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Möhre, Karotte und Co!

Zum Anbeißen lecker: frische Möhren aus dem Gertrudenhof Bauernmarkt!

IMG_5624.JPGDie Möhre, auch unter den Namen Karotte, Mohrrübe, Gelbrübe, Rübli oder Wurzel bekannt, stammt aus der Familie der Doldenblütler, bei der fast ausschließlich die Rübe genutzt wird.

Sie zählt zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland und die Masse der geernteten Möhren liegt etwa gleichauf mit den Zwiebeln und direkt hinter den Tomaten.

Ganzjährig gibt es die gesunden und leckeren Möhren, sowie die besonders aromatischen und noch vitaminreichen Beta Sweets im Bauernmarkt des Gertrudenhofs:
im Sommer frisch vom Acker als Bundmöhren mit grün -
im Winter optimal eingelagert und verpackt dann ohne Grün!


Verwendung und Inhaltsstoffe

Die Verwendung der Möhre ist vielseitig. Man kann sie roh, gekocht und als Saft in allen Varianten verzehren. Doch nicht allein diese Eigenschaften unterstützten Ihre Verbreitung.

Ihre bahnbrechende Durchsetzungskraft gegen Jahrtausende alte Vielfallt verdankt die orange Karotte nicht zuletzt der Wirkung ihre Farbe selbst. Orange, das heute in der Farbtherapie  wegen seiner umfassend anregenden Wirkung auch zur Stärkung des Immunsystems und zur Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte eingesetzt wird, hebt Geborgenheit, Gemütlichkeit und emotionale Wärme hervor. Orange repräsentiert vitale Stärke und Aktivität und genau dieses Versprechen hält die Karotte auch, denn die Inhaltsstoffe der Karotte können sich sehen lassen.

Neben dem besonders hohen Beta-Karotin Gehalt, steckt viel Vitamin C, Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, sowie Kalium, Eisen, Magnesium, Kupfer, Schwefel, Mangan, Pektin und Falcarinol in der Möhre. Durch die Inhaltsstoffe und der Verträglichkeit ist sie besonders für Kleinst- und Kleinkinder geeignet. Die Inhaltsstoffe der Möhre fördern die Zahn- und Blutbildung, sowie die natürlichen Widerstandskräfte des Körpers. Der Kaliumgehalt wirkt harntreibend, zudem hilft sie auch bei Verdauungsstörungen insbesondere von Kleinkindern. Diese leicht stopfende Wirkung ist auf den Pektin-Gehalt zurück zu führen. Das enthaltenen Beta-Carotin, die in keinem anderen Gemüse in solch hoher Dosis enthalten ist, fördert die Sehkraft und soll als Antioxidans eine krebshemmende Wirkung haben. Falcarinol ist auch in hohen Mengen enthalten, welches das Risiko von Tumoren im Dickdarm senkt. In großen Mengen ist es giftig, allerdings müssten Sie einige hundert Kilo Möhren essen, um eine Vergiftung hervor zu rufen.

100g Möhren haben im Durchschnitt nur 26 kcal, damit liegen sie bei einem Brennwert von 109kJ deutlich unter dem von Erbsen, Schwarzwurzel, Mais oder Rosenkohl.

Mhren-Kuchen_6.JPGEinfach köstlich: Möhren-Haselnuss-Kuchen

Schnell gemacht und einfach lecker ist dieser köstlichen Möhren-Haselnuss-Kuchen.

Was auf den ersten Blick vielleicht ein wenig überraschend klingt ist ein köstlicher Trockenkuchen mit Nüssen, Schokostückchen und einem Schuss Rum, den man herrlich verzieren und dekorieren kann mit süßen Marzipan-Möhren, was ihn zum Hingucker für jede Kuchentafel macht!

Das komplette Rezept finden Sie in unserer großen Gertrudenhof Rezeptsammlung und  weitere passende Rezepte hier!

Tipps und Tricks

Lager Tipp: Die Möhre ist ein klassisches Lagergemüse. Am besten hält sie sich in einem dunkeln, kühlen Raum in einer Kiste in leicht feuchtem Sand gebettet. So hält sich die Möhre Monate lang frisch.

Gar Tipp: Um beim zubereiten der Möhre nicht zu viele Nährstoffe und Vitamine zu verlieren sollte die sie idealerweise als Ganzes gegart werden. So wird die Oberfläche kleiner, an der Inhaltsstoffe austreten könnten. In Studien hat sich bestätigt, dass im Ganzen gegarte Möhren auch ca. achtzig von hundert Probanden besser geschmeckt haben.


Botanik und Züchtung

IMG_5626.JPGDie Möhre ist eigentlich eine zweijährige Pflanze und bildet im ersten Jahr eine Blattrosette aus doppelt bis dreifach gefiederten Blättern und eine Pfahlwurzel. Diese verdickt sich im Laufe des Wachstums und wird zum Speicherorgan - der Möhre die wir dann ernten. Bliebe die Pflanze weiter im Boden, dann würde im zweiten Jahr die Blattrosette aufgelöst und es entstünde aus der verlängerten Sprossachse ein blütentragender Spross.

Die Möhre ist je nach Sorte kurz, lang, halblang, kegel-, kreiselförmig oder zylindrisch mit je spitzen oder stumpfen Enden. Die Farbvarianten gehen von hell- oder dunkelrot, weiß, orangefarben, bis hin zu violett. Die Färbung geht auf die Carotinoide, Anthocyane und Chlorophyll zurück und hängt auch von der Sorte, Witterungen und den Kulturbedingungen ab.

Am geläufigsten ist jedoch die orange Möhre. Diese geht  in Ihrer heutigen Form auf die "Lange Orange Holländer Karotte" zurück. (In Deutschland ist diese auch als Brunswicker bekannt). Diese Möhre stellt einen Bruch in der bisherigen Zucht dar. Wo es vorher weitverbreitet weiße, gelbe, rote und violette Möhren gab, setzte sich von Holland ausgehend die Farbe Orange durch. Gezüchtet wurde die "Lange Orange" als Ehrung für Wilhelm von Oranien im 17.Jahrhundert extra und zielgerichtet in Orange, der Farbe des späteren niederländischen Königshauses.

Aus der Zeit des späten 17. Jahrhunderts stammt auch die erste bildliche Darstellung der Orangen Möhre. Die niederländischen Maler Pieter Aertsen in seinem Gemälde „Frucht- und  Gemüsestand“ und Nicolas Maes in „Eine Marktszene in Dordrecht“ bannten die orange Möhre als erste in Öl.

 

Beta Sweets - zurück zur Ur-Möhre!

IMG_5629.JPGTrotz ihrer vielen gesunden Inhaltsstoffe fristet Sie immer noch ein Schattendasein und ist bis heute nur in wenigen Geschäften erhältlich. Angebaut wird Sie seit dem Jahre 2004 von nur wenigen Gemüsebetrieben, vorrangig in der Pfalz und in Hessen auf  im Vergleich zu Ihrer rein orangen Verwandten eher kleinen Flächen. Besonders Verbreitet ist Sie in Thüringen, Hessen, Baden- Württemberg und Bayern. Im Rest der Republik bleibt Sie ein eher unbekannter Exot, auf dem Gertrudenhof ist sie jedoch nahezu ganzjährig erhältlich!Die Beta Sweet Möhre ist erst in den 1990er Jahren in den USA entstanden. Der Name leitet sich ab von Beta, für Beta-Karotin und Sweet, englisch für süß. Er soll auf ihre beiden Haupteigenschaften hinweisen,  den sehr hohen Beta-Karotin Gehalt und ihren süßen, angenehmen Geschmack. Sie ist eine Rückkreuzung aus rein violetten Ur-Möhren und rein orangen Möhren, wie wir sie heute kennen. Sie wurde durch traditionelle Züchtung ab 1992 in 10 jähriger Forschung im Selektionsverfahren kreiert. Es handelt sich also um eine echte Züchtung, nicht um Gentechnik. Dabei griffen die Entwickler auch auf alte Sorten zurück, gaben der Beta Sweet in ihren Merkmalen dadurch auch mehr ursprüngliche Züge. Durch die Rückkreuzung wurden die positiven genetischen Eigenschaften der Ur-Möhre in ihr wieder aktiviert.   

Ziel der Züchtung war es die sekundären Pflanzenwirkstoffe in der Beta Sweet gegenüber den heute weit verbreiteten orangenen Möhrensorten zu erhöhen. Gerade die sekundären Inhaltsstoffe machen die Beta-Sweet Möhre so besonders. Zum einen die Karotinoide. Die Beta-Sweet Möhre enthält bis zu 40 % mehr Beta- Karotin und bis zu 50% mehr Kohlenhydrate als herkömmliche Möhren.

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Besonders ist jedoch der lila Farbstoff, die Anthocyane. Diese sind vor allem aus dem Rotkohl oder von den roten Trauben bekannt. Sie stärken das Herz-Kreislauf-System und sie helfen Erkrankungen vorzubeugen. Es sind bis zu 28mal mehr Anthocyane in Beta-Sweet Möhre als in Ihren orangen Artverwandten enthalten. Ihr Hoher Vitamin C und Vitamin A Gehalt macht sie zudem zu einem optimalen Vitaminlieferanten Auch hat Sie ähnlich Ihrer orangen Verwandten auch Vitamin B1, B2, B6, sowie Kalium, Eisen, Magnesium, Kupfer, Schwefel, Mangan, Pektin und Falcarinol zu bieten.
 

Gar Tipp: Die Beta Sweet immer nur kurz garen oder dünsten, da sonst der violette Farbstoff zur Gänze austritt

 

Sehen Sie hier auch das Video des Gertrudenhof Gemüsetipps bei Center TV:
"Karotte, Möhre und Co"