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Mit frischen Erdbeeren in den Frühling starten!

IMG_7746.JPGSie wird als "Königin" der Beerenobstarten bezeichnet: die Erdbeere. Und das zu Recht, schließlich ist die "Fragaria ananassa", so ihr botanischer Name, bei uns das beliebteste Obst, abgesehen vom Apfel.

Aktuelle Befragungen kommen zu dem Schluss: 96 Prozent aller Leute essen gern Erdbeeren, im Jahr etwa 2,3 kg pro Kopf - heimische und importierte Früchte. Die Erdbeere - voll ausgereift - ist eine glückliche Kombination der Natur: ihr Rot - sinnlich und verführerisch, ihre Größe mundgerecht, ihr Aroma süß und ihre inneren Werte hervorragend. Die Königin der Beeren bietet Genuss sowie reichlich Vitamine, Mineralstoffe, eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen. Und das alles bei gerade einmal bei etwa 33 Kalorien bei einer Portion von 100 Gramm.

Auch auf dem Hürther Gertrudenhof gehört die Erdbeere zu den Rennern im Sortiment, allerdings nur in der Saison: und das ist auch gut so, denn frisch vom Strauch sind die heimischen Erdbeeren nicht nur am gesündesten, sondern auch am leckersten! Genießen Sie also ab jetzt wieder die Zeit der köstlichen Erdbeeren!

Beginn der Erdbeersaison:
Auf dem Hürther Gertrudenhof beginnt schon Mitte April die Zeit der köstlichen Beeren. Aus Folienhäusern aus dem Vorgebirge kommen dann schon die ersten köstlichen Beeren aus kontrolliert, integriertem Anbau.

Hauptsaison:
In der Hauptsaison der Erdbeeren können Sie beim Gertrudenhof neben der gewohnten Spitzenware auch extra Marmeladenware zum besonders günstigen Preis bestellen!

Spätsaison:
Erdbeergenuss muss nicht schon im Juni vorbei sein: Beim Gertrudenhof gibt es die süßen Früchte bis zum Frost, tagesfrisch direkt vom Erzeuger aus der Region!

Köstliche Erdbeerrezepte aus Familientradition des Gertrudenhofes:

erdbeer_milchshake_2.JPG erdbeer_kuchenvomblech6.JPG erdbeer_philadelphia6.JPG

 

Die Geschichte der Königin der Beeren

  • Es gibt mehr als 1000 Sorten
  • Walderdbeeren kannten bereits unsere Urahnen. Erste Funde reichen bis in die jüngste Steinzeit zurück.
  • Bereits in der Antike priesen römische Dichter die Qualitäten der kleinen, aromatischen Walderdbeeren: die Dichter Vergil (19 v. Chr.), Ovid (18 n.Chr.) und Plinius (79 n.Chr.) beschrieben diese Früchte. Sie nannte sie "frega" oder "fregum".
  • Der botanische Name "fragaria" taucht zum erstem Mal bei Matthäus Silvatius im Jahre 1330 auf.
  • Dieser Begriff leitet sich ab aus dem lateinischen "fragare" (duften).
  • Der schwedische Botaniker Carl von Linné (1707 bis 1778) hat die Pflanzenwelt systematisch geordnet. Er fügte dem Namen das lateinische Wort "vesca" hinzu. Es stammt von "versusa" (essbar).
  • Leitet man "vesca" jedoch vom lateinischen "vescus" (zehrend) ab, weist das auf eine weitere Eigenschaft der Erdbeere hin: Sie ist die Frucht, von der man nicht satt wird. Weniger deshalb, weil man von dieser Köstlichkeit kaum genug kriegen kann, sondern vielmehr, weil sie so kalorienarm ist.
  • Im Mittelalter gab es große Flächen, auf denen Walderdbeeren kultiviert wurden. Man kannte bereits allerlei Kulturmethoden, um die Reife zu beschleunigen oder die Ernte zu verlängern. Nur die Fruchtgröße der aromatischen Winzlinge ließ sich durch nichts verbessern, sie wachsen bis heute kaum fingernagelgroß.
  • IMG_7747.JPGMit der Entdeckung der Neuen Welt war dieses Problem gelöst. Französische Siedler fanden entlang des kanadischen Sankt-Lorenz-Stromes leuchtend scharlachrote Erdbeeren, die sehr aromatisch schmeckten und zugleich recht groß waren. Als "Amerikanische Scharlacherdbeere" fand diese langkegelförmige Frucht rasch Eingang in die botanischen Gärten Europas.
  • Englische Siedler entdeckten in Virginia eine weitere Form der Schlarlacherdbeere (Fragaria virginiana) mit fast kugelrunden Früchten. Diese Erdbeerart reifte deutlich vor der Walderdbeere. Die ansehnliche Fruchtgröße tat das ihre, um die Walderdbeere rasch aus dem Anbau wieder auf ihr ursprüngliches Gebiet - wild wachsend im Wald - zu verdrängen. 1820 gab es bereits 70 Sorten der Scharlacherdbeeren.
  • Die direkten Vorfahren der großen roten Erdbeeren, die heute den heimischen Markt bestimmen, kommen ebenfalls aus Übersee. Sie sind nicht, wie man vermuten könnte, eine Züchtung aus der Walderdbeere, die bei uns in Europa schon seit jeher beheimatet ist. Sie sind eine Kreuzung aus der kleinen amerikanischen Scharlach-Erdbeere mit der großfruchtigen "Schönen von Chile", die der französische Fregattenkapitän und Hobbybotaniker Amédée François Frezier 1714 von seinen Fahrten mitbrachte.
  • Diese Chile-Erdbeere sah ganz anders aus als die bisher bekannten Arten: ledrigstarre, blaugrüne Blätter, behaarte Stengel und sensationell große Früchte. Sickler, der diese Erdbeeren aus dem Hohenheimer Hofgarten des Herzogs von Württemberg kannte, schrieb seine Begeisterung 1805 nieder: "Eine Erdbeere, die so groß ist wie ein mäßiges Hühnerei. Gott im Himmel - welche Wohltat für unsern Gaumen und Zunge, und nur ein halbes Dutzend solcher Erdbeeren, welch' ein Göttergericht!"
  • Wer sich noch vor ein paar Jahrhunderten am Geschmack der Erdbeere erfreuen wollte, mußte mehrere Tagelöhne dafür opfern.
  • Edward I. verdanken wir die Entdeckung der Erdbeere als Genussmittel; davor wurde sie nur wegen ihrer Heilkräfte gesammelt und verspeist. Auf Umwegen über Holland und England kamen die ersten Früchte 1751 in die Hofgärten König Georg des II. von Hannover.
  • In Amsterdam tauchte um 1750 eine neue Art von Erdbeeren auf. Die Holländer nannten sie wegen ihres Geschmackes und der Form "Ananas-Erdbeere". Der Gärtner Antoine Nicolas Duchesne erkannte, daß es sich um eine Mischform handelte, hervorgegangen aus Blüten der Chile-Erdbeere, die mit Pollen der Schlarlacherdbeere bestäubt worden waren. Diese Artkreuzung ist die Stammform unserer heutigen Gartenerdbeere (fragaria ananassa).
  • Aber erst 1840 begann man in der Nähe von Baden-Baden mit dem erwerbsmäßigem Anbau in Deutschland.
  • Es gibt inzwischen weit über tausend Sorten mit recht unterschiedlichen Boden- und Klimaansprüchen, verschiedenem Aussehen, Geschmack und Wuchshabitus und jedes Jahr kommen ein paar neue hinzu.
  • Leider trifft man oft genug auf Sorten, die mehr den Bedürfnissen der Erzeuger und des Handels als denen des Verbrauchers gerecht werden. Und die wünschen nun mal große, ansehnliche Früchte, die unbeschadet längere Transportwege und ein paar Tage Lagerung überstehen. Daß diese Früchte oft kaum mehr saftig sind, sondern eher eine schaumgummi-ähnliche Konsistenz haben und im Aroma nur noch ganz entfernt an die intensive Würze der traditionellen Sorten erinnern, scheint da gar nicht so wichtig zu sein.
  • Die traditionellen Sorten aber verschwinden immer mehr aus dem Erwerbsanbau. Heute wird im Handel kaum noch die vor gar nicht so langer Zeit meistangebaute, aromatische Sorte "Senga Sengana" angeboten: Sie gilt als zu empfindlich und nicht ansehnlich genug

Vom Umgang mit den zarten Früchten

  • Höchsten Genuss bieten Beeren mit grünen, frischen Kelchblättern, die voll ausgereift und unbeschädigt sind: Unreife Erdbeeren sind an hellen Spitzen und grünen Stellen erkennbar. Ihnen fehlt das typische Aroma.
  • Übrigens: kleinere Erdbeeren sind oft viel aromatischer und nährstoffreicher als große Erdbeeren und müssen vorsichtig transportiert werden. Sie sind druckempfindlich und faulen dann schnell.
  • Erdbeeren verlieren schnell ihr Aroma. Sie sollten spätestens zwei Tage nach der Ernte verzehrt werden. 
  • Und wenn Sie sie nicht gleich verbrauchen können, dann sortieren Sie alle Früchte mit Druckstellen aus, breiten die unbeschädigten Beeren locker nebeneinander auf einem Teller aus und stellen diesen zugedeckt an einen kühlen Ort (am besten im Gemüsefach des Kühlschranks).
  • Bei der Zubereitung ist Wasser der größte Feind der Beere: Wasser lässt das Fruchtfleisch schwammig werden führt kann zu deutlichen Aromaverlusten. Daher die Früchte nur kurz in kaltes Wasser tauchen oder sanft abbrausen.
  • Erst nach dem Waschen entfernt man Stiele und Blätter, sonst wird das Aroma verwässert. 
  • Zuckern Sie die Erdbeeren auch erst kurz vor dem Servieren, sonst verlieren sie zu viel Saft und werden weich und schlaff.

Gesunde Früchte
Obwohl vor 100 Jahren genauso beliebt wie heute, ist die Erdbeere doch eine "moderne" Frucht, mit der es leicht gelingt, auch junge Menschen anzusprechen. Denn diese Obstart ist mehr als Gesundheit pur. Sie steht für Fitness, Sportlichkeit oder ganz allgemein Wellness, also umfassendes Wohlbefinden. Entsprechend lauten die Beschreibungen: rote Power-Frucht mit den Supermineralien Mangan und Kalium, erfrischende Verwöhnfrucht, genussvoller Schlankmacher, Genuss ohne Reue, aromatischer Fitmacher, bioaktiver Entschlacker, verführerischer Launeheber, vitalisierender Muntermacher. Eigentlich erfüllt die Erdbeere ihren Zweck bereits dadurch, dass sie so gut schmeckt. Ihre zusätzliche Stärke liegt darin, dass sich mit dem Genusswert auf höchst angenehme Weise ein überdurchschnittlich hoher Gesundheitswert verbindet.

Was in der Erdbeere steckt

  • Erdbeeren_003.jpgBei der Erdbeere ist die Zeitspanne zwischen Blüte und Ernte enorm kurz. Umso stärker wirken sich Witterung und Kulturmaßnahmen auf die Inhaltsstoffe aus. Entsprechend groß sind die Streubreiten bei derselben Sorte von Frucht zu Frucht innerhalb einer Pflanze, von Pflanze zu Pflanze und von Standort zu Standort. Auch im Verlauf der Saison schwanken die Gehalte an wertgebenden Inhaltsstoffen. Selbst wenn konkrete Zahlenangaben nur Durchschnittswerte sein können, bietet die Erdbeere eine Fülle an Vitaminen, Spurenelementen und an bioaktiven Substanzen, die gesundheitsfördernd sind. Erdbeeren bestehen zwar zu 90 Prozent aus Wasser, dennoch bieten sie ein unvergleichliches Geschmackserlebnis. Verantwortlich dafür ist
  • ihr Gehalt an Fruchtsäuren, Fruchtzucker und Aromastoffen.
  • Besonders wohlschmeckend sind Sorten, bei denen der Zuckergehalt und die Säure in einem harmonischen Verhältnis stehen.
  • Aber auch die Festigkeit des Fruchtfleisches und der Saftgehalt beeinflussen den Geschmack.
  • Es fällt nicht schwer, zur Beerenzeit täglich mindestens ein 500g-Schälchen Erdbeeren zu essen: Diese Menge versorgt den Körper selbst mit den Vitaminen und Mineralstoffen ausreichend, die nicht in überdurchschnittlichen Menge enthalten sind
  • Erdbeeren haben einen höheren Vitamin C-Gehalt als Orangen und Zitronen: Schon eine Portion deckt die täglich wünschenswerte Zufuhr an Vitamin C.
  • Durch den hohen Anteil an Asparaginsäure regen Erdbeeren die Nierentätigkeit an.
  • Die in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wirken blutdrucksenkend, entzündungshemmend und antibakteriell.
  • Außerdem enthalten sie wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Phosphor und besonders auch Eisen.
  • Nicht bloß zufällig gelten Erdbeeren in der Volksmedizin als wirksames Mittel gegen Blutarmut.
  • Und wegen ihres hohen Gehalts an Salizylsäure werden sie zu Linderung von Gicht und Rheuma empfohlen.
  • Ihr durchschnittlicher Energiegehalt liegt bei 33 Kilokalorien (138 Kilojoule) pro 100 Gramm.

Fasst man die positiven Wirkungen der köstlichen Frucht zusammen, ergibt sich eine erstaunliche Liste:

Erdbeeren

  • IMG_1204.jpgschützen vor Krebs
  • beugen Thrombosen und Infarkte vor
  • erhöhen die Abwehrkraft gegen Infektionen
  • wirken Müdigkeit und Blutarmut entgegen
  • stabilisieren die Darmflora
  • senken den Blutdruck
  • regulieren den Cholesterinspiegel 
  • helfen bei Gicht 
  • entschlacken und entwässern 
  • verhindern vorzeitigen Haarausfall und Ergrauen 
  • vermitteln Heiterkeit und Spannkraft (Mangan, Folsäure) 
  • lindern Nervosität und Lustlosigkeit
  • bieten "Genuss ohne Reue", da sie nur wenig Kalorien enthalten.

Botanik
Die Erdbeere (Fragaria) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist eine Scheinfrucht, denn die eigentlichen Früchte sind die auf dem Fruchtfleisch sitzenden Nüßchen. · Botanisch gesehen ist sie deshalb eine Sammelnußfrucht. 

Grundsätzlich wachsen Erdbeeren heute im gemäßigten Klima auf der ganzen Welt. Am besten gedeihen sie in sonniger bis halbschattiger Lage auf einem nährstoffreichen, leicht sauren Boden.
Die in Mitteleuropa heimische Walderdbeere wächst wild in unseren Wäldern, ist aber nicht die Urform der Gartenerdbeere.

Unterschieden werden einmal- und zweimaltragende Erdbeeren.
Einmaltragende Sorten (z.B. Bogota, Elvira, Fratina, Gorella oder Havelland) blühen nur unter Kurztagbedingungen, das heißt, sie entwickeln ihre Blüten nur im Frühjahr, solange die Tage noch kurz sind. Zwei- oder mehrmalstragende Sorten (z.B. Machern, Ostara) verhalten sich dagegen tagneutral - sie setzen also auch während der längeren Sommertage noch Blüten an.

Sehen Sie hier den Gertrudenhof Obsttipp: "Erdbeeren -verführerisch süß!"