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Birnenzeit beim Gertrudenhof

DSC_0042.JPGWas wären Herbst und Winter ohne die köstlichen Birnen aus dem Gertrudenhof Bauernmarkt!

Birnen sind wahre Alleskönner. Durch ihren vielfältigen Geschmack können Birnen roh, eingemacht oder auch auf Obstkuchen verwendet werden. Herzhaften Gerichten aus Wild oder Schweinefleisch geben sie eine ganz besondere Note. Oder probieren Sie Birnensenf, der ganz toll zu Käse passt oder Dressings etwas Fruchtiges verleiht. Doch nicht nur als Bestandteil eines Gerichtes eignen sich Birnen. Aus ihnen kann man auch leckere, eigenständige Gerichte zaubern, wie z.B. ein Birnenschaumsüppchen. Und last but not least, gibt es da noch den allseits bekannten und beliebten Birnen-Obstbrand „Williams Christ“.

Sie möchten eines unserer leckeren Birnenrezepte probieren? Hier finden Sie die Anleitungen:

birnensuppe4.JPG Birnen Tarte DSC_0215.JPG

Und noch viele andere leckere Rezepte gibt es in unserer Gertrudenhof-Rezeptsammlung.

Inhaltsstoffe und Gesundheit:

Ein Irrglaube ist, dass Birnen, da sie süßer sind als Äpfel, dick machen. Tatsächlich haben beide Obstsorten fast die gleiche Menge an Fruchtzucker und somit auch fast die gleiche -sehr geringe- Kalorienanzahl von rund 60Kcal/100g. Durch ihren geringen Säuregehalt, sind sie besonders gut für Menschen geeignet, die Äpfel nicht vertragen. Außerdem enthalten Birnen mehr Mineralstoffe, wie z.B. Phosphor, Kalium und Kalzium. Das regt den Stoffwechsel an und wirkt entschlackend und entwässernd. Besonders die B-Vitamine sind zu einem großen Teil enthalten. Allerdings verlieren sie sich, wenn Sie die Birnen kochen oder braten. Deshalb sollten Sie die Frucht nach dem Einkauf gut waschen und am besten roh essen.

Das alles steckt in der Birne:

  • Karotin
  • Vitamin C
  • Magnesium
  • Zink
  • Jod
  • Kupfer
  • B-Vitamine
  • Kalium
  • Kalzium
  • Phosphor
  • Fruchtsäuren

Unser Ernährungstipp:

Generell gilt, dass der Großteil der gesunden Inhaltsstoffe, wie bei allen Obst- und Gemüsesorten, direkt unter der Schale sind. Deshalb sollten Sie Ihre Birnen nicht schälen, sondern mit der Schale essen. Vor dem Verzehr sollten Sie die Früchte aber gut waschen.

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Einkauf und Lagerung:

  • Bei uns ist die Birnensaison von August bis Januar. Gut ausgereifte Früchte duften sehr angenehm und geben bei Druck auf das Stielende leicht nach. Ab April allerdings können Sie bereits die ersten Birnen aus Südafrika bekommen.
  • Lagern Sie Birnen am besten kühl, da Sie sehr empfindlich sind. Birnen reifen nach dem Einkauf noch nach, im Gemüsefach Ihres Kühlschrankes halten Sie sich etwa 5 Tage. Sehr reife Früchte sollten Sie daher am besten sofort verzehren. Durch die Lagerung bei Licht und Zimmertemperatur verlieren die Früchte außerdem auch schnell ihre wertvollen Inhaltsstoffe.

Unser Lagertipp:

  • Legen Sie Ihre Birnen in einen Gefrierbeutel. Durch die sauerstoffarme Atmosphäre hält sich die Birne am längsten.
  • Sollten Sie Birnen einfrieren wollen, müssen Sie sie zu Mus oder Kompott weiter verarbeiten. So hält sie sich etwa 10 Monate. Ganze Früchte können nicht eingefroren werden.

Sorten:

"Alexander Lucas"

  • DSC_0232.JPGNach ihrem Entdecker Alexander Lucas benannt, wurde sie zuerst in einer Baumschule in der Nähe der französischen Stadt Orléans angebaut.
  • Der Baum ist sehr robust und wenig anfällig für Krankheiten.
  • Geschmacklich ist sie als saftig und etwas körnig zu beschreiben. Sie ist süß und besitzt wenig Säure.
  • Geerntet wird Ende September bis Anfang Oktober.
  • Direkt nach der Ernte kann sie 3 Monate mit speziellen Kühlungen sogar bis zu 6 Monaten eingelagert werden.

Unser Tipp:

Die „Alexander Lucas“ Birnen sind roh sehr lecker, können aber auch zum Einkochen oder als Kompott verwendet werden.

"Conférence"

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    Vom Engländer Francis Rivers gezüchtet, handelt es sich hier um eine qualitativ hochwertige Sorte.
  • Von den meisten Personen wird ihr Geschmack, der sehr saftig und würzig ist, als sehr edel beschrieben.
  • Auch die Conférence-Birne kann roh gegessen oder weiterverarbeitet werden. Sehr gut passt sie in Obstsalate. Bei der Weiterverarbeitung wird sie besonders gern zur Herstellung von Most oder Schnaps verwendet.
  • Das Holz des Conférence-Baumes wird ebenfalls genutzt, da es als sehr robust gilt und durch seine besondere Struktur formstabil ist. Man findet es bei Möbeln, aber auch als Zeichen- oder Schreibmaterial.

Unser Tipp:

Ihre Kinder mögen kein Obst?! Versuchen Sie es mit der Conférence-Birne. Sie ist reif besonders süß, nicht körnig und durch das sehr kleine Kerngehäuse auch von den Kleinen leicht zu essen.

Birnen einmachen:

  • Wie oben erwähnt, können Birnen nicht eingefroren werden. Das Einmachen dagegen, ist eine sehr gute Methode um Birnen lange haltbar zu machen.
  • Verwenden Sie reife aber nicht überreife Früchte. Desto älter bzw. reifer das Obst ist, desto größer ist die Gefahr, dass die Gläser aufgehen und Ihnen alles verdirbt.
  • Schälen und halbieren oder vierteln Sie die Birnen. Dann entfernen Sie das Kerngehäuse. Da die Birnen nun dazu neigen schnell braun zu werden, legen Sie sie in Wasser mit Zitronensaft.
  • Nun bringen Sie Wasser zum Kochen und blanchieren Sie die Birnen für 2 Minuten, danach unter kalten Wasser abschrecken. Jetzt können Sie die Stücke bis 2 cm unter den Rand in die vorbereiteten Gläser füllen.
  • Nun die Zucker-Wasserlösung vorbereiten und dann einfüllen. Halten Sie sich an die bekannte Faustregel 1:2. Das heißt z.B. 500g Zucker in 1Liter Wasser auflösen. Sind die Birnen schön süß, können Sie auch weniger Zucker verwenden. Oder mehr, wenn die Birnen wenig Süße besitzen. Die Lösung sollte einmal aufgekocht worden sein und soweit ins Glas gefüllt werden, dass etwa 1cm Platz zum Rand bleibt.
  • Wenn Sie einen Einkochapparat verwenden, sollten Sie bei einer Temperatur von 70-90°C etwa 45 Minuten einwecken. Für jeden, der solch ein Gerät nicht besitzt, besteht die Möglichkeit die Gläser in einer mit Wasser gefüllten Pfanne im Ofen bei ca. 150°C einzuwecken.
  • Lassen Sie danach die Gläser erst 1-2 Stunden abkühlen, bevor Sie sie stark bewegen.
  • Nun halten sich die Birnen und auch ihr leckerer Geschmack etwa ein Jahr.

Unser Einmach-Tipp:

  • Achten Sie auf saubere Einmach-Gläser, da sonst die Gefahr besteht, dass ihre Birnen im Glas verderben.
  • Spülen Sie die Gläser vor dem Füllen mit heißem Wasser aus, da durch das Einfüllen des heißen Obstes oder der Lösung die Gläser sonst platzen können.
  • Damit die Gläser perfekt schließen, muss der Rand gründlich abgewischt werden.

Birnen aus dem eigenen Garten?:

Sie wollten schon immer einen eigenen Birnenbaum in Ihrem Garten? So geht´s:

Der richtige Standort:

  • Birnen mögen sonnige Plätze, denn das fördert nicht nur sein Wachstum und das seiner Früchte, sondern macht ihn stärker gegen Krankheiten.
  • Pflanzen Sie ihn im Frühjahr oder im Herbst und halten Sie beim Pflanzen mehrerer Bäume einen Abstand von etwa 3 Metern zwischen ihnen.
  • Heben Sie ein Pflanzloch im Garten aus und geben Sie Wasser hinein. Nun setzen Sie den Baum und füllen Sie das Ganze mit Erde auf, die Sie festtreten.
  • Verwenden Sie einen Pfahl, an den Sie den Baum binden. So ist er gestützt und kann sich gut entwickeln.

Unser Tipp:

Achten Sie darauf, ob Ihr Birnenbaum ein Selbstbefruchter ist. Ist dies nicht der Fall, benötigen Sie ganz sicher einen weiteren Baum.

Die richtige Pflege:

  • Direkt nach dem Pflanzen benötigt Ihr Baum viel Wasser. Später nicht mehr, da genügt es ihn bei Trockenheit zu gießen.
  • Außerdem reicht es ihm völlig, wenn er einmal im Jahr gedüngt wird.

Der Schnitt:

Einen Birnenbaum zu schneiden ist eine Wissenschaft für sich.
Daher unser Tipp: Lassen Sie den ersten Schnitt von einem Fachmann machen. Er kann ihnen die Kniffe dann sicher auch gut erklären, so dass Sie es das nächste Mal selbst durchführen können.

Wann können Sie ernten?:

Je nach Sorte ist die Ernte zwischen August bis Oktober. Am besten merken Sie es, wenn sich die Birne leicht pflücken lässt.

Die richtige Lagerung:

Bei einer Temperatur von etwa 8°C können Sie sie einige Wochen lagern. Dies gilt allerdings nur für nicht verletzte Früchte.

Welche Krankheiten sind gefährlich:

  • Birnenbäume sind sehr anfällig für Pilzerkrankungen. Diese kommen häufig bei feuchter Witterung vor. Es gibt Birnengitterrost, Birnenschorf und Obstbaumkrebs. Bei diesen Erkrankungen müssen Sie die betroffenen Stellen bis tief in das gesunde Holz herausschneiden und außerdem ein spezielles Pflanzenschutzmittel einsetzen.
  • Auch bakterielle Erkrankungen treten auf, wie z.B. der Feuerbrand. Bei ihm färben sich die Blätter schwarz, so dass sie wie verbrannt aussehen. Damit ihr Baum noch eine Chance hat, müssen Sie auch hier die betroffenen Stellen bis in das gesunde Holz herausschneiden.
  • Natürlich gibt es auch tierische Schädlinge, die es auf Ihren Baum abgesehen haben. Beim Befall Ihrer Früchte mit den Maden der Birnengallmücke, müssen Sie die betroffenen Früchte leider entsorgen.
  • Auch die Triebspitzen sind nicht geschützt, denn der Birnblattsauger legt in ihnen gern seine Eier ab. Die Larven scheiden nach dem Schlüpfen ein Sekret aus, das wiederrum zu Pilzerkrankungen führen kann. Sollten Sie diesen Befall feststellen, sollten Sie die Triebspitzen abschneiden und direkt entsorgen.