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Bärlauch - Der gesunde Frühlingsbote

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Bärlauch kann als der Frühlingsbote unter den Gewürzpflanzen angesehen werden, denn er ist noch vor den Schneeglöckchen auf den Beeten in Ihrem Garten zu sehen. Er wird von März bis Mai geerntet und verleiht vielen Gerichten ein leichtes Knoblaucharoma und gibt ihnen Farbe. Durch seine kalorienarmen Eigenschaften eignet er sich besonders gut für Frühjahrskuren. Aber das ist noch nicht alles, denn schon eine alte Bauernregel besagt: "Bärlauch im Mai erspart das ganze Jahr den Arzt und die Arznei". Bärlauch wirkt auf den Körper blutdrucksenkend und verdauungsfördernd.

Im Gertrudenhof Hofladen gibt es Bärlauch in der Saison im Bund und in einigen unserer Käsespezialitäten.

Verwendung

In der Küche

  • Geschmacklich ähnelt der Bärlauch dem Knoblauch, ist nur nicht so kräftig.
  • Verwendet werden können die Blätter, Stiele, Zwiebeln und sogar die Blüten.
  • Bärlauch ist leichter zu dosieren als Knoblauch und gibt Gerichten neben dem typischen Geschmack eben auch noch eine tolle Farbe.
  • Gehackt gibt er besonders Salaten, Quark, Suppen oder Gemüsen den besonderen Pfiff.
  • Die Zwiebel kann genauso wie frischer Knoblauch verwendet werden und selbst die harten Stiele der Pflanze können kleingehackt verwendet werden.
  • Sie können die Stiele und Knospen auch knabbern, wenn Sie sie vorher mit etwas Knoblauch in einer Pfanne anbraten.
  • Die Blüten können zum Verzieren von Salaten genommen werden und die Samen ersetzen den Mohn auf selbstgebackenen Brötchen.

Probieren Sie unsere leckeren Rezepte rund um den Bärlauch:

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Achtung, Verwechselungsgefahr

  • Die Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen wie Herbstzeitlosen, Maiglöckchen und dem gefleckten Aronstab ist recht hoch, da sie genau dort wachsen, wo auch unser Bärlauch wächst. Sammeln Sie deshalb lieber keinen Bärlauch im Freien.
  • Der Verzehr von Maiglöckchen-Blättern kann Probleme mit dem Herz und Magen verursachen.
  • Der Verzehr der Blätter des gefleckten Aronstabes führt über Stunden zu einem sehr unangenehmen Brennen im Mund.
  • Verzehrt man Blätter der Herbstzeitlosen kann schon ein Blatt tödlich sein.
  • Außerdem besteht, bei wildwachsendem Bärlauch, die Gefahr sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken.
  • Sollten Sie das Kraut trotzdem im Freien sammeln wollen, reiben Sie die Blätter zwischen den Fingern. Entwickelt sich dann der typische Knoblauchgeruch, handelt es sich um Bärlauch. Außerdem sind die Blätter gestielter und weicher als die der anderen Pflanzen. Hilfreich wäre es auch, Bilder der entsprechenden Pflanzen zum Vergleich mitzunehmen.
  • Die Gefahr sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken verhindern Sie, indem Sie die Blätter vor dem Verzehr kurz blanchieren. Das tötet die Eier ab.

Unser Tipp

  • Greifen Sie auf den Bärlauch zurück, den Sie im Handel kaufen können! So schließen Sie eine Verwechslung und Ansteckung aus.

In der Gesundheit

  • Bärlauch wirkt blutdrucksenkend und verdauungsfördernd.
  • Außerdem regt Bärlauch den Stoffwechsel an und ist mit 16kcal auf 100g sehr kalorienarm. Schon allein deshalb eignet sich diese tolle Pflanze für Frühlingsfasten.
  • Um sich die gesunde Kraft dieses Krautes zunutze zu machen, empfiehlt es sich etwa eine Handvoll Bärlauch pro Tag zu sich zu nehmen.

Tipps zur Aufbewahrung

  • Sie können Bärlauch aufbewahren, indem Sie einige Tropfen Wasser auf ihn geben, die Blätter in einen Gefrierbeutel o.ä. legen und den Beutel aufpusten. Nun gut verschließen und im Gemüsefach Ihres Kühlschrankes lagern, so hält er sich einige Tage.
  • Bärlauch kann auch sehr gut in kleinen Portionen oder als Pesto eingefroren werden.

Anbau

  • DSC_0004.JPGBärlauch gehört zu den Zwiebelgewächsen und ist eine mehrjährige Pflanze.
  • Es gibt 3 Möglichkeiten der Vermehrung: die Aussaat, die Wurzelteilung und das Auspflanzen von Zwiebeln.
  • Er ist ein Frostkeimer und deshalb muss die Aussaat im eigenen Garten immer so stattfinden, dass die Samen vor dem Keimen Frost bekommen haben.
  • Die Keimzeit beträgt etwa 1-2,5 Monate.
  • Natürlich kann er auch durch Wurzelteilung vermehrt werden.
  • Pflanzen Sie die Pflänzchen mit Stiel und Blättern etwa 1-2 cm tief unter die Oberfläche.
  • Danach sollten Sie sie kräftig gegossen werden.
  • Nach etwa einer Woche können Sie schon mit der Ernte der ersten Blätter beginnen.
  • Die Zwiebeln des Bärlauchs pflanzen Sie senkrecht in den Boden. Die Zwiebel sollte nur max. 2 cm im Boden verschwinden.

Der richtige Platz

  • Der Boden sollte feucht, humos und kalkreich sein.
  • Bärlauch wächst fast überall, wo es nicht zu warm oder sonnig ist.
  • Säen oder pflanzen Sie ihn an einem schattigen Platz aus, beispielsweise unter Bäume, an Hecken o.ä.
  • Der Boden sollte immer feucht und frei von Unkraut gehalten werden.

Ernte

  • Geerntet werden kann von März bis Ende Mai.
  • Danach beginnt die Blüte und die Blätter werden bitter und ungenießbar.

Unser Tipp:

  • Verzichten Sie auf dem Anbau im eigenen Haus oder in der Wohnung. Der starke Geruch nach Knoblauch kann die Freude über das gesunde Kraut schnell trüben.

Aussehen

  • Die Staude bildet als Wurzeln kleine längliche Zwiebeln aus und kann etwa 35 cm hoch wachsen.
  • Die Blätter laufen spitz zu und können bis zu 20 cm lang und 5 cm breit werden.
  • Die weißen sternförmigen Blüten werden im Mai oder Juni gebildet und sitzen auf glatten, hellen Stängeln.

Wissenswertes über Bärlauch

  • Bärlauch heißt im lateinischen „ursinum“ und bedeutet „Bär“.
  • Wie genau das Kraut seinen Namen bekommen hat, ist völlig unklar. Vielleicht hat es etwas mit seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit zu tun, da er ja geradezu „Bärenkräfte“ verleiht.
  • Es heißt aber auch, dass Bären nach ihrem Winterschlaf besonders gern Bärlauch fraßen, er kann also auch daher seinen Namen haben.
  • Schon in Siedlungen aus der Steinzeit, also vor etwa 5000 Jahren, hat man Überreste der Pflanze gefunden.
  • Er wird seit mehr als 2000 Jahren in unseren Breiten genutzt.
  • 1625 wurde Bärlauch erstmals in einem Kräuterbuch unter dem Namen "Waldtknoblauch" genannt.
  • Er steht unter dem sogenannten Mindestschutz. Diese Pflanzen dürfen nicht von ihrem Standort entfernt oder zerstört werden, wenn kein vernünftiger Grund besteht.

Sehen Sie hier den Gertrudenhof Tipp bei Center TV zum Thema Bärlauch: