Zurück zur Startseite

Chicore_l_13.JPGMit Chicorée gesund durch die kalte Jahreszeit

Der Chicorée gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine Variante der „Wilden Zichorie“. Seine Entdeckung verdankte der Chicorée dem Zufall. Verschiedene Experimente mit den Trieben dieser Pflanze führten im 18. Jahrhundert dazu, dass er weltweit zu dem beliebtesten Wintergemüse gewählt wurde.

Das reizvolle Aroma, das in dem knackigen Gemüse vorhanden ist, schmeckt nicht nur süßlich herb bis bitter, sondern ist ganz besonders zur kalten Jahreszeit ein willkommener Vitaminlieferant. Er eignet sich als Gemüse in Aufläufen, und Gemüsepfannen, oder als hervorragender Begleiter zu Fisch und Fleisch. Doch auch als kleiner Snack in Form von gefüllten Blättern, oder in delikaten Salatkombinationen zusammen mit Früchten und Käse ist er eine Delikatesse.

Das Aussehen:

  • Chicorées sind 10 bis 20 Zentimeter lang und haben ein kolbenförmiges Aussehen.
  • Sie bestehen aus dicht übereinanderliegenden, weißen Blättern mit weißen bis zartgelben, knackigen Sprossen, die einen spitz zulaufenden, festen Kopf bilden und mit einem harten Strunk in der Mitte besetzt sind.

Die Saison:

  • Chicorée hat seine Hauptsaison von Oktober bis März.
  • Daher ist das vitamingeladene Gemüse ein gesunder Leckerbissen in der kalten Winterzeit.
  • Natürlich ist Chicorée, dank modernem Anbau auch ganzjährig erhältlich.

Im Gertrudenhof Hofladen bekommen Sie über das ganze Jahr frischen Chicorée.

Mehr Rezepte rund um den Chicorée finden Sie hier:

Chicorree_Belgisch_fertiges_Gericht.jpgChicoree_im_Schinkenkleid1.JPGeier_creme_brullee_nah.JPG

 

 

 

 

 

Beim Einkauf:

  • Beim Einkauf sollten sie darauf achten, dass der Chicorée in einer dunklen Kiste aufbewahrt wird. So verhindert man, dass sich der Chicorée grün verfärbt.
  • Die Spitzen sollten frisch und gelb aussehen.
  • Die Knolle sollte von fester Struktur sein.

Zu Hause aufbewahren:

  • Chicorée lässt sich zu Hause einige Tage, in feuchtem Küchenpapier eingewickelt, im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahren.
  • Chicorée sollte nicht lange im Tageslicht liegen, da er sich sonst grün verfärbt und an Geschmack verliert. Das Aroma wird sehr bitter und ungenießbar.

Unser Tipp:

  • Achten Sie darauf, dass der Chicorée auch im Kühlschrank geschützt und dunkel liegt.

In der Küche:

  • Den Strunk der Chicorée- Knolle keilförmig herausschneiden, aber nicht zu großzügig, um die wichtigen Inhaltsstoffe zu erhalten.
  • Ebenso die äußeren Blätter, die am meisten Bitterstoffe enthalten, sparsam abnehmen.
  • Im Anschluss den kegelförmigen „Kern“ entfernen.
  • Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und auch bei diesem Gemüse gibt es einiges auszuprobieren.
  • Als Rohkostsalat in Streifen geschnitten, gedämpft als Gemüsebeilage, oder im Auflauf kommt der fein bittere Geschmack toll zur Geltung.
  • Süße Früchte, wie zum Beispiel Grapefruit erfrischen den Geschmack.
  • Beim puren Kochen oder Dünsten des Gemüses, lässt eine Prise Zucker den Chicorée geschmacklich milder werden.

Zubereitungs-Tipp:

  • Sie können den Chicorée etwas „milder“ stimmen, indem Sie die Knolle mit lauwarmem Wasser abwaschen. So verliert er an Bitterkeit und bleibt dennoch knackig.
  • Als Alternative können Sie den Chicorée kurz in Milch einlegen.
  • Damit die weiße Farbe erhalten bleibt, gibt man beim Blanchieren, einige Spritzer Zitronensaft hinzu.
  • Chicoréestangen sind sehr druckempfindlich, daher sollten sie vorsichtig behandelt werden. Bei Druck oder Stoß bilden sich leicht rotbraune Flecken.

Die Konservierung:

  • Zur Konservierung  ist Chicorée nicht besonders geeignet, da er bei einer längeren Lagerung viele seiner Vitamine und Aromen verliert.

Für die Gesundheit:

  • Bei nur 16 kcal pro 100g rohen Chicorée greift man gerne zu.
  • Aber es stecken noch mehr in der kleinen Knolle. Neben reichlichen Ballaststoffen sind auch Vitamin A, B1, B2 und C, sowie Betacarotin, Folsäure und die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium vorhanden.
  • Diese sind wichtig für die Blutbildung, den Muskel- und Nervenstoffwechsel und den Knochenaufbau.
  • Die Ballaststoffe sorgen für eine Ermunterung des Verdauungsprozesses.
  • Zudem regen die enthaltenen Bitterstoffe den Stoffwechsel an.
  • Der Stoffwechsel wird dank der Bitterstoffe, die im Chicorée enthalten sind, angeregt.

Wussten Sie:

  • Der Chicorée enthält einen hohen Anteil an Ballaststoffen und wirkt dadurch verdauungsfördernd.
  • Dazu ist das Gemüse sehr kalorienarm, schonend für den Stoffwechsel und säurebindend, also besonders empfehlenswert für Diabetiker und Rheumatiker, die auch von der harntreibenden Wirkung profitieren.

Es war einmal, ….

  • Etwa um das Jahr 1800 fand ein Gärtner aus Belgien in einem Keller eine vergessene Zichorienwurzel, die in der Dunkelheit neue Triebe entwickelte.
  • Diese hatte feine weiße Triebe gebildet und schmeckte fein herb.
  • Er experimentierte mit dieser Pflanze und dies führte zu der Entwicklung des beliebten Wintergemüses.
  • Es entstanden die ersten Kochversuche mit der uns heute bekannten Kulturpflanze Chicorée.
  • Die Pflanze entwickelt unterirdisch eine 20 cm lange, 3 bis 5 cm dicke Rübe.
  • Bei Dunkelheit entwickelt sich daraus, die für uns als Gemüse bekannte weiße Blattrosette.
  • Die Pflanze wird neben Deutschland auch in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Nordafrika und im gesamten Orient angebaut.