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Paprika, Chili & Co.

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Paprika, Chili & Co. werden in Gerichten verwendet um entweder einen leichten Pepp oder „echtes“ Feuer hinein zu zaubern. Stellen Sie sich ein ungarisches Gulasch ohne Gemüsepaprika vor, oder ein Chili con Carne ohne Chili. Ohne diese Gewürze wäre unser heutiger Speiseplan nicht das, was er ist.

Egal ob spitz, eckig oder rund, die Paprika gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Sie gehört zu den Nachschattengewächsen und wir unterscheiden zwischen Gemüsepaprika, auch süße Paprika genannt und Chili/Peperoni. Botanisch gesehen gehören sie jedoch alle zu einer Gattung - nämlich den Paprika. Oftmals werden die Früchte als Schoten bezeichnet. Dies ist allerdings nicht korrekt, denn es handelt sich hier um Beeren.

Natürlich bekommen Sie bei uns im Gertrudenhof Hofladen täglich eine frische Auswahl an verschiedenen Paprika und passend zur Saison im Mai auch Paprikapflanzen für die eigene Paprikaanzucht im Beet oder Balkonkasten.

Gemüsepaprika

  • DSC_0727.JPGGemüsepaprika werden roh in Salaten verwendet, als Gemüse oder als ein Hauptbestandteil eines Gerichtes.
    Von scharfen Gerichten aus Asien bis hin zur texanisch-mexikanischen Küche. Auch als Suppe, gegrillt und/oder gefüllt sind sie lecker und gesund.
  • Stellen Sie sich nur ein ungarisches Gulasch ohne Paprika vor – undenkbar.
  • Die bei uns sehr bekannte und beliebte Gemüsepaprika gibt es in den Farben grün, gelb, orange und rot
  • Grüne Gemüsepaprika sind bitterer und kräftiger im Geschmack als die Roten.

Chili

  • Die scharfen Verwandten kommen meist nur gut dosiert zum Einsatz da sie einem Essen das „richtige Feuer“ verleihen sollen.
  • Besonders oft trifft man sie in den traditionellen Gerichten warmer Regionen, denn durch ihren Verzehr steigt die Körpertemperatur. Dies führt dazu, dass man stärker schwitzt und sich der Körper dadurch besser abkühlt.

Unser Lagertipp:

  • Frisch gekauft halten sich die Paprikafrüchte etwa 2-3 Tage.
  • Bei der Aufbewahrung im Gemüsefach Ihres Kühlschrankes etwa eine Woche.

Unser Zubereitungstipp:

  • Alle Schleimhäute reagieren allergisch auf die Wirkstoffe. Berühren Sie also nicht den Mund oder die Augen, nachdem Sie mit Chilis gearbeitet haben und waschen Sie sich gründlich die Hände oder verwenden Sie Handschuhe.

Die kleine Sortenkunde:

DSC_0726.JPGDer klassische Gemüsepaprika:
die grünen Früchte sind herber und bitterer als die etwas süßeren
orangen oder roten Früchte




DSC_0729.JPGChilli zum Kochen und Würzen:
Chilli ist in vielen Küchen der Welt zu Hause und bringt "Feuer" in jedes Essen.
Wer die Schärfe abmildern möchte, sollte die Scheidewände und Kerne entfernen, denn in
ihnen steckt das meiste Capsaicin.




DSC_0723.JPGSpitzpaprika:
Sie ist eine längere und dünnere Version der Gemüsepaprika und kann in
ebenso vielen Gerichten verwendet werden. Außerdem steckt in ihr viel Vitamin C
und Carotin.




DSC_0721.JPG Piementos de Padron:
Stammen aus der Nähe des Ortes Padrón in Spanien. Sie hat etwa die Größe
eines Jalapeño und es sind immer grüne Früchte. Typisch für Paprika aus dieser
Gegend ist, dass der Schärfegrad von Frucht zu Frucht unterschiedlich ist.



DSC_0715.JPGHabaneros:
Sie stammen hauptsächlich von der Halbinsel Yucatán, auf der größtenteils die
gelben und orangen Früchte angebaut werden. Die roten Habaneros stammen meist aus der Karibik. Sie zählen zu den schärfsten Chilis.




DSC_0709.JPGSüßer Snackpaprika:
Diese Paprikasorte ist speziell für den Topf- oder Kübelanbau gezüchtet worden.
Aufgrund ihres süßen Geschmacks findet sie immer mehr Anhänger. Sie dient
nicht nur als gesunder Snack für zwischendurch sondern auch für Füllungen oder als Gemüse bei hellem Fleisch



Für die Gesundheit:

Von der süßesten Gemüsepaprika bis hin zur schärfsten Chili besitzen alle Früchte eine Heilwirkung. Aber trotz der Verwandtschaft könnten eben diese Heilwirkungen nicht unterschiedlicher sein:

  • Die scharfen Früchte können beim Abnehmen helfen, den Magen schützen und sogar gegen Erkältungen zum Einsatz kommen.
  • Die süßen Paprika sind durch ihren hohen Gehalt an Antioxidanzien sehr gut um Herzerkrankungen zu vermeiden.
  • Die rohen Paprika enthalten eine Menge Vitamin C. Außerdem wird beim Erhitzen Beta-Carotin freigesetzt. Wie also bekommen sie das Vitamin C aus den rohen und das Beta-Carotin aus den gekochten Früchten? Ganz einfach – schwenken Sie die Paprika kurz an. Wichtig ist, dass sie nach dem Anschwenken noch Biss haben.
  • Damit der Körper das Beta-Carotin und die Carotinoide aufnimmt, sollten Sie etwas Olivenöl verwenden.
  • Aber Achtung – schärfer bedeutet nicht gleich besser in der Heilwirkung. Quälen Sie sich also nicht mit Chili, die Ihnen eigentlich zu scharf sind. In ihren Eigenschaften sind sich nämlich die verschiedenen Sorten ziemlich ähnlich.

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Unser besonderer Tipp:

Exotischer Fruchtgeschmack mit einem Hauch fein-würziger Schärfe:

Probieren Sie auch den köstlichen Palio Papaya Chilli
von unserem Partnerwinzer dem Weingut Köth.

 

Der eigene Anbau:

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Egal ob Sie große milde oder kleine feurige Paprika anbauen möchten. Hier verhalten sich alle Sorten gleich. Sie gehören zu den Pflanzen, die sehr viel Wärme benötigen.

  • Um an Samen zu kommen, kaufen Sie einfach eine rote Paprika.
  • Entfernen Sie die Samen und trocknen Sie sie auf einem Stück Küchenpapier.
  • Lagern Sie die Kerne auf keinen Fall in einen verschlossenen Behälter, sonst schimmeln sie, bevor sie trocken sind.
  • Vor der Aussaat im Februar oder März werden die Samen ein paar Tage in warmem Wasser eingeweicht. Benutzen Sie hierfür einen flachen Teller.
  • Wie schon erwähnt, benötigen die Pflanzen viel Wärme, deshalb sollte die Anzucht im Haus an einem hellen Standort gemacht werden. Die Temperatur muss 25°C betragen.
  • In welchem Gefäß die Anzucht gemacht wird ist völlig egal, es darf nur keine Staunässe entstehen, versehen Sie das Gefäß deshalb mit einigen Löchern.
  • Je nach Größe des Gefäßes können auch mehrere Samen hineingegeben werden. Besitzen die Samen etwa 6 Blätter können sie vereinzelt werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Wurzeln dabei nicht beschädigen, sonst gehen sie ein.
  • Die jungen Pflänzchen können nach draußen, wenn kein Bodenfrost mehr droht.
  • Am besten feine, krümelige Erde oder Komposterde benutzen.
  • Bei der Wahl des geeigneten Platzes ist es wichtig, den wärmsten und hellsten Ort im Garten zu finden. Er sollte außerdem vor Regen geschützt liegen, denn Nässe von oben mögen die Pflanzen nicht.
  • Sie sollten die Paprika auch nicht zu dicht zusammen pflanzen.
  • Beim Gießen ist darauf zu achten, die Erde feucht, aber nicht nass zu halten.
  • Ab Juli kann geerntet werden. Je nach Wetter auch mal bis in den Herbst hinein.

Unser Anbautipp:

  • Pflanzen Sie Ihre Paprika in ein Gewächshaus oder in einen Folientunnel.
    Damit schützen Sie sie besser vor äußeren Einflüssen und können dadurch einen größeren Ertrag erzielen.

Wissenswertes:

  • Zwischen den Paprikasorten Chili und Peperoni besteht nur ein Unterschied – die Herkunft. Meist werden die Früchte aus Lateinamerika und Asien „Chili“ genannt und die Früchte aus dem südlichen Mitteleuropa kennt man unter dem Namen „Peperoni“.
  • Peperoni gelten gemeinhin auch als etwas milder, als ihre Verwandten aus Lateinamerika.
  • Capasaicin ist der Wirkstoff, der die Schärfe in die Früchte bringt. In den Scheidewänden ist er am Stärksten vorhanden (90-99%). Essen Sie sie deshalb am besten nicht mit. Die Schärfe der Chili wird auch abgemildert, wenn Sie die Kerne vor der Verarbeitung entfernen.
  • Den Schärfegrad von Paprika misst man in Scoville.
  • Gemüsepaprika hat, je nach Reifegrad, einen Scoville-Wert von 0-10.
  • Jalapeño-Chili hat bereits 2500-8000 Scoville.
  • Cayenne-Pfeffer, aus der Chili-Sorte „Cayenne“ hat etwa 30.000-50.000 Scoville.
  • Die schärfste Chilli der Welt heißt Trinidad Scorpion Butch Taylor, wurde von einem Australier gezüchtet und hat unglaubliche 1,4 Millionen Soville.
  • Die Scoville-Werte können innerhalb einer Sorte stark schwanken, da bei sehr guten Bedingungen hohe Werte erzielt werden können, aber bei schlechten Bedingungen (kaum Sonne) sehr niedrige Werte.

Sehen Sie hier unseren Center TV Gemüsetipp: Paprika, Chili & Co vom 16.05.2013