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Direkt von unserem Partner aus dem Bergischen:

Natürlich frische Vollmilch und Milchprodukte beim Gertrudenhof

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Milch ist nicht gleich Milch: Das weiß jeder und das schmeckt auch jeder. Trotzdem aber weiß kaum jemand, was eigentlich die Unterschiede sind und worauf man beim Milcheinkauf achten sollte! Auf dem Gertrudenhof wird nur die beste hochwertige frische Vollmilch angeboten: diese stammt direkt von unserem Kooperationspartner in Sachen Milch und Milchprodukte, dem Thomashof im Bergischen.

Auf dem Thomashof leben etwa 200 glücklichen Kühen, die im Sommer 20 Hektar Wiesen beweiden können, weitere 90 Hektar Grünland stehen zur hofinternen Futterproduktion zu Verfügung, so dass sichergestellt ist, dass ganzjährig hochwertiges Futter aus eigener Produktion zur Verfügung steht. Die so nachhaltig und gesund erzeugte Landmilch wird dann schonend pasteurisiert, aber nicht homogenisierten und zu einem Teil direkt als frische Vollmilch verkauft. Der andere Teil wandert in die hofeigene Käserei und wird zu hochwertigen Milchprodukten weiterverarbeitet, die dann in ausgewählten Läden der Region wie dem Gertrudenhof vermarktet werden.

Gertrudenhof Rezept-Tipps:

Das macht die Milch aus dem Gertrudenhof Bauernmarkt so besonders:

1) Artgerechte Haltung der Milchkühe:
Das wichtigste Qualitätskriterium für gute Milchprodukte kann man gar nicht unbedingt schmecken: es ist nämlich die Qualität der Tierhaltung. Wahrhaft glückliche Kühe sind auf jeden Fall die Kühe unserer Partnerhofes und Lieferanten für Milchprodukte, dem Thomashof in Burscheid: Sie werden nicht nur in artgerechten Stallungen gehalten, sondern haben auch regelmäßig die Möglichkeit auf den saftigen Hofwiesen zu grasen. Es gibt keine künstliche Besamung, sondern echte Bullen in der Herde, nur hochwertigste gentechnikfreie Futter werden verwendet und auch sonst wird alles getan für ein wahrhaft glückliches Kuhleben.
Hier einige Impressionen von unseren "Milchlieferanten" und deren Zuhause:

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2) Nicht Homogenisiert:
Das besondere an der auf dem Gertrudenhof angebotenen Vollmilch aus dem Bergischen ist die Frische und der echte Milchgeschmack, der dadurch gefördert wird, dass die Milch nicht homogenisiert wurde. So findet man in der Milch immer mal wieder kleine Fett-Teilchen, die ansonsten bei der Homogenisierung aufgelöst würden.

Hintergrundinfo: Bei der Homogenisierung wird die Milch mit Druck durch eine feine Düse gespritzt, so dass die Fett-Teilchen ihren Kugelcharakter verlieren und kleiner werden,  damit die Milch nicht aufrahmt und wegen der vergrößeren Gesamtoberfläche leichter verdaut werden kann. Einige Ernährungskritiker merken jedoch an, dass die durch die Homogenisierung stark zerkleinerten Fetttröpfchen leichter durch die Darmwand ins Blut wandern und so eine Ursache für Allergien darstellen könnten.

3) Natürlicher Milchfettgehalt
Die auf dem Gertrudenhof angebotene frische Vollmilch wird nicht im Seperator behandelt, sondern bleibt in ihrer natürlichen Form mit ihrem natürlichen Fettgehalt von 3,5 bis 3,8%. Probieren Sie und schmecken Sie den Unterschied!

Hintergrundinfo: Die im Lebensmittel-Einzelhandel erhältliche Milch wird dagegen gewöhnlich wie folgt behandelt: Zur Einstellung des Fettgehalts wird die Milch zunächst in einer Milchzentrifuge (auch Separator genannt) in Rahm und einen fettarmen Teil getrennt. Anschließend kann der Fettgehalt der Milch durch Hinzufügen von Rahm beliebig eingestellt werden. Vollmilch mit natürlichem Fettgehalt (typischerweise zwischen 3,5 und 3,8%) wird hingegen nicht im Separator behandelt, diese verschwindet aber immer mehr aus den Kühlregalen des Lebensmitteleinzelhandels.

4) Keine ESL (extended shelf life) Behandlung:
Die auf dem Gertrudenhof angebotene frische Vollmilch ist KEINE ESL-Milch; sondern wird nur schonend pasteurisiert!

Die in den meisten Supermärkten angebotene "Länger haltbare „Frischmilch“ wird bei 123–127 °C pasteurisiert oder es werden Rahm und Magermilch getrennt, Magermilch mikrofiltriert und der Rahm bei 72-75 °C erhitzt und wieder vermischt. Vorteil der ESL Milch: sie ist ungeöffnet ca. 3 Wochen haltbar, aber Achtung: geöffnet auch nur 2-4 Tage haltbar! Durch diese Prozesse gehen aber viele wertvollen Vitamine verloren und auch der Geschmack der Milch leidet stark!

Zusammengefasst läßt sich also sagen:

Das besonderes an der frischen Vollmilch beim Gertrudenhof ist, dass diese nur schonend pasteurisiert wird bei 75°C und nicht homogenisiert wird! Die Vitamine bleiben so gut erhalten und ebenso der natürliche Milchgeschmack!

Unser Tipp: Je nach Kühlschranktemperatur kann die Haltbarkeit auch im geöffneten Zustand deutlich verlängert werden: Eine Absenkung der Kühlschranktemperatur von 7 °C auf 5 °C kann die mikrobielle Stabilität zusätzlich um einige Tage verlängern.

Sehen Sie hier ein Video von unserem Milchlieferanten, dem Thomashof:

Kennzeichnung von Milch auf der Verpackung

So können Sie noch besser entscheiden, was demnächst in ihrem Einkaufskorb landet!
(Quelle: Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V.)

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Augen auf beim Milcheinkauf:
Immer mehr Verbraucher denken sie kaufen frische, hochwertige Vollmilch und haben dann doch die haltbar gemachte ESL-Milch im Einkaufskorb: Dieser kleine Artikel will informieren, damit jeder bewusst entscheiden kann, was er einkauft, denn die Milchindustrie verschleiert hier nur allzu gerne!

Während ESL-Milch anfangs als hocherhitzt gekennzeichnet werden musste, ist diese Verpflichtung seit August 2007 entfallen. Solche Milch darf seitdem genau wie Frischmilch als lediglich pasteurisiert deklariert sein. Sie wird meistens auf den Verpackungen als „länger frisch“, „längerfrische Milch“, „extra lange frisch“ oder ähnlich bezeichnet und beworben.

ESL-Milch ist eine Bezeichnung für Milch, die durch ein spezielles Herstellungsverfahren in geschlossener Verpackung - zum Beispiel im Verkaufsregal - länger gelagert werden kann. Die Abkürzung ESL steht für „extended shelf life“ = längere Haltbarkeit (im Regal). Die Haltbarkeit liegt zwischen der von pasteurisierter (5–7 Tage) und der von ultrahocherhitzter H-Milch (3–6 Monate). Hersteller geben den im Vergleich zur H-Milch besseren Geschmack und höheren Vitamingehalt und die im Vergleich zur pasteurisierten Milch längere Haltbarkeit als Vorteile an. ESL-Milch muss aber ebenso wie pasteurisierte Milch gekühlt (8–10 °C) werden. Die Haltbarkeit beträgt dann etwa 12 bis 21 Tage in der geschlossenen Verpackung, bei einer Lagertemperatur von 5 °C sogar 20 bis 40 Tage. 

Herstellung
Die klassischen Methoden zur Haltbarmachung von Milch sind

  • Pasteurisation (30 Sekunden bei 72–75 °C, gekühlt 5–6 Tage haltbar),
  • Ultrahocherhitzung (H-Milch, 1–4 Sekunden auf 135 °C, bei Zimmertemperatur 3–6 Monate haltbar) und
  • Sterilisierung, thermische Verfahren.

Die ESL-Milch ist von der Herstellung zwischen den ersten beiden anzusiedeln.

Eigenschaften Geschmack
In einem Geschmackstest der Sendung „Servicezeit: Essen & Trinken“ des WDR wurde ESL-Milch von den nicht repräsentativ ausgewählten Testern fast immer identifiziert und schnitt deutlich schlechter ab als traditionell hergestellte, nicht homogenisierte Frischmilch. Der Geschmack verdorbener ESL-Milch geht ähnlich wie bei H-Milch zunächst nur leicht ins Muffig-Bittere über, und nicht deutlich ins Saure wie bei rein pasteurisierter Milch. Es ist daher schwieriger, durch den Geschmack festzustellen, ob die Milch verdorben ist.
Vorteile: Die längere Haltbarkeit im Vergleich zur ausschließlich pasteurisierten frischen Milch ist ein bedeutender Vorteil für den Handel. Während pasteurisierte Milch innerhalb weniger Tage abverkauft sein muss, kann ESL-Milch in größeren Mengen auf Vorrat bestellt werden. Das Risiko, zu viel oder zu wenig Milch zu bestellen, ist für Einzelhändler und Vertriebe wesentlich geringer und Bestellungen können zeitlich zusammengefasst werden.
Nachteile: Das lange Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bezieht sich auf die geschlossene Verpackung, denn „längerfrische“ Milch ist nach dem Öffnen dieser nur noch bis zu einer Woche haltbar, sofern unter dem MHD, und das auch nur, wenn sie weiterhin gekühlt wird. Wenn die Kühlung nicht ausreichend ist, verdirbt sie schnell, ohne dass dies sofort deutlich am Geschmack zu erkennen ist. Damit ist sie trotz der intensiveren Haltbarmachung beim Verbraucher in etwa genauso haltbar wie frische pasteurisierte Milch, wenn die Packung nicht geschlossen bleibt. Aufgrund des Vitaminverlustes ist aber ein Kauf auf Vorrat nicht empfehlenswert, ebenso der Kauf von längerfrischer Milch, deren MHD nicht mindestens 14 Tage in der Zukunft liegt hat keine Vorteile. Das Angebot von frischer Milch wurde weiträumig durch ESL-Milch verdrängt.

Positionen von Verbraucherschützern: Ernährungsberaterin Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg kritisierte besonders die mangelnde Kennzeichnung: Der Verbraucher könne kaum erkennen, welche Milch er kaufe. „Werden Fisch oder Eier gekocht, würde sie niemand als frisch bezeichnen“, erklärte Schwartau. Es sei irreführend, wenn Milch maxi frisch heiße, obwohl sie gar nicht frisch sei. Die Verbraucherzentrale forderte daher eine eindeutige Kennzeichnung. Zudem appellierte sie an den Handel, weiterhin Frischmilch anzubieten. Die Vorteile der sogenannten ESL-Milch habe „einseitig“ der Handel, da die Tüten länger im Regal stehen können. Nach dem Öffnen der Packung verderbe die ESL-Milch genauso schnell wie frische Milch. Die Produktion von ESL-Milch sei aber ökologisch kaum vertretbar, erklärte die Verbraucherzentrale. Sie verbrauche „sinnlos“ Energie für die Erwärmung der Milch und den Transport der haltbaren Milch über weite Strecken. Regionale Molkereien hätten das Nachsehen. 

Sehen Sie hier das Video "Milch ist nicht gleich Milch"