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Köstliche Kirschen beim Gertrudenhof

Sommerzeit ist Kirschenzeit beim Gertrudenhof!

DSC_0008.JPGGerade bei heißen Temperaturen sind die köstlichen Früchte aus eigenem kontrolliert, integrierten Anbau ein echter Genuss! 

Schon über 30 Jahre alt sind einige der Kirschbäume des Hürther Gertrudenhofes. Jeden Sommer tragen sie ihre köstlichen Früchte, die frisch gepflückt im Hofladen des Gertrudenhofes angeboten werden.

Das Besondere beim Gertrudenhof Hermülheim: auf den Obstwiesen fressen die Schafe des Hofes (hier geht’s zur Streichelzooseite), alle herunterfallenden Früchte gleich auf und sorgen so auf natürliche Weise dafür, dass die Kirschen aus eigenem, kontrolliert, integrierten Anbau völlig wurmfrei bleiben!

Leckere Rezepte rund um die Kirsche:

Je nach Reifezeit werden sogenannte Kirschwochen unterschieden. In jeder Woche erreichen unterschiedliche Kirschsorten ihre Reife – das sorgt für geschmackliche Abwechslung.
Der Erntezeitraum erstreckt sich von Ende Juni bis in den August hinein. Die Obstbauern hätscheln die empfindlichen Süßkirschen geradezu: Zum Schutz vor Regenschauern spannen sie riesige Regenschutzfolien über ihre Süßkirschenanlagen auf, damit die voller Saft stehenden Früchte nicht aufplatzen.

Rund ein Kilogramm Kirschen lässt sich jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr schmecken. Viele naschen sie pur. Das heißt aber nicht, dass man sie nur von der Hand in den Mund genießen kann: Als fruchtige Füllung von Sahnetorten oder in leckeren Quarkspeisen zeigen sie, was in ihnen steckt. Auch als Verzierung sind die süßen Früchtchen einfach spitze.

Kirschen sind wahre Vitaminbomben:

  • Neben ihrem aromatischen Geschmack können die Süßkirschen gleichermaßen mit ihren Nährstoffen trumpfen.
  • Kirschen enthalten 15 mg Vitamin C, 229 mg Kalium und 52 Mikrogramm Folsäure. ·
  • Außerdem enthalten sie viel Vitamin B, Eisen, Pektin und wertvolle Farbstoffe (Anthozyane)
  • Sie sind reich an Zucker (17 g) und haben nur 63 Kilokalorien (kcal). (Alle Angaben sind auf 100 Gramm berechnet. Eine Portion entspricht 125 Gramm.)
  • Ein halbes Pfund Kirschen täglich kann den Harnsäurespiegel senken und vor Gicht schützen
  • Außerdem sollen die in den Kirschen enthaltenen Stoffe für eine schöne Haut sorgen und Entzündungen hemmen.
  • Die süßen Früchtchen werden zudem in der Naturmedizin als Mittel gegen Parodontose und Arthritis genutzt.
  • Je reifer und roter sie sind, umso mehr Anthozyane enthalten Kirschen. Das ist ein Pflanzenfarbstoff, der freie Radikale im Körper fängt und so Krebs abwehrt.
  • Gemeinsam mit dem Spurenelement Zink, Mineralstoffen und all den vielen B-Vitaminen wirken Kirschen auch als Schutz vor Rheuma und Gicht, sind gut für Haut und Herz, straffen das Bindegewebe und hemmen Entzündungen.

Tipps und Tricks:

  • Kirschen gehören zu den nicht nachreifenden Obstarten, daher sollte man sie reif und voll ausgefärbt kaufen.
  • Ein Zeichen von Frische ist die grüne Farbe des Stiels. Er sollte zudem glatt und fest mit der Kirsche verankert sein.
  • Früchte, die auch nur die kleinsten Mängel wie Risse und Quetschungen aufweisen, müssen sofort aussortiert werden, da ansonsten die Gefahr von Schimmelbildung besteht.
  • Den Stiel erst nach dem Waschen abzupfen, damit das Aroma nicht ausgewaschen wird. 
  • Kirschen höchstens zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.
  • Früchte lassen sich leichter entsteinen, wenn man sie vorher einige Minuten in das Gefrierfach legt.
  • Die entsteinten Süßkirschen können hervorragend als Konfitüre eingemacht werden. Besonders aromatisch wird diese mit jeweils zwei Kirschkernen pro Einmachglas.
  • In der Tiefkühltruhe können Kirschen - mit oder ohne Stein - bis zur nächsten Erntesaison eingefroren werden. Zum Einfrieren, die Kirschen waschen, entstielen und entsteinen. Dann auf einem Tablett verteilen und 1- 2 Stunden in der Kühltruhe anfrieren. Erst dann portionsweise in Gefrierbehälter füllen und einfrieren. Auf diese Weise kleben die Früchte nicht aneinander. Das gefrorene Obst dann unaufgetaut in Kuchen mitbacken oder ins Kompott geben. 
  • Und noch eine Empfehlung an alle, die von Kirschen nicht genug bekommen können: wenn Sie größere Mengen auf einmal essen (ab ein Pfund aufwärts), trinken Sie nicht zuviel Wasser dazu. Auf der Schale der Kirschen finden sich Hefezellen, die normalerweise von der Magensäure abgetötet werden. Durch das Wasser wird die Magensäure aber verdünnt. Es gärt im Magen und die Folge können unangenehme Bauchschmerzen sein. Also am besten: Kirsche pur.
  • Kirschen werden am besten im stehenden Wasser gewaschen, damit die Schale durch den harten Wasserstrahl nicht platzt. Anschließend werden sie entstielt und je nach Rezept weiterverarbeitet.

IMG_4033.JPGWarum platzen Kirschen bei Regen auf?
Das Regenwasser auf der Fruchtoberfläche dringt in das Fruchtfleisch ein. Dadurch vergrößert sich dessen Volumen beachtlich. Die äußere Schicht der Frucht gerät so unter Spannung, dass sie ab der Überschreitung einer kritischen Grenze aufreißt. Die Wasseraufnahme beruht auf einem physikalischen Prozess. In der Frucht befindet sich eine Reihe von gelösten Stoffen wie z.B. Fruchtzucker und Fruchtsäuren. Das Regenwasser enthält im Gegensatz nur sehr wenig gelöste Mineralstoffe. Der Antrieb für die Wasseraufnahme liegt im Konzentrationsausgleich zwischen Regenwasser der Fruchtlösung. Kurz gesagt: Wo viel Zucker ist, zieht es auch Wasser hin. Vor allem kurz vor der Erntezeit hat das Fruchtfleisch einen besonders hohen Zuckergehalt.

Frische deutsche Kirschen kann man von Juni bis August kaufen. Im Handel kommen nur die Früchte an, die wohlbehütet gewachsen sind. Noch am Baum gibt es für sie zwei Gefahren: Zum einen schmeckt das Steinobst auch den Vögeln ausgesprochen gut. Zum anderen regnet es häufig gerade dann, wenn die Früchte reif sind. Moderne Techniken im deutschen Obstbau schützen die empfindlichen Früchte und sorgen für die optimale Fruchtqualität. Auch wenn Sommergewitter eine angenehme Abkühlung sind, Regentage der Landwirtschaft generell gut tun und Vogelgezwitscher oftmals entspannend wirkt, für den Kirschanbau sind sie allesamt ein Graus. Vögel fressen die Ernte und durch die Feuchtigkeit platzen die Früchte. Eine konstante Belieferung des Marktes wird dann unmöglich und die Ernte für den Landwirt unwirtschaftlich. In den letzten 15 Jahren wurde massiv an der Weiterentwicklung von Obstanlagen gearbeitet. Heute ermöglichen moderne Kulturtechniken einen Kirschanbau mit gesicherten Erntemengen und einer deutlich höheren Fruchtqualität. Zur Erntezeit schützen Netze die Früchte vor Vogelfraß. In Regionen mit hohem Regenrisiko wird zusätzlich eine Folienabdeckung über den Anlagen errichtet. So müssen die Früchte dort nicht mehr vor drohenden Regengüssen „notgepflückt“ werden, sondern bleiben bis zum optimalen Reifetermin am Baum. Da das Regenwasser somit aber nicht an die Bäume gelangt, wird meist die Tröpfchenbewässerung eingesetzt. Dabei werden geringe, exakte Wassermengen mithilfe von Schläuchen direkt an den Bäumen abgegeben. Durch die wärmeregulierende Wirkung des Foliendachs und die optimale Wasserzufuhr reifen die Kirschen zu besonders großen, gleichmäßigen und aromatischen Früchten, ohne aufzuplatzen. Die Investitionen für Maßnahmen wie Überdachungen sind teuer. Viele heimische Obstbauern nehmen sie dennoch vor, um früher einsetzende und sichere Erträge und höhere Erlöse zu erwirtschaften.

Kirschkern - für Wärmekissen und mehr
Kirschkerne eignen sich nicht nur zu Wettbewerben im Weitspucken, sondern können auch - gereinigt - in Leinen- oder Baumwollstoff eingenäht und zum Wärmen genutzt werden. Dazu wird das Kirschkernkissen auf der Heizung, im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmt – fertig ist die kernige Wärmflasche.

Kirschen waren schon immer heiß begehrt. Bereits die Steinzeitmenschen haben die Früchte gesammelt und gegessen. Archäologen entdeckten bei Ausgrabungen versteinerte Kerne in den Höhlen unserer Vorfahren. Erste gezüchtete Kirschen brachte der römische Feldherr Lucullus auf seinen Reisen vom Schwarzen Meer über Rom nach Germanien. Heute sind Kirschen weltweit verbreitet. 80 Prozent der Welternte kommen aber aus Europa. Der Name der Früchte stammt vom iranisch-kurdischen "keras" ab, wurde römisch zu "cerasus" und später althochdeutsch zu "kirsa".

Sehen Sie hier den Obst- und Gemüsetipp "Gut Kirschen essen" bei Center TV

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