Zurück zur Startseite

Ran an die Frühkartoffeln

Zwar sind Kartoffeln das ganze Jahr über im Handel erhältlich, aber es geht doch nichts über die wunderbar leckeren und dazu noch gesunden Frühkartoffeln aus dem eigenen Anbau, die es jedes Jahr ab Mitte/Ende Juni direkt frisch von den Feldern des Gertrudenhofes gibt!

Kartoffelanbau hat auf dem Hürther Gertrudenhof Tradition: Schon seit über 50 Jahren werden hier die „tollen Knollen“ angebaut. Heute bildet eine Kombination aus nachhaltigem Anbau und Erfahrung das Erfolgsgeheimnis des Familienbetriebes. Alle Kartoffeln vom Hürther Gertrudenhof sind aus kontrolliertem, integriertem Anbau!

Unser Wissen und unsere Erfahrung über die Kartoffeln und das Ernten geben wir auch gerne an die kleinsten unter uns in Form von Bauernhofführungen unseres Schulbauernhofs weiter! Ob  Kindergeburtstage, Ferienfreizeiten oder Schulausflüge, hier finden Sie alles zu unseren Programmen rund um die Kartoffel!

           IMG_6566.JPG  IMG_6572-1.JPG  IMG_6577.JPG  IMG_6721.JPG

Frühkartoffeln werden früher gepflanzt und auch früher wieder geerntet, hierdurch unterscheiden sie sich von herkömmlichen Kartoffeln. Frühkartoffeln haben durch ihr kürzeres Wachstum eine dünne Schale, diese wird gerne mitgegessen und sorgt für einen knackigen Biss! Außerdem entfällt so das etwas lästige Kartoffel schälen! Frühkartoffeln sind aber nicht nur super lecker, sondern sind außerdem ein optimaler Energiespender. Sie enthalten zahlreiche Nährstoffe und Vitamine, sind dabei aber gegenüber Nudeln und Reis sehr Kalorienarm.

Dick machen Kartoffeln im Vergleich zu Nudeln oder Reis also keineswegs.

Hier finden Sie köstliche und gesunde Kartoffelrezpte aus den Kochbüchern des Gertrudenhofes:

Inhaltsstoffe:

  • Wasser: Der hohe Wassergehalt von 70 Prozent ist der Grund dafür, dass die Kartoffel so energiearm ist. Beim Erhitzen der Knolle wird ein Teil des Wassers von der enthaltenen Stärke aufgenommen, wodurch diese aufquillt.
  •  Ballaststoffe: Wenn Kartoffeln nach dem Kochen und vor dem Verzehr abkühlen, wandelt sich ein Teil der Stärke in Ballaststoffe um. Die sogenannte resistente Stärke entzieht sich dadurch der Verarbeitung durch Verdauungsenzyme - sie schlägt daher nicht auf die Hüften.
  • Vitamine: Die Frühkartoffel ist eine richtige Vitaminbombe, sie enthält Vitamin A, B1, B2, B6, C
    und Vitamin E.
  • Mineralstoffe: In der Kartoffel ist der Kaliumgehalt nennenswert hoch. Bis zu einem Drittel der empfohlenen Zufuhr kann durch Kartoffeln gedeckt werden. Der Gehalt an Natrium liegt hingegen niedrig. Aus diesem Grund wird die Kartoffel gerne in der Diätkost eingesetzt.

     Frhkartoffel1.JPG Frhkartoffel3.JPGIMG_3897.JPG

Die Geschichte der Kartoffel:


Die Erfolgsgeschichte der Kartoffel ist lang. Ihren Anfang nahm sie vor mindestens 6000 Jahren in Südamerika, genauer in den Hochebenen der Anden, wo sie den Indios noch heute als Nahrungsgrundlage dient. Möglicherweise ist die Kartoffel - von den Indios chuño genannt – noch älter, denn Forscher fanden Spuren der Knolle in 8000 Jahre alten Gräbern im Andenhochland. Ab den 12./13. Jahrhundert sorgten die Inkas durch ihre Eroberungsfeldzüge für die zunehmende Verbreitung der Kartoffel. Sie bauten ausgeklügelte Bewässerungssysteme, legten Depots an und kannten schon über 400 Kartoffelsorten. Sie wandten bereits die Methode des „Gefriertrocknens" an, indem sie die Knollen abwechselnd dem Nachtfrost und der Sonne aussetzten. Dadurch wird die Kartoffel jahrelang haltbar. Um die Bedeutung der Kartoffel hervorzuheben, bezeichnen Forscher sie auch als „Das Gold der Inkas". Als die Spanier im 16. Jahrhundert das Inkareich eroberten, suchten sie zwar nach dem Edelmetall Gold, lernten dabei aber auch die Kartoffel kennen.

Für den ersten Transport nach Europa soll allerdings der englische Freibeuter Sir Francis Drake gesorgt haben. Es dauerte jedoch einige Zeit, bis die Knolle in ganz Europa als vollwertiges Nahrungsmittel akzeptiert wurde. Die Spanier legten bereits im 16. Jahrhundert Kartoffelgärten an, dann folgten die Italiener und vor allem die Iren, denen ihr damaliger Knollengenuss den Namen „Kartoffelfresser" eintrug. In Deutschland hatte es die Knolle indes besonders schwer. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts fand sie langsam Verbreitung, vor allem, weil Hungersnöte die Leute dazu zwangen, auch Kartoffeln zu essen. Erst ab etwa 1780 kann jedoch von einer weiten Verbreitung gesprochen werden. Der Preußenkönig Friedrich der Große wandte sogar List und Zwang an, um seine Bauern zum Kartoffelanbau zu bewegen. Heute ist die Kartoffel auf allen Kontinenten zu finden und hat sich nach Reis, Weizen und Mais zum wichtigsten Nahrungsmittel der Welt gemausert.

Auf dem Hürther Gertrudenhof gibt es ganzjährig Kartoffeln aus eigenem kontrollierten, integrierten Anbau.

 

                   IMG_3910.JPG

Die Botanik der Kartoffel: botanisch zählt die Kartoffel - Solanum tuberosum – zu den Solanaceen (Nachtschattengewächse) , wozu auch die Tomate, der Tabak und die Aubergine als Nutzpflanzen, sowie der schwarze Nachtschatten, der Stechapfel ( Datura ) und die Tollkirsche als Wildpflanzen gehören. Im botanischen Sinne ist die Kartoffel keine Frucht wie z. B. das Getreidekorn, auch keine Wurzel, wie die Zuckerrübe sondern ein unterirdischer Sproß, eine Knolle. Die Knolle dient als Speicherorgan und als

 

vegetatives Vermehrungsorgan. An ihr sitzen Vertiefungen ( Augen ), woraus bei der Keimung Laubtriebe sprossen. Am unterirdischen Teil der Triebe entwickeln sich Wurzeln und Tragfäden (Stolonen), mit denen die neuen Knollen am „ Nabel „ verbunden sind Der Blütenstand ist ein Wickel.

 

Blütenreichtum ist sortenbedingt. Manche Sorten blühen bei uns nicht, besonders Wildformen ( Kurztagsbedingt ). Die Blütenkrone ist weiß, lila, gelb und bläulich. Die Blüte ist zwittrig, mit 5 Staubgefäßen und einem Fruchtknoten. Selbstbestäubung ist die Regel, Fremdbefruchtung kommt auch vor. Die aus den Blüten hervorgegangenen Früchte sind Beeren, die bis zu 150 Samen enthalten. Sie spielen in der Züchtung eine Rolle. Sie sind giftig ( Solanin ) und nicht zum Verzehr geeignet.

Kartoffel ist noch lange nicht gleich Kartoffel: Wer einmal die köstlichen „tollen Knollen“ vom Gertrudenhof probiert hat, weiß wie Kartoffeln schmecken müssen: Probieren auch Sie den Unterschied!

Sehen Sie hier passend zum Thema unseren Center TV Gemüsetipp vom 27.06.2013: