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Saftige Äpfel auf dem Gertrudenhof

“An apple a day - keeps the doctor away”

IMG_1590.JPGEntdecken Sie jetzt unsere große Auswahl an köstlichen Äpfeln aus geprüftem Anbaul - knackig, saftig und immer ein Genuss!

Über 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 mg Kalium und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen trägt ein durchschnittlich großer Apfel in und unter seiner Schale. Dabei besteht er zu 85 Prozent aus Wasser und hat nur rund 60 Kilokalorien. Er ist gut zu Zähnen und Darm und sein Trauben- und Fruchtzucker liefern schnell Energie.

Der Apfel ist das beliebteste Obst der Deutschen. Die Statistiker wissen es wieder einmal genau:

  • 17 Kilo jener Frucht, die als goldener Zankapfel zum Trojanischen Krieg führte, isst jeder Deutsche jedes Jahr.
  • Elf Liter Apfelsaft rinnen jährlich durch deutsche Kehlen.
  • Weltweit gibt es 20.000 Apfelsorten, aber nur ein Bruchteil, rund 1.000, wachsen in Deutschland. Und nur vier gängige Apfelsorten decken rund 70 Prozent des europäischen Apfelmarktes ab.
  • Rund 945 000 Tonnen Äpfel wurden im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik geerntet.

Leckere Rezepte rund um den Apfel

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Lob dem Apfel
Eines musst Du Dir gut merken, wenn Du schwach bist: Äpfel stärken!
Äpfel sind die beste Speise Für zu Hause – für die Reise,
für die Alten – für die Kinder,
für den Sommer – für den Winter,
für den Morgen – für den Abend
Äpfel essen ist stets labend!
Äpfel glätten Deine Stirn, bringen Phosphor ins Gehirn,
Äpfel geben Kraft und Mut und erneuern Dir dein Blut.
Auch vom Most, sofern Dich durstet, wirst Du fröhlich, wirst Du lustig.
Darum Freund so lass dir raten: Täglich ihre fünf bis zehn,
wirst nicht dick, doch jung und schön und kriegst Nerven wie ein Strick.
Mensch, im Apfel liegt Dein Glück!
Gesund und einfach lecker
Äpfel - täglich genießen!

„An apple a day keeps the doctor away – Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern." !Die alte Volksweisheit verspricht Wahres. Denn unser kalorienarmes Lieblingsobst enthält viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe:

  • Leicht verdauliche Kohlenhydrate (Frucht- und Traubenzucker)
  • Pektin, ein Ballaststoff mit verdauungsfördernder Wirkung, der sowohl bei Durchfall hilft als auch den Cholesterinspiegel senken kann.
  • Vitamine; besonders Vitamin C, das vor Zellschäden schützt und die Widerstandskraft des Körpers stärkt. Sonnengereifte Äpfel haben einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt.
  • Mineralstoffe; vor allem Kalium, das wichtige Aufgaben im Nerven- und Muskelstoffwechsel erfüllt.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe, die Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen, das Immunsystem stärken und das Krebsrisiko mindern (zum Beispiel Polyphenole). Die Vitamine sitzen in der Schale. Bis zu 70 Prozent der Vitamine sind in Apfelschale oder direkt darunter.
  • Wer Äpfel schält, schält also auch die Vitamine ab. Die Schale ist zudem reich an Eisen, Magnesium, ungesättigten Fetten und bioaktiven Substanzen. Zwischen 5 und 35 Milligramm Vitamin C - je nach Sorte, stecken in der Schale.
  • Und sogar das Kerngehäuse ist noch wertvoll: es enthält Jod. 

Wichtig für Apfelbaumbesitzer: Früchte, die in der Sonne hängen, enthalten deutlich mehr Vitamine als solche, die im Schatten wachsen.


Nährstoffgehalt von 100 g essbarem Anteil

  • IMG_9752.JPGEnergie 50 kcal bzw. 210 KJ
  • Eiweiß 0,3 g
  • Fett 1 g
  • Kohlenhydrate 12g
  • Natrium 3 mg
  • Kalium 130 mg
  • Calcium 7 mg
  • Magnesium 6 mg
  • Phosphor 10 mg
  • Eisen 0,4 mg 
  • Vitamin A 10 µg
  • Vitamin E 0,5 mg
  • Vitamin B1 0,03 mg
  • Vitamin B2 0,03 mg
  • Niacin 0,3 mg
  • Vitamin C 5 - 30 mg

Der Apfel ist ein altes Hausmittel, so ist er das Hausmittel bei Magen/Darmproblemen: Ein geriebener Apfel ist für Säuglinge und Kleinkinder ein bewährtes Mittel gegen Durchfall. Und auf nüchternen Magen ein roher Apfel gründlich gekaut und gegessen hilft sehr gut gegen Stuhlträgheit. Erstaunlicherweise hilft der gleiche Apfel, fein gerieben, auch gegen Durchfall, sogar bei ernsthaften Durchfallerkrankungen, wenn man einen rohen Apfel gerieben mit Schale isst. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Pektine: Pektin ist ein lösliches Polysaccharid, also ein komplexes Zuckermolekül, das die Fähigkeit hat in wässriger Lösung ein Gel zu bilden, d.h. es quillt auf, wobei eine dreidimensionale Netzstruktur entsteht. Da Pektin nicht verdaut wird, gehört es zu den Ballaststoffen. Während die Quellfähigkeit des Pektins zu einem längeren Sättigungsgefühl verhelfen kann, unterstützt es als Ballaststoff den Verdauungsvorgang. Dabei ist es in der Lage Stoffwechselendprodukte, Schadstoffe und z.B. Cholesterin einzulagern und somit dem Körper zu entziehen. Bei Durchfallerkrankungen wirkt deshalb oft schon ein geriebener Apfel Wunder: Das Pektin lagert nicht nur überschüssiges Wasser ein; Spaltprodukte des Moleküls bewirken eine Wiederherstellung des schwach sauren pH-Wertes, wodurch viele Erreger von Durchfallerkrankungen im Wachstum gehemmt werden.

Apfelessig lindert Hals- und Rachenentzündungen, wenn man 1 Glas heißes Wasser, 1 Esslöffel Honig und 1 Teelöffel Apfelessig schluckweise trinkt. Oder man isst einen gebratenen Apfel mit Honig - hilft bei Heiserkeit.

Ein Apfel vor dem Schlafengehen verhindert Schlafstörungen, ein Apfel am Morgen hilft beim Wachwerden.

Schwangerschaftsübelkeit am Morgen wird durch das Essen eines Apfels vor dem Aufstehen vermieden.

Wer nervös ist sollte sich Apfeltee zubereiten: Ein ungeschälter Apfel in Scheiben geschnitten, mit einem Liter kochendem Wasser übergossen und zwei Stunden ziehen lassen ergibt einen Apfelfruchttee.

Für eine reine und zarte Haut sollte man die Apfelmaske versuchen: Ein geschälter Apfel wird gerieben und mit etwas Honig verrührt, die Mischung bis zu 20 Minuten einwirken lassen und vorsichtig abwaschen. 

Rauchen aufhören mit Äpfeln: Eine Apfelkur, bei der man für drei Tage lang nur Äpfel isst (etwa 20 Stück) kann bei der Rauchentwöhnung helfen, weil man durch die vielen Äpfel eine Abneigung gegen das Rauchen bekommt. Auch für Nichtraucher ist so eine Apfelkur gesundheitsfördernd, weil sie den Stoffwechsel anregt und das Verdauungssystem auf Vordermann bringt.

Einreibungen mit lauwarmem Apfelessigwasser helfen bei Krampfadern

Junge, frische Apfelblätter regen den Gallenfluß und die Lebertätigkeit an. Ein Aufguss aus getrockneten Blättern und Blüten wirkt bei Harnwegsentzündungen

Und last but not least - der Apfel reinigt die Zähne : Der Apfel hat mit seinen Fruchtsäuren und Ballaststoffen einen stark reinigenden Effekt für die Zähne und funktioniert daher für die Zahnreinigung zwischendurch ebenso gut wie ein Kaugummi. Die Geschichte der Äpfel: Einst als „Götterfrucht“bekannt – heute das beliebteste Obst der Deutschen

Die Wiege des Apfels liegt in Westasien, wahrscheinlich dem Kaukasus und Himalaya. Noch heute stehen dort Wildapfelarten, von denen die heutigen Sorten abstammen. Der griechischen Sage nach brachte Herakles den Apfel nach Griechenland. Anderen Quellen zufolge war es Alexander der Große, der die erfrischende Frucht von seinen Feldzügen in Persien kannte und in Griechenland anpflanzen ließ. Von dort gelangte der Apfel nach Italien, mit den Feldzügen der Römer, die die Kunst des Pfropfens eine Veredelungsmethode einführten, etwa im Jahre 100 v. Chr. dann nach Frankreich und Deutschland. Seit dem 6. Jahrhundert hat man Äpfel in Mitteleuropa bewusst angebaut; seit dem 16. Jahrhundert wurde der Apfel dann auch zu einem Wirtschaftsgut und im 19. Jahrhundert begann die gezielte Züchtung. Heute ist der Apfel die mit Abstand bedeutendste Obstart für deutsche Obstbaubetriebe


Der Apfel in Europa, kostbares Herrschaftssymbol - der Reichsapfel

Von Italien aus gelangte der Apfel mit den Feldzügen der Römer etwa um 100 vor Christus nach Nordeuropa und erreichte dort auch bei den Kelten und Germanen schnell mystischen Status.Für die Kelten war der Apfel ein Symbol für Tod und Wiedergeburt, bei den Germanen wachte die Göttin Iduna über goldene Äpfel, die Unsterblichkeit verleihen konnten. Im ersten Jahrhundert nach Christus wurden bereits im gesamten Rheintal Äpfel kultiviert, dennoch blieb die Frucht bis in die Neuzeit hinein ein Luxusobjekt und galt als Herrschaftssymbol. Der "Reichsapfel" gehörte zu den Insignien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, er symbolisierte die Weltenkugel und wurde bei der Krönungszeremonie vom Herrscher in der linken Hand gehalten. Auch in die Volksseele erhielt "malus domestica" Einzug: Die prominente Rolle des Apfels im Märchen "Schneewittchen" ist ein Beispiel dafür und auch der Nikolaus brachte ursprünglich keine Süßigkeiten, sondern Äpfel als gute Gaben. * Über Jahrtausende galten Äpfel als Symbol für Reichtum, Liebe und Fruchtbarkeit - Assoziationen, die durch die moderne industrielle Massenproduktion fast vollständig abhanden gekommen sind: Der Apfel ist heute die vielleicht alltäglichste Frucht.

 

Der Apfel im Volksbrauchtum: Berühmt wurde der (Granat-)Apfel, den Eva Adam reichte...er mutierte im Christentum vom Lebensspender zum sündigen Objekt. Wenn die heilige Familie unter einem Apfelbaum abgebildet ist (wie bei Werken des flämischen Malers Rubens), wird damit auf die Fruchtbarkeit Marias hingewiesen. Er war Symbol für Vergänglichkeit, in allen Kulturen hoch geschätzt, grundsätzlich auch ein Symbol für die Erde und vielen Göttinnen zugeordnet wie Ischtar, Venus, Hera, Iduna. Bei den Kelten ist Avalon (die Apfelinsel) ein heiliger Ort, an Samhain (dem Hochfest der Kelten, die Nacht des 31.10 zum 1.11., heute eher als Halloweenfest bekannt, war der Apfel Symbol für Sterben und Wiedergeburt. Bei den Germanen wachte die Göttin Iduna über die goldenen Äpfel - die Asen aßen davon und erhielten ewige Jugend. In Griechenland wurde der Apfel berühmt, als Paris der schönsten Göttin einen Apfel geben sollte und durch die dadurch entstehende Eifersüchteleien den Trojanischen Krieg auslöste. Bekannt ist auch die Sage um den berühmten "Apfelschuss". Der Schweizer Wilhelm Tell weigerte sich im Jahre 1291 , sich vor einem hohen Herrn zu verbeugen und mußte zur Strafe einen Apfel mit einer Armbrust vom Kopf seines eigenen Sohnes schießen. Nachdem er gut gezielt hatte, sagte er allerdings, dass er mit seinem zweiten Pfeil den reichen Vogt getötet hätte, wenn der Apfelschuss misslungen wäre. Seither gilt er als Nationalheld und ist ein Symbol der Freiheit. Martin Luther wird das Zitat zugeschrieben: "Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.” Ein Apfel zeigt halbiert in der Mitte ein Pentagramm – das war und ist ein magisches Symbol, als Reichsapfel symbolisierte er die Erdkugel wegen seiner runden Form und steht er für die Herrschaft des Geistes auf der Erde, als Zeichen der Macht, der Weltherrschaft seines Besitzers. Der Apfel gilt als weiblich, die Birne als männlich; bei der Geburt eines Mädchens wurde daher immer ein Birnbaum, bei einem Jungen ein Apfelbaum gepflanzt. Der Apfelbaum wird aber auch als Orakelbaum betrachtet: man sagte mit seiner Hilfe den Verlauf von Leben und Tod voraus. Aß man unmittelbar vor dem Tod noch einen Apfel, konnte die letzte Ölung nicht erteilt werden und man war auf ewig verdammt. Apfelbäume wurden auch vielfach mit Hexen und Unholden in Verbindung gebracht. Unter ihnen, wie unter vielen anderen Bäumen, tanzten freitags die Hexen, so unter dem Hexenbäumle, ein Apfelbaum, in Rottenburg. Die erste schriftlich überlieferte Olympiade fand 776 v.Chr. in Griechenland statt. Der Sieger bekam damals einen Apfel als Preis...heute gibt es eine Goldmedaille.

Der Apfel im Sprachgebrauch:

  • Jemanden veräppeln (sich über jemanden lustig machen) 
  • Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm ( jemand gleicht einem anderen)
  • Äpfel mit Birnen vergleichen (zwei Dinge, die sich nicht vergleichen lassen)
  • In den sauren Apfel beißen (etwas Unangenehmes tun müssen)
  • Der Apfel als Liebespflanze: Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Jünglingen. Seine Frucht ist meiner Kehle Süße. Er labet mich mit Äpfeln, denn ich bin krank vor Liebe (aus dem Hohelied Salomons)
  • Bekannterweise verführte Eva Adam mit einem Apfel - und seitdem gelten Äpfel als verführerisch!
  • Äpfel gelten bei den Voodoos als Liebespflanze, sie kommen in der Wahrsagerei und Unsterblichkeitszaubern vor. Apfelblüten gelten in Japan und China seit jeher als Symbol der Frauenschönheit und des Frühlings.
  • Beim Halloweenfest in den USA wird das "Apfelfischen" gespielt. Jeder Teilnehmer setzt einen Apfel auf eine Wasserschale. Dann versucht jeder, einen Apfel mit Mund und Zähnen herauszufischen - der Eigentümer, dessen Apfel man fischt, wird der Ehepartner!
  • In Deutschland sagte man von einem Mädchen, das noch Jungfrau war: " Sie hat des Apfels Kunde nit". Eine Jungfrau durfte auch keinen Doppelapfel essen, sonst würde sie Zwillinge gebären.
  • Der Apfel ist im Besonderen ein Symbol für das weibliche Geschlecht . Durch das Herabgleiten lassen eines Apfels am Körper bei der Hochzeit hinter dem Altar, sollte in Schlesien gewährleistet werden, daß die Frau bei der Entbindung keine Probleme hat.
  • In Westfalen wurde ein Wettlauf nach dem Brautapfel , ein Apfel, der mit Geld gespickt war, veranstaltet. 
  • In der Schweiz schälten Brautführer einen Apfel; aus den Figuren, die aus der Schale entstanden waren, wurde die Zukunft der Hochzeiter herausgelesen.
  • Dieses Gedicht Goethes im Faust spielt auf die gängige alte Umschreibung für die Brust an... Einst hatte ich einen schönen Traum, Da sah ich einen Apfelbaum. Zwei schöne Äpfel glänzten dran, Sie reizten mich, ich stieg hinan. [Gretchen] Der Äpfelchen begehrt Ihr sehr, und schon vom Paradiese her, von Freuden fühl ich mich bewegt, daß auch mein Garten solche trägt.
  • Traumdeutung: Von einem fauligen, wurmstichigen Apfel träumen macht auf falsche Freunde aufmerksam und prophezeit eine Trennung. Ein roter Apfel dagegen kündigt eine neue Liebesbeziehung an. Am Andreastag (30.11.), dem großen Lostag für Unverheiratete, erbat sich ein Mädchen von einer Witwe einen Apfel, teilte ihn schweigend in zwei Hälften, aß die eine davon und legte die andere unter ihr Kopfkissen, um im Traum ihren Zukünftigen zu sehen.


Gute Nachrichten für alle Apfel-Allergiker:
"Santana" Äpfel sind wieder da im Gertrudenhof Bauernmark, die von sehr vielen die normalerweise sonst unter Apfelallergie leiden beschwerdefrei gegessen werden kann!

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17 Kilogramm Äpfel isst jeder Bundesbürger rechnerisch im Jahr – tatsächlich können sich längst nicht alle das gesundheitsfördernde Obst schmecken lassen.Viele Apfelallergiker verzichten auf frisches Kernobst. Ein Schritt, der oft nicht nötig ist. Vor allem ältere Sorten, die nicht sehr lange lagern, scheinen allergische Reaktionen zu minimieren oder bestenfalls sogar auszuschließen. Sie besitzen meist weniger Allergene als jüngere Züchtungen.
Insbesondere die alten Sorten Boskoop, Gravensteiner, Jamba und Berlepsch gelten vor diesem Hintergrund als gut verträglich.

"Die meisten Menschen sind an die enthaltenen Proteine in alten Apfelsorten gewöhnt, deshalb bleiben Reaktionen beim Verspeisen aus", sagt Hans Steinhart, emeritierter Professor für Lebensmittelchemie der Universität Hamburg. Aktuellen Forschungen zufolge spielt auch der Gehalt an Polyphenolen in Äpfeln eine Rolle bei der Verträglichkeit. Die Substanzen sind unter anderem dafür verantwortlich, dass ein Apfel nach dem Anschneiden braun wird:

Da das allergieauslösende Protein Mal d 1 sehr empfindlich ist, kann auch die Verarbeitung in der Küche das Apfelessen erleichtern:"Bereits beim Erhitzen oder Reiben eines Apfels werden die Allergene zerstört, sodass etwa Apfelmus von Betroffenen meist sehr gut vertragen wird", betont Behr-Völtzer.

Neuer Apfel für Allergiker

1978 wurde durch Zufall der offenbar für viele Allergiker bekömmlichen Santana-Apfel gezüchtet. Durch die Kreuzung der Sorten Braeburn und Priscilla entstand mit dem Santana ein Apfel, der neben der Schorfresistenz einen positiven Effekt auf die Verträglichkeit bei Allergikern hat. Dies liegt offenbar an dem geringen Gehalt allergieauslösender Eiweiße im Santana-Apfel.

Wer keine Rücksicht auf die Sorte nehmen möchte, sollte auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Eventuell könne eine Hyposensibilisierungstherapie helfen, bei der die Überreaktion des Immunsystems auf das Allergen reduziert werde, sagt Professor Karl Christian Bergmann vom Allergiezentrum der Berliner Charité. "60 bis 70 Prozent der Patienten, die sich an der Charité einer sogenannten sublingualen Immuntherapie unterziehen und Tropfen aus Birkenpollenextrakt einnehmen, können nach einem Jahr wieder problemlos alle Apfelsorten essen", erklärt Allergologe Bergmann.

Apfelallergiker, die im Selbsttest herausfinden möchten, welche Sorten sie vertragen, sollten vorsichtig sein. Ärzte raten dazu, zunächst nur einen Lippentest mit einem ungeschälten Apfel zu machen und bei ausbleibender Reaktion die Verzehrmenge langsam zu steigern. Wer hochgradig sensibilisiert ist, sollte unbedingt ärztlichen Rat einholen, bevor er eine neue Sorten testet. "Es ist die sicherere Variante", sagt Bergmann.