwachen Flaum auf der Schale besitzen.
  • Die Frucht reagiert sehr empfindlich auf Berührungen, daher bekommen sie schnell Druckstellen.
  • Achten Sie bitte beim Kauf und dem Transport der Quitten, dass sie möglichst schonend transportiert werden.

Wissenswert:

Roh sind die Quitten nicht zu genießen, da sie einen hohen Gehalt an Gerbstoffen enthalten. Das Fruchtfleisch schmeckt holzig, hart und bitter. Ihren Ruf, haben die Quitten ihrem pelzigen Mantel zu verdanken, da sie sich schwer verarbeiten lassen. Der Geschmack ähnelt beim Kochen wiederum stark dem von Äpfeln und Birnen.

Die richtige Zubereitung:

  • Die Früchte sollte man roh nicht verzehren, da sie von Natur aus sauer, hart und holzig schmecken.
  • Die jungen Früchte sind von einem dichten, öligen Flaum bedeckt. Dieser enthält Bitterstoffe.
  • Man sollte vor der Verarbeitung die Frucht gründlich, am besten mit einem groben Tuch putzen.
  • Anschließend schält man die Frucht, entkernt sie und schneidet sie in kleine Stücke.
  • Die Quitten kann man dünsten als auch zum Kochen von Marmeladen, Gelees und Säften verwenden.
  • Damit sie bei der Verarbeitung nicht braun wird, träufelt man etwas Zitronensaft darüber.
  • Bei der Zubereitung eines Gelees oder einer Konfitüre sollte die abgeriebene und gewaschene Frucht in Würfel geschnitten werden.
  • Im Wasser ca. 20 Min. aufkochen lassen, bis sie gar ist.
  • Im Anschluss siebt man es ab und der Quittenfond wird mit dem Gelierzucker (oder Zucker) nochmals kurz aufgekocht und abgeschmeckt. Die Schale nutzt man auch, da in ihr viel Pektin steckt.

Unser Zubereitungstipp:

Aufgrund des hohen Pektin Gehalts in den Quitten, müssen Sie nicht unbedingt Gelierzucker zum Einmachen nehmen. Sie können auch normalen Zucker verwenden. Die Quitten sollten dann, etwas länger kochen, damit das Pektin vollständig aus den Früchten sich löst.

Nicht zu vergessen:

Auch die Kernen der Quitte kann man verarbeiten. Die Kernen ins Wasser legen und aufkochen. 1 EL Kernen benötigt eine Viertelstunde und die achtfache Menge an Wasser. Ein Quittenschleim entsteht. Dieser wirkt bei Sonnenbrand, Wunden, innerlich bei Halsschmerzen und Husten.

Die optimale Lagerung:

  • IMG_5124.JPGDie optimale Lagerung der Quitten, ist sie bei Temperaturen von 2°C zu lagern.
  • Quitten mögen es im dunklen, kühlen, luftigen und trockenen Keller.
  • Dort sind sie bis zu 2 Monaten haltbar.
  • Bei wärmenden Temperaturen verderben die Quitten schneller, deswegen sollte man sie nicht lange lagern. 
  • Man sollte darauf achten, dass Quitten Einzelgänger sind, ihr starkes Aroma überträgt sich sehr schnell auf andere Lebensmittel.

Die Konservierung:

  • Die eingekochten Produkte sind Ca. 1 Jahr haltbar und werden sogar im Laufe der Zeit noch aromatischer.
  • Die Früchte kann man aber auch einfrieren.
  • Dazu sollte man die Quitten schälen, entkernen und blanchieren.
  • So lassen sie sich ebenso im verschlossenen Gefäß Ca. 1 Jahr lang lagern.

Die Quitte als Heilungsmittel:

Die Blätter und Samen der Quitte werden als Heilungsmittel verwendet und als Tee angewendet. Aus der Frucht kann man Mus, Saft oder Honig herstellen. Für einen Quitten-Tee benötigt man eine ganze Quitte.

Anwendungen:

  • Man köchelt zwei Teelöffel Quittensamen mit einer Tasse kochendem Wasser und das Ganze zusammen etwa 5 Minuten lang. Anschließend abseihen und in kleine Schlucken trinken. Der Tee hilft gegen Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden und gegen Unruhe.
  • Das Mus hilft gegen Erkältungen, da die Quitte bei der Ausscheidung hilft.
  • Die kleingeschnittene Quitte kann man auch in Honig einlegen, der hilft wiederrum gegen Husten und dient der Stärkung.