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Die Marone, vom Brotbaum zur Trendfrucht

DSC_0184.JPGIn vielen Formen begegnen uns Maronen im Winter - sehr häufig an Straßenständen oder auf Weihnachtsmärkten. Doch auch bei uns im Gertrudenhof Bauernmarkt finden Sie diese kleinen Köstlichkeiten in besonders guter und frischer Qualität.

Die Marone ist eine der ältesten Nutzpflanze der Welt. Damals dienten Maronen, auch Ess- oder Edelkastanien genannt, als Mehlersatz und waren bekannt als „das Brot des armen Mannes“. Das Maronenmehl, welches durch Ausmahlen geschälter und getrockneter Maronen gewonnen wird, erhält man auch heute noch. Es eignet sich hervorragend zum Brot backen, sowie für die Herstellung von Gnocchi, Pasta und Polenta.

Doch nicht nur als Mehlzutat eignen sich Maronen, sie verleihen zahlreichen Suppengerichten ein nussiges Aroma. Außerdem schmecken Maronen köstlich als Beilage zu Fisch und Fleisch. Doch auch süßen Gerichten, wie zum Beispiel unserem leckeren Gertrudenhofs Maronen-Apfel-Dessert, verleihen Sie ihre eigene, köstliche Note.

Probieren Sie es selbst aus. In unserer Rezeptsammlung finden Sie weitere leckere Rezepte, besonders jetzt zur Weihnachtszeit: Gefüllte Weihnachtsgans mit Maronenfüllung oder eine leckere Maronensuppe.

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Die Saison:

  • Zwischen Ende September und Anfang Oktober haben Maronen ihre Vollreife erreicht.
  • Dann platzen die lederartigen, stacheligen Hüllen auf und die Früchte fallen auf den Boden.
  • Bei den sogenannten Dauermaronen verhält es sich etwas anders. Sie fallen nicht von alleine hinunter, sondern werden Ende November gepflückt.
  • Diese lassen sich länger lagern als die frühreife Variante.

Ihre Herkunft:

  • Esskastanien stammen aus Kleinasien.
  • Die Kelten brachten die nahrhaften Früchte nach Mitteleuropa.
  • Die Hauptanbaugebiete liegen im wärmeren Süden, aber schon südlich des Alpenhauptkamms, im Tessin (Schweiz) und in Südtirol findet man ausgedehnte Kastanienwälder.

Ihr Aussehen:

  • An Maronenbäume die bis zu 3,5 Meter hoch werden, wachsen kleine, stachelige Hüllen. In ihnen befinden sich die Maronen.
  • Bis zu 3 Früchte trägt jeder dieser Hüllen.
  • Die Maronen sind umgeben von einer braunen, holzigen Schale, welche am oberen Ende leicht spitz zuläuft und  einen haarigen Auslauf hat.
  • Das zum Verzehr geeignete, gelb-weiße Fruchtfleisch verbirgt sich unter dieser Schale.

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Der richtige Einkauf:

  • Beim Kauf von frischen Maronen gibt es einige Merkmale, die man beachten sollte.
  • Auf die Qualität kann zum Beispiel ihr Gewicht hinweisen. Maronen die besonders leicht sind,  weisen vermutlich einen geschrumpften oder gar fehlenden Kern auf.
  • Die Schale sollte glatt, glänzend und unversehrt sein.
  • Kleine Löcher in den Maronen deuten auf einen Wurmbefall hin.
  • Neben frischen Maronen gibt es auch die vorgegarten und bereits geschälte Variante. Diese erhalten Sie entweder eingeschweißt oder in der Dose.

Die richtige Lagerung:

  • Frische Maronen sind nicht lange haltbar, da sie schnell zu keimen beginnen.
  • Empfehlenswert ist es daher, die im September und Oktober geerntete Früchte nur nach Bedarf zu kaufen.
  • Dauermaronen sind länger haltbar. Diese können Sie an einem kühlen Ort etwa zwei bis drei Monate lagern.
  • Ein luftiger, trockener Keller ist hierfür besonders gut geeignet.

Die richtige Zubereitung:

  • DSC_0193.JPGMaronen kann man auf vielerlei Art und Weise zubereiten. Die beliebteste Variante ist sie zu Rösten:
  • Frische Maronen müssen vor dem Verzehr von ihrer Schale und der darunter liegenden Haut befreit werden.
  • Dazu ritzt man die Maronen zunächst kreuzweise ein. Auf diese Art vermeiden Sie, dass die Schale platzt.
  • Danach röstet man sie im Ofen 15-20min. bei 220°C.

Tipp: Legen Sie nach ca. 15min. ein feuchtes Tuch über die Maronen und lassen Sie es weitere 5min backen. Dies dient dazu, dass die Maronen nicht zu stark austrocknen und die Schale leichter entfernt werden kann.

Maronen Kochen:

  • Bevor Sie die Maronen kochen, ritzen Sie sie auf der unteren, gewölbten Seite mit einem Messer kreuzförmig ein.
  • Geben Sie die Maronen in einen Topf und befüllen Sie diesen mit Wasser, bis die Maronen bedeckt sind.
  • Lassen Sie das Wasser ca. 15min. kochen, bis die Maronen weich sind. Dies erkennen Sie daran, dass die Schale aufplatzt.
  • Gießen Sie das Wasser aus dem Topf und lassen Sie die Maronen abkühlen.
  • Anschließend schälen Sie die Maronen und befreien Sie sie dabei von der bräunlichen Haut.
  • Gekochte Maronen machen sich gut als Püree oder Suppe. Auch zur Füllung für die Weihnachtsgans sind sie sehr beliebt.
  • In Kombination mit Rosenkohl oder Äpfeln ergeben sie eine leckere Beilage.

Maronen glasieren:

  • Den Backofen bei Ober-und Unterhitze auf etwa 220°C vorheizen.
  • Maronen über Kreuz einritzen und auf einem Backblech verteilen. Die eingeritzte Seite nach oben schauen lassen und ca. 15 Min backen.
  • Sobald sich die Schalenspitzen an den eingeschnittenen Stellen nach außen biegen, ein feuchtes Tuch darauf legen und weitere 5 min. backen.
  • Die Maronen schälen, dabei die pelzige Innenhaut ebenfalls entfernen.
  • Butter in einem Topf zerlassen und den Zucker hinzufügen.
  • Die Maronen unter Rühren etwa 5 min. darin dünsten, bis sie mit einer Butter-Zucker-Schicht überzogen sind.
  • Gemüsebrühe hinzugießen und die Maronen bei schwacher Hitze in 5–10 Min. mit Deckel gar dünsten, dabei ab und zu umrühren.

Wissenswertes:

  • DSC_0199.JPGMaronen zählen zur Gattung der fettarmen Nüsse.
  • Maronen haben einen hohen Anteil an Kohlenhydraten und sind sehr eiweißreich.
  • Ebenso sind sie reich an Mineralstoffen und Superelementen wie zum Beispiel Kalium, Eisen, Magnesium…Ebenso ist ihr hoher Gehalt an Linol und Linolsäure, die zu den zweifach ungesättigten Fettsäuren zählt bemerkenswert.
  • Diese Eigenschaften machen Maronen zu einem besonders wertvollen Nahrungsmittel.
  • Dadurch dass die Maronen Phosphor und sämtliche B-Vitamine enthalten, können sie als „Nervennahrung“ bezeichnet werden.
  • Personen mit Zöliakie können Maronen ohne Reue und beschwerdefrei zu sich nehmen, da die Maronen glutenfrei sind.
  • Sogar gegen Blutarmut helfen Maronen und bauen den Organismus richtig auf. Auf Grund all der zuvor genannten positiven Eigenschaften sind Maronen genau richtig für MCS Patienten.