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Mangold

Der Mangold ist ein enger Verwandter der Roten Bete, Zuckerrübe und Runkelrübe. Doch im Gegensatz zu seinen Verwandten werden beim Mangold die Blätter und Blattstiele gegessen und nicht die Wurzel, da diese kräftige Wurzel sehr zäh und holzig ist.
Ursprünglich kommt Mangold, bzw. der Vorgänger oder eine Zwischenform aus Mangold und Bete aus dem Mittelmeerraum. Schon um Christi Geburt rum war eine Art des Mangolds dort bekannt und wurde verspeist. Im deutschen Raum taucht er im 16. Jahrhundert das erste Mal in Kräuterbüchern auf. Über Jahrhunderte war Mangold ein beliebtes Gemüse, insbesondere im Sommer als Alternative zum Spinat. Doch leider ging das Interesse an Mangold mit der Einführung des Tiefkühlspinats stark zurück. Jetzt befindet er sich wieder auf dem Vormarsch.

Es gibt zwei grundsätzliche Formen des Mangolds:

Stiel- oder Rippen-Mangold: diese Art zeichnet sich durch die stark hervortretende Mittelrippen der Blätter aus. Diese Rippen können  weiß oder rötlich sein, wobei die rötlichen einen stärkeres Aroma haben. Aus den Stielen dieser Mangoldart kann man ein spargelähnliches Gemüse herstellen. Daher wurde er auch Spargel-des-armen-Mannes genannt. Diese Bezeichnung tritt aber zunehmend in den Hintergrund, da Mangold sich durch seine zahlreich Verwendungsmöglichkeit wachsender Beliebtheit erfreut.

Schnitt- oder Blatt-Mangold: bei dieser Art werden in der Regel die Blätter wie Spinat verarbeitet. Die Blätter treiben nach dem Schnitt wieder aus und können erneut geerntet werden. Er ist winterhart und treibt im Frühling wieder aus und kann ab dann geerntet werden. Einige Sorten, mit gelben oder roten Blattstielen, werden auch gerne als Zierpflanzen verwendet.

Zubereitung:

  • Mangold sollte immer frisch zubereitet werden, da die Blätter mit dem zunehmenden Welken den Geschmack beachtlich verlieren.
  • Sie können die Stiele des Mangolds wie Spargel in Salzwasser dünsten und mit Butter oder Sauce Hollandaise anrichten.
  • Die Blätter schneidet man klein und dünstet sie in etwas Öl und Zwiebelwürfelchen.Das ergibt einen deftigen Mangoldspinat.
  • Man kann auch den ganzen Mangold zubereiten, dabei ist drauf zu achten, dass die Stiele länger brauchen bis sie gar sind.
  • Zu empfehlen ist, die Stiele zusammen mit den Zwiebeln anzudünsten und die Blätter später hinzuzufügen.
  • Zum Mangoldgemüse passen Tomaten, Paprika und Champignons.

Hervorragend schmeckt auch ein Mangold-Kartoffel-Püree, oder probieren Sie doch einmal Mangold Rouladen, die großen Blätter eignen sich ausgezeichnet als Wickel.

Gesundheitswert des Mangold:

In der Volksmedizin gilt Mangold als Helfer bei Bronchitis und Lungenentzündungen, außerdem wird dem Mangold nachgesagt, dass er Magenbeschwerden  und Nervosität lindern soll.
Was die Inhaltsstoffe anbelangt, ist der Mangold dem Spinat sehr ähnlich, allerdings bei allen Inhaltsstoffen etwas geringer. Er enthält außerordentlich viel Vitamin K und enthält reichlich Provitamin A, Vitamin B2 und Vitamin C. Zudem sind die Mineralstoffe Natrium, Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor enthalten. Die im Mangold enthaltenen Aminosäuren wirken antibakteriell und stärken zusammen mit den Vitaminen und Mineralstoffen die Abwehrkräfte des Körpers. Darüber hinaus helfen die lebenswichtigen Folsäuren bei der Blutbildung.
Da sowohl in Spinat als auch in Mangold Oxalsäuren enthalten sind, die das Kalzium binden, wird empfohlen am gleichen Tag noch kalziumhaltige Nahrung wie Milchprodukte zu sich zu nehmen. Menschen die mit Nierensteinen zu schaffen haben, sollten Mangold nur in Maßen genießen.