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Würziger Lauch vom Gertrudenhof

Das ganze Jahr ein gesunder Genuss

Lauch_8.JPGLauch ist lecker und gesund, denn er gehört zu den wenigen Gemüsesorten, die auch im Winter feldfrisch auf unserem Teller landet. Natürlich wird er auch bei uns auf dem Gertrudenhof in Hürth ganzjährig im kontrollierten, integrierten Anbau für die Kunden des Hofladens produziert. Eigentlich ist es schade, dass man Lauch hierzulande so lange Zeit nur als Suppengrün zusammen mit Möhren, Sellerie und Petersilie verwendet und verkannt hat. Doch inzwischen hat er sich selbständig und seine eigene Karriere gemacht.

Lauch in der Küche

  • Je nach Erntezeit unterscheidet man zwischen Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winter-Lauch.
  • Frühjahrs- und Sommersorten haben durchweg einen längeren Schaft, ihr Laub ist hellgrün; Herbst- und Wintersorten sind dagegen meistens dick mit dunkelgrünen Blättern.
  • Länge und Dicke hängen also von der Anbauzeit ab und sind kein Qualitätsmerkmal, sie haben auch keinen Einfluss auf Geschmack und Nährwert.
  • Beim Zubereiten werden zunächst die groben äußeren Blätter von den Lauchstangen entfernt und die harten, dunkelgrünen Blattspitzen abgeschnitten.
  • Dann die Stangen sorgfältig waschen, da sich zwischen den Blättern noch Erde befinden kann. Deshalb werden sie von den Blattspitzen bis kurz vor dem Wurzelansatz eingeschnitten, dann werden sie auseinander gebogen und unter fließendem Wasser abgespült. 
  • Je nachdem wie dick das Gemüse ist, beträgt die Garzeit 15 bis 30 Minuten.
  • Für Gerichte mit klein geschnittenem Lauch eignen sich dicke Stangen.
  • Wollen Sie den ganzen Schaft verwenden, sollten Sie die langen, dünneren Stangen bevorzugen.
  • Den zarteren Sommerlauch kann man auch gut roh als Salat verzehren.
  • Als pikante Auflage für Torte oder Pizza macht er dem Zwiebelkuchen längst Konkurrenz.
  • Auch in der chinesischen Küche - zum Beispiel als Zutat zu süß-saurem Fleisch - ist er unentbehrlich.
  • Ein vorzügliches Gespann geben Lauch und Käse ab.
  • Sein einzigartiger Geschmack darf auch in rustikalen Suppen und Eintöpfen nicht fehlen.
  • Lauch ist gut lagerfähig, man kann ihn einfrieren.

Unsere Lagertipps:

  • Vor dem Einfrieren den Lauch 5 Minuten in kochendem Wasser blanchieren!
  • Heben sie das Gemüse luftig auf, im kühlen Keller oder auf dem schattigen Balkon. Auf keinen Fall neben aromaempfindlichen Produkten im Kühlschrank.

Probieren Sie doch einfach mal neue Rezepte mit dem gesunden und leckeren Gemüse!
Zum Beispiel:

Lauchcremesuppe_5.JPGLauch-Schinken-Kuchen_15.JPGHhnersuppe_mit_Suppengrn_und_Pilzen.jpg






Lauch und die Gesundheit

  • Lauch ist kalorienarm und aufgrund seines hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen sehr gesund.
  • Er enthält wichtige Mineralstoffe - Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium und Eisen – und Vitamine der B-Gruppe sowie das Provitamin A und die Vitamine C und E.
  • 100 Gramm Lauch bringen es gerade mal auf 35 Kcal (= 147 KJ).
  • Die Ballaststoffe, die im Lauch reichlich enthalten sind, regen die Darmtätigkeit an.
  • Außerdem wirkt er cholesterinsenkend und soll sich gut auf unsere Blutgefäße auswirken.
  • Lauch regt die Nierentätigkeit und den Appetit an und wirkt antibakteriell.
  • Allerdings kommen die gesunden Eigenschaften am besten zur Geltung, wenn der Lauch roh verzehrt wird. Dies verträgt aber nicht jeder, da er die Verdauungsorgane leicht reizen kann und es somit zu verstärkter Darmtätigkeit führt.
  • Betroffene Personen sollten das Gemüse deshalb gegart verwenden, aber darauf achten, es nicht zu lange zu kochen, denn das zerstört natürlich die gesunden Inhaltstoffe.

Anbau und Ernte

  • Lauch mag nährstoffreichen und tiefgründigen, lockeren Boden.
  • In Deutschland liegt der Anbauschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus wird er hauptsächlich im Mittelmeerraum angebaut.
  • Für die Ernte im Winter sollte die Aussaat im Freiland von März bis April erfolgen und die Verpflanzung an den endgültigen Standort im Juni bis Juli.
  • Wer bereits im August/September ernten möchte, muss das Gemüse bereits von Januar bis Ende Februar in einem kalten Gewächshaus aussäen. Die Jungpflanzen werden dann Ende März und Ende Mai ins Freiland gepflanzt.
  • Pflanzen Sie den Lauch in einem Abstand von 10 bis 15 cm zueinander. 

Es gibt verschiedene Methoden, Lauch auszupflanzen:

  • Um möglichst viele weißgebleichte Stangen zu erhalten, pflanzt man entweder den Lauch in kleine Furchen und häufelt im Laufe der Zeit die Stangen immer wieder an oder man stellt die Jungpflanzen in etwa 10 cm tiefe Löcher. Bitte nun die Pflänzchen nicht mit Erde zuschütten sondern mit Wasser angießen. Dies schlämmt die Wurzeln ein. Nach einiger Zeit werden sich durch Wettereinflüsse und das Bearbeiten des Beetes die Löcher von selbst schließen. Die Stangen sind dann tief im Boden und werden bleich.
  • Lauch wächst gut in der Nähe von Möhren, Gurken und Salat. Diese „guten Nachbarn“ schützen sich gegenseitig vor Krankheiten und Schädlingsbefall. Jedoch mag er andere Zwiebelgewächse und rote Beete nicht neben ihm, denn sie begünstigen den Befall durch Krankheit und können das Wachstum hemmen.
  • Hacken Sie die Pflanze regelmäßig und gießen Sie ihn
  • Lauch hat einen hohen Verbrauch an Stickstoff. Nach dem Auspflanzen ins Freiland empfiehlt sich deshalb eine Kopfdüngung (z.B. mit Brennesseljauche)nach etwa 2 Monaten.
  • Die Wachstumsdauer beträgt etwa 5 bis 7 Monate.
  • Zum Ernten einfach mit einer Grabegabel die Erde unter die Pflanze auflockern und sie anheben. Nun kann man den Lauch gut rausziehen. Er kann im Winter an jedem frostfreien Tag geerntet werden.

Unsere Erntetipps:

  • Man senkt den Nitratgehalt im Lauch, wenn man nach dem Auflockern der Erde die Stangen noch nicht sofort erntet. 
  • Hat man den Lauch nicht tief in der Erde, kann man ihn auch einfach knapp über dem Boden abschneiden, dann treiben noch kleine Stangen aus, die ebenfallls gegessen werden können.

Schon die alten Römer und Ägypter wußten...

  • Früher nannte man ihn den "Spargel des armen Mannes" - zweifellos ein Kompliment.
  • Und zu den Verehrern dieses Zwiebelgewächses zählten so illustre Leute wie der Dichter Homer und so zwielichtige wie der römische Kaiser Nero, der mit den weißgrünen Stangen seine Stimme poliert haben soll.
  • Wie auch immer, es gibt Beweise dafür, dass schon die alten Ägypter, Griechen und Römer den Lauch und seine Verwandten, Zwiebel und Knoblauch, kannten und schätzten.
  • Im Mittelalter galt es dagegen als Sünde wider die Gesundheit, Lauch und Zwiebeln roh zu essen, weil man fälschlicherweise annahm, sie würden Krankheiten begünstigen.
  • Und noch im vergangenen Jahrhundert vertrat Alexandre Dumas, französischer Schriftsteller und Feinschmecker, die Ansicht, Lauch schmecke zwar gut, tauge aber allenfalls für rustikale Speisen.

Sehen Sie hier das Video des Center TV Gemüsetipps: Lauch - das würzig, leckere Gemüse!