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Mandarinen oder Clementinen - die „Easy Peeler“IMG_5383.JPG

  • Die kleinen, süß-aromatischen Zitrusfrüchte sind ideale, erfrischende und gesunde Vitaminlieferanten, besonders zur kalten Jahreszeit.
  • Hervorzuheben ist ihr hoher Gehalt an Vitamin C, der bereits fast den kompletten Tagesbedarf an Vitamin C deckt.
  • Dazu eignen sie sich hervorragend zum Transportieren und zum Mitnehmen auf die Arbeit oder in die Schule.
  • Was beide dieser Zitrusfrüchte ebenso gemeinsam haben, ist das einfache Ablösen der Schale vom Fruchtfleisch.
  • Deshalb werden sie in der Fachsprache auch „Easy Peeler“ genannt.

Ab November bis Januar versorgen uns mediterrane Länder wie Spanien und Marokko mit diesen kleinen leckeren Früchten. Doch bis dahin muss man auf diese Köstlichkeiten nicht verzichten. Aus Südafrika, vor Allem aus Argentinien und Chile werden Mandarinen und Clementinen von August bis Oktober angeboten. Diese sind ebenso bei uns auf dem Gertrudenhof im Bauernmarkt für Sie erhältlich.

Mandarinen

  • Zur Weihnachtszeit erhält man meist die klassische Mandarine.
  • Diese ist besonders saftig und aromatisch und dabei geschmacklich etwas säuerlicher als die Clementine.
  • Zudem enthalten Mandarinen viel mehr Samenkerne als Clementinen.
  • Ebenso wie die Schale ist auch das Fruchtfleisch orange und sehr saftig.
  • Ab November beginnt die Hauptsaison für qualitativ hochwertige Mandarinen, die Travidos, die von Kennern sehr beliebt sind.
  • Daneben werden Mandarinenextrakte häufig für Erfrischungsgetränke und für einen reinen Mandarinensaft, der süß und intensiv nach Mandarinen schmeckt, genutzt.
  • Die Schale wird zur Herstellung von Aromaölen und zur Gewinnung von Mandarinenöl verwendet.

Die Gesundheit:

  • Mandarinen enthalten nicht nur reichlich an Vitamin B und C, sondern auch weitere nützliche Inhaltstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium.
  • Ebenso enthält die weiße Haut der Früchte einen hohen Anteil an den gesundheitsfördernden, zellschützenden Flavonoiden.
  • Dazu steckt in der Mandarine der enthaltende Pflanzenstoff Nobelitin. Dieser wirkt gegen Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankung, bietet Schutz vor Altersdiabetes und Arterienverkalkung.
  • Insgesamt stärken Mandarinen das Immunsystem und wirken entzündungshemmend.

Offenbar ist das Nobelitin wirkungsvoller als das Flavonoid Naringenin, welches vor Allem in dem Pflanzenstoff der Grapefruit steckt. Nach Angaben vieler Forscher, soll das Nobelitin um das Zehnfache effektiver sein. Dazu verhindert Nobelitin die Ansammlung von Fett in der Leber, indem es die Expression bestimmter Gene beeinflusst. So kurbelt die Substanz einerseits die Produktion von Prozessen an, welche an der Verbrennung von überschüssigem Fett beteiligt ist. Anderseits hemmt es Prozesse, die für die Fettproduktion verantwortlich sind. 

Beim Kauf:

  • Mandarinen sind fast das ganze Jahr über im Handel erhältlich.
  • Besonders im späten Herbst und im Winter, wenn in Südeuropa die Haupterntezeit für Mandarinen startet, sind diese kleinen Leckereien in großer Menge und guter Qualität erhältlich.
  • In den weiteren Monaten ist der Kauf von Mandarinen, ob lose oder im Netz verpackt, eher eine Glückssache.
  • Denn selbst die schönsten Exemplare können geschmacklich enttäuschen und umgekehrt bereiten rein äußerlich gar nicht ansprechende Mandarinen oft  eine angenehme Überraschung.
  • Um die für Sie passende Lieblingssorte zu finden, hilft meist nur eins, selbst probieren. 

Bei der Lagerung:

  • Bei Zimmertemperatur verlieren Mandarinen rasch an Saftigkeit und Aroma.
  • Lagern Sie die Früchte frostfrei, aber möglichst kühl.
  • Die Früchte sollten nach ein bis zwei Wochen verzehrt sein.
  • Ebenso sollten sie nicht in der Nähe von Äpfeln gelagert werden.   

Die Zubereitung:

  • Mandarinen kann man geschält, sowohl pur, als auch mit anderen Früchten kombiniert genießen.
  • Aber auch zu herzhaften Gerichten eignen sich die süß-säuerlichen Früchte.
  • Aus Mandarinen kann frisch gepresster Mandarinensaft hergestellt werden.
  • Den Saft kann man auch wunderbar zum Mixen verwenden, wie zum Beispiel für einen fruchtig-pikanten Möhren-Cocktail oder zu einem vitaminreichen Mandarinen-Drink, aber auch zu Marmelade und Gelee kann die leckere Frucht verarbeitet werden.

Vorsicht ist geboten:

  • Die Schale der Mandarinen wird zum Schutz vor Schimmel und Austrocknung in der Regel mit verschiedenen Chemikalien behandelt, die sich beim Schälen auf die Hände übertragen können.
  • Es ist empfehlenswert die Früchte vor dem Verzehr mit lauwarmem Wasser zu waschen und nach dem Schälen und vor dem Verzehr die Hände ebenfalls mit Seife zu waschen.
  • Kleinkindern gibt man am besten schon vorgeschälte Mandarinen.

Geschichte und Herkunft der Mandarine:

  • Ab Beginn des 19. Jahrhunderts, gelangte die Frucht nach England, von wo aus sie sich im Mittelmeerraum verbreitete.
  • Mittlerweile werden Mandarinen in Marokko, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland angebaut.
  • Der immergrüne Mandarinenbaum gehört zur Familie der Rutaceae.
  • Er erreicht nur eine Höhe von ca. 5 Metern, besitzt schlanke Äste, die mit kurzen Dornen versehen sind.
  • Die Blätter sind dunkelgrün, schmal und spitz-oval.
  • Dem betörenden Duft der weiß bis creme-färbenden Blüten, folgen runde Früchte mit orangengelber bis tiefroter Schale.
  • Dazu zählen Mandarinenbäume zu den kälteresistentesten von allen Zitrusgewächsen, hingegen die Früchte sehr frostempfindlich sind.

Wussten Sie…:

  • Die Mandarine war im alten China eine geschätzte Frucht, die jedoch nur dem Kaiser und den höheren Beamten vorbehalten war.
  • Vermutlich wird auch der Name der Frucht von der Amtstracht der Würdeträger, die mandarinen-farbig war, abgeleitet.
  • Andere wiederum behaupten, dass Mauritius, der auch von den Einheimischen „Mandara“ genannt wurde, der Namensgeber der Frucht war.

 

Clementinen

Clementinen gehören zur Familie der Rautengewächse und stammen ursprünglich aus Südchina.
Sie gehören zu einer Unterart der Mandarinen, die aus einer Kreuzung zwischen Mandarine und der Orange stammt. Im Mittelmeerraum zählt die Frucht zu den populärsten Zitrusfrüchten. Häufig sind Clementinen mit einem kleinen Höcker am Stielansatz versehen. Die Schale ist etwas dicker als die  der Mandarine und das Fruchtfleisch ist nahezu kernlos. Clementinen sind im Geschmack süßer als Mandarinen und dienen meist dem Frischverzehr. Darüber hinaus verleihen sie vielen Desserts eine schöne, frische Note.

Herkunft und Bezeichnung:

  • Man bezeichnet Clementinen als eine Gruppe von Hybriden, die aus der Gattung der Zitruspflanzen stammen.
  • Die Clementine ist eine Hybride zwischen Mandarine und Orange.
  • Sowohl der Baum, als auch die Frucht, tragen dieselbe Bezeichnung.
  • An bis zu sechs Meter großen, grünen Bäumen, wachsen die kleinen Clementinen.
  • Ebenso wie bei den Mandarinen sind auch die Zweige des Clementinen-Baumes mit Dornen besetzt.
  • Die Blätter sind lanzettlich und variabel in der Größe.

Wie gesund ist die Clementine:

  • Wie auch die Mandarine, enthält auch die Clementine viel Vitamin C und das Provitamin A.
  • Vitamin C, das auch Ascorbinsäure genannt wird, ist für unseren Körper sehr von Nutzen.
  • Es dient unserem Abwehrsystem (leitet und schützt weiße Blutkörperchen), den Zellschutz (es schützt vor freien Radikalen) und für eine verbesserte Eisenaufnahme aus der Nahrung.
  • Dazu ist die Clementine reich an Kalium, Kalzium und Magnesium.
  • Das Kalium ist zuständig für die Herztätigkeit und den Muskelaufbau, da es für die Herstellung von Eiweißen im Körper benötigt wird. Doch auch bei der Reizübertragung von Nerven wirkt es mit.
  • Das Kalzium ist besonders wichtig für unsere Zähne, Knochen und für die Aktivierung von Körpereigenen Botenstoffen zur Weiterleitung von Nervenimpulsen und der Steuerung unserer Muskeln.
  • Das Magnesium dient zur Aktivierung von Enzymen und ebenso für den Aufbau von Knochen, Sehnen und der Zähne. Es dient aber auch gegen Stress, da es die Freisetzung der entsprechenden Hormone hemmt.

Anbau und Saison:

  • Ab November beginnt die Hauptsaison für Clementinen.
  • Dementsprechend ist der Höhepunkt, geschmacklich und im Süße-Säure-Verhältnis, bis Mitte Dezember.
  • Sowohl Mandarinen, als auch Clementinen benötigen lange warme Sommer, denn die Zitrusfrüchte haben eine lange Reifezeit. Dadurch werden sie hauptsächlich im sogenannten Zitrusgürtel angebaut, der zwischen dem 20. und 40. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators liegt.
  • In Europa ist dies der Mittelmeerraum.
  • Die Zitrusfrüchte reifen nicht nach, daher müssen sie vollreif geerntet werden.

Ihr Aussehen:

  • Clementinen sind rund und das Fruchtfleisch ist von zwei Schalen umgeben.
  • Die äußere, dickere Schicht, die eine intensive orange Farbe aufweist (auch Flavedo genannt), lässt sich leicht ablösen.
  • Auf ihr sitzen Drüsen, die als winzige Dellen in der Oberfläche erscheinen und die charakteristischen ätherischen Öle abgeben.
  • Die äußere, farbige Schale ist mit einer dünnen Wachsschicht überzogen. Diese dient zum Schutz vor Austrocknung der Früchte.
  • Die dünne, weiße, innere Schale trägt den Namen Albedo.
  • Das Fruchtfleisch besteht zu über 85 % aus Wasser und enthält weniger als ein Prozent Fett und Eiweiß.

Der richtige Kauf:

  • Ab November bis Januar beginnt die Haupterntezeit für Clementinen.
  • In den anderen Monaten ist der Kauf von Clementinen, ob lose oder im Netz verpackt, eher eine Glückssache. Denn selbst die schönsten Exemplare, können geschmacklich enttäuschen und umgekehrt bereiten rein äußerliche gar nicht soviel versprechenden Clementinen oft  eine angenehme Überraschung.
  • Um die für Sie passende Lieblingssorte zu finden, hilft meist nur eins, es selbst auszuprobieren.
  • Grüne Flecken weisen nicht auf eine schlechte Qualität hin, sondern werden durch Temperaturschwankungen zwischen Tages- und Nachttemperaturen beding, welche die Ausfärbung der Schale beeinflusst.

 Die richtige Lagerung:

  • Clementinen sollte man an einem kühlen Ort lagern. So halten sie sich bis zu 2 Monate lang.
  • Jedoch sollte man Clementinen gegen Frost und pralle Sonnenstrahlen schützen.
  • Bei Zimmertemperatur lassen sich die Früchte bis zu zwei Wochen lagern.

Die Zubereitung:

  • Die Clementinen werden vor Allem roh verzehrt.
  • Doch auch zu Desserts, Suppen, Obstsalaten als Kuchenbelag oder für zahlreiche, herzhafte Gerichte mit Wild und Geflügel werden die Köstlichkeiten verwendet.
  • Darüber hinaus lassen sich Clementinen hervorragend zu frisch gepresstem Saft verarbeiten.

Tipp:

  • Die getrocknete Schale der Clementine lässt sich wunderbar als Zitrusduft, oder auch als Deko für das weihnachtliche Gesteck verwenden.
  • Die wichtigste Clementinen- Sorte Spaniens ist die „Clemenules“. Diese kann von November bis Februar geerntet werden.

Die „SanLucar ClemenGold, gehört zu einer ganz besonderen Sorte der Clementine. Nur sorgfältig ausgewählte Früchte dürfen sich so nennen. Diese Sorte ist eine der leckersten und erfrischendsten Clementinen der Welt. Im Geschmack sehr süß und saftig, praktisch kernlos und kinderleicht zu schälen.

Wussten Sie...:

  • Der Name der Frucht entstand durch einen Mönch namens Clemente Rodier, der die Clementine 1898 im Garten eines Waisenhauses in Algerien entdeckt hatte.
  • Nach der Entdeckung begann er die Frucht weiter zu züchten.

Vorsicht ist geboten:

  • Die Schale der Clementinen wird zum Schutz vor Schimmel und Austrocknung in der Regel mit verschiedenen Chemikalien behandelt, die sich beim Schälen auf die Hände übertragen können.
  • Es ist empfehlenswert die Früchte vor dem Verzehr mit lauwarmem Wasser zu waschen und nach dem Schälen, sowie vor dem Verzehr die Hände ebenfalls mit Seife zu waschen.
  • Kleinkindern gibt man am besten schon vorgeschälte Clementinen.